Boris Becker verrät kurioses Detail über "stillen" Rücktritt von Wimbledon 1997: "Das Mikrofon am Netz war an"

Mit Stan Wawrinka und Gaël Monfils hatten gleich zwei Tennisgrößen am Montag ihren letzten Auftritt auf der größten Sandplatzbühne. Boris Becker wählte für seinen Abschied einen anderen Weg - und warf seine erste Idee dabei noch einmal um. Was Pete Sampras und ein unentdecktes Mikrofon damit zu tun haben und warum er doch noch einmal nach Wimbledon zurückgekehrt ist, erklärte Becker bei Eurosport.

Während Monfils-Match: Becker spricht über seinen Rücktritt 1999

Quelle: Eurosport

Wawrinka und Monfils beenden nach der laufenden Saison ihre Karriere. Entsprechend stand dieser Tage für beide der letzte Auftritt in Roland-Garros an. Nach den Erstrundenpartien am Montag steht fest: Es war sowohl für den Schweizer als auch für den Franzosen eine kurze Abschiedstour.
Die Publikumslieblinge bekamen von den Zuschauern des prestigeträchtigen Grand Slams noch einmal die volle Wertschätzung zu spüren - auch, weil der Abschied schon feststeht. Bei Becker war das im Jahr 1997 anders, wie er während der Partie von Monfils bei Eurosport im Gespräch mit Kommentator Wolfgang Nadvornik erzählte.
"Für mich war klar: 1997 wird mein letztes Wimbledon, aber ich habe das keinem gesagt", sagte der dreifache Wimbledon-Champion.
Becker arbeitete sich in England bis zum Viertelfinale. Dort wartete im damaligen Seriensieger Pete Sampras eine große Aufgabe auf den Deutschen - eine zu große: Der US-Amerikaner setzte sich mit 6:1, 6:7 (5:7), 6:1 und 6:4 durch.

Stiller Abschied geht schief

"Da ich größten Respekt vor Pete Sampras hatte, wollte ich es ihm im Viertelfinale am Netz zuerst sagen. In der Umkleide war es danach total still", sagte Becker. Die Stille hielt aber nicht lang.
"Dann kamen sie an: 'Wie, du hörst auf?' Woher wisst ihr das denn? Das Mikrofon am Netz war an! Dann habe ich natürlich eine längere Pressekonferenz geben müssen und habe gesagt: Das war mein letzter Grand Slam", so Becker weiter.
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Djokovic, Federer und Co. verabschieden sich von gerührtem Monfils

Quelle: Eurosport

Mehr als ein Jahr hielt der sechsfache Grand-Slam-Sieger an seiner Entscheidung fest, dann dachte er noch einmal um.
"So ging es bis Ende 1998, bis ich gemerkt habe: So kann ich nicht aufhören, ich muss noch einmal Wimbledon spielen. Also habe ich dort 1999 nochmal gespielt und danach sofort aufgehört", erzählte Becker.

Becker kehrte noch einmal zurück

"Die Droge Tennis mit dem ganzen Adrenalin und so weiter musste ich erstmal aus meinem Körper rausspülen. Das hat eineinhalb Jahre gedauert, bis ich mir ganz im Klaren darüber war, dass ich mit Tennis ganz aufhöre", erklärte der Eurosport-Experte.
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Wichtige Nachricht: Boris Becker und Pete Sampras bei Wimbledon 1997

Fotocredit: Getty Images

Für Becker ging es bei seinem Grand-Slam-Comeback noch einmal bis ins Achtelfinale. Ein richtiges Major-Gefühl kam beim 58-Jährigen aber nicht mehr auf.
"Deswegen war ich 1999 auch nicht ganz so emotional, habe noch gut Tennis gespielt und dann im Achtelfinale gegen einen vernünftigen Gegner, Pat Rafter, verloren. Und dann war auch gut", resümierte Becker.
Rafter besiegte die Tennis-Legende damals glatt in drei Sätzen mit 6:3, 6:2, 6:3 - das Ende einer großen Karriere, das ursprünglich still und leise vonstattengehen sollte.
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Becker über Monfils: "Er war bereit für den Abgang"

Quelle: Eurosport


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