Boris Becker kritisiert formschwachen Alexander Zverev und verteilt Ratschläge - "Das gefällt mir alles nicht"

Boris Becker hat Alexander Zverev angesichts seiner anhaltenden Formkrise kritisiert. Die Nummer drei der Welt habe den Anschluss an Carlos Alcaraz und Jannik Sinner und auch seinen Status als dritter Mann an Novak Djokovic verloren. "Weltspitze sieht anders aus", stellte der 57-Jährige klar. Der Umgang des aktuell besten deutschen Spielers mit dem Formtief gefalle ihm nicht, so Becker.

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Quelle: SNTV

Der Knoten will bei Alexander Zverev in diesem Jahr einfach nicht platzen. Nach dem guten Jahresauftakt mit dem Finaleinzug bei den Australian Open kassiert der 28-Jährige aktuell eine bittere Niederlage nach der anderen.
Bei den US Open schied die Nummer drei der Welt in der dritten Runde aus, beim Laver Cup verlor er beide Matches und beim Masters in Shanghai war zuletzt auch schon im Sechzehntelfinale Schluss.
"Ich dachte im Sommer nach seiner Auszeit nach Wimbledon, die Leistung wird besser", sagte Becker im Podcast "Becker Pektovic": "Ich dachte, er klopft an die Tür von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz, er ist die dritte Kraft im Welt-Tennis. Die ist aber jetzt Novak Djokovic, mit 38 Jahren. Und Sascha rennt seiner Form wirklich hinterher."
Im Einzelnen seien die Niederlagen "erklärbar, aber Weltspitze sieht anders aus", betonte der sechsfache Grand-Slam-Champion.

Zverev verzichtet auf personelle Konsequenzen

Zverev äußerte sich nach seinen Niederlagen immer wieder selbstkritisch, sprach selber davon, "schreckliches Tennis" zu spielen. Diese Selbstkritik sei "zu honorieren", so Becker: "Aber er sagt nicht, was er verbessern muss. Das ist schon seit Wochen und Monaten ein Thema. Das wäre der nächste Schritt. Eine Verbesserung sehe ich gerade nicht."
Personelle Konsequenzen hat Zverev aus seiner Selbstkritik indes nicht gezogen - zum Unverständnis von Becker: "Auch in seiner Box tut sich nichts Neues. Da ist der Vater, da ist der Bruder, da sind die gleichen Gesichter wie seit Jahr und Tag."
Alexander Zverev im Gespräch mit seinem Vater und Coach Alexander Zverev.

Alexander Zverev im Gespräch mit seinem Vater und Coach Alexander Zverev.

Fotocredit: Getty Images

"Wenn es gut laufen würde, wäre ich der Erste, der gratuliert und sagt: 'Wir haben da jetzt einen Superstar!' Aber ich mache mir ein bisschen Sorgen, wie es weitergeht", betonte der ehemalige Trainer von Novak Djokovic.
Zu den Sorgen gehört auch der körperliche Zustand des 28-Jährigen. Zverev klagt neben wechselnden Blessuren immer wieder über Rückenschmerzen.

Becker gibt Zverev Ratschläge

Zuletzt hatte der deutsche Topspieler zudem für Aufsehen gesorgt, als er die These aufgestellt hatte, die Bodenbeläge würden zum Vorteil von Alcaraz und Sinner immer mehr angeglichen.
"Er lehnt sich da aus dem Fenster, vielleicht auch, um von seinen eigenen Schwächen abzulenken. Das gefällt mir alles nicht", kritisierte Becker und gab Zverev ein paar Ratschläge mit auf den Weg.
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Quelle: SNTV

"Er muss sich auf sich konzentrieren, auf die eigenen Stärken, darauf, wie er wieder gesund wird, wie er sich sportlich verbessert", so Becker. Momentan mache Zverev "eher einen Schritt nach vorne und dann wieder zwei zurück."
Bevor es für Zverev wieder darum geht, seinen dritten Platz in der Weltrangliste zu verteidigen, steht ab Mittwoch erst einmal ein umstrittenes Event an: Der 28-Jährige reist zum hochdotierten Six Kings Slam nach Saudi Arabien.
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Quelle: Perform


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