Carlos Alcaraz mit Andy Murray als Trainer in Verbindung gebracht - Trennung von Juan Carlos Ferrero birgt auch Gefahr
Publiziert 29/12/2025 um 13:31 GMT+1 Uhr
Wenige Tage vor Weihnachten hat sich Carlos Alcaraz von seinem bisherigen Trainer Juan Carlos Ferrero getrennt. Seitdem sorgt die ungewisse Zukunft des spanischen Weltranglistenersten immer wieder Abständen für Schlagzeilen. Laut dem Nachrichtenportal "Punto de Break" soll eine Zusammenarbeit mit Andy Murray die Entourage von Alcaraz beschäftigen. Von anderer Seite wird der Spanier auch gewarnt.
Carlos Alcaraz blickt in eine ungewisse Zukunft
Fotocredit: Getty Images
Wie die Einblicke diverser Personen aus dem erweiterten Umfeld von Alcaraz - so auch seitens seines allerersten Trainers, Carlos Santos - nahelegen, sei der sechsmalige Grand-Slam-Sieger nicht selbst der Auslöser für die Trennung gewesen.
Von außen mag es ein Paukenschlag gewesen sein, intern sollen aber bereits in den Jahren zuvor regelmäßig Spannungen zwischen Coach und Alcaraz' Gefolgschaft gegeben haben. Die Knackpunkte hätten dabei von Arbeitsmoral, Planung des Turnierkalenders bis zu finanziellen Anreizen gereicht.
Laut einem Bericht von "Punto de Break" habe ein Neuanfang auf der Trainerposition demnach schon länger im Raum gestanden. Mit Andy Murray rückte Ende 2024 beispielsweise ein prominenter Name ins Rampenlicht der Nachfolgesuche.
"Aber Alcaraz bremste die Spekulationen um einen möglichen Abschied von Ferrero", heißt es in dem Artikel. "Die Beziehung zwischen Alcaraz und Ferrero war immer ausgezeichnet, unglaublich gut. Obwohl Alcaraz mit Juan Carlos' Forderungen nicht hundertprozentig einverstanden war, wusste er, dass Ferrero ein großer Gewinn für ihn ist."
Alcaraz: Tür offen für Murray?
Ohnehin entschied sich Murray zunächst für eine Zusammenarbeit mit Novak Djokovic, die bis Mai 2025 Bestand hatte.
Als zweimaliger Olympiasieger, dreifacher Grand-Slam-Champion und einstige Nummer eins der Welt (41 Wochen) würde der Brite jedenfalls die nötige Portion an Erfahrung mitbringen, um Alcaraz auf der ATP-Tour unterstützen zu können.
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Highlights: Alcaraz spielt Tennis vom anderen Stern im Halbfinale
Quelle: SNTV
Nun wäre die Tür offen für das prominente Engagement.
Doch aufgepasst: Auch wenn Murray auf beispiellose Qualitäten verweisen kann und aufgrund seiner Art zweifelsohne wichtige Ruhe und Gelassenheit an der Seite des spanischen Himmelsstürmers ausstrahlen würde, ist Erfolg alles andere als garantiert.
Alcaraz: Die große Gefahr des Ferrero-Aus
Das liegt jedoch weniger an Murray, vielmehr aber an der Tatsache, dass die Kombination aus Alcaraz und Ferrero ihresgleichen sucht.
"Ich denke, es wird für Carlos schwierig sein, 2026 ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen", wurde Doppel-Legende Todd Woodbridge von der "Gazzetta dello Sport" zitiert. "Wir wissen, dass er dazu fähig ist, aber dieser Wechsel erscheint mir befremdlich. Wir sprechen von einem der besten Spieler-Trainer-Duos der Geschichte."
Am Ende des Tages war Ferrero aufgrund der langen gemeinsamen Zeit - immerhin sieben Jahre - nicht nur ein Trainer für den 22-Jährigen, sondern nahm sogar die Rolle eines zweiten Vaters ein. "Wenn Juan Carlos in den vergangenen Jahren nicht an seiner Seite war, hat Carlos nicht so gut gespielt", so Woodbridge.
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Juan Carlos Ferrero und Carlos Alcaraz feierten unter anderem sechs Grand-Slam-Titel gemeinsam.
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Konzentration und Konstanz standen Alcaraz in den vergangenen Jahren viel häufiger im Weg als etwaige Defizite in seinem Spiel. Und genau dort machte Ferrero den Unterschied. Ein neues Gleichgewicht bedarf verständlicherweise Zeit.
"Er wird Monate brauchen, um sich an diese neue Situation zu gewöhnen", warnte Woodbridge und fügte an: "Durch diesen Wechsel glaube ich, dass Jannik einen Vorteil hat und in Melbourne den Hattrick holen wird."
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