Davis Cup - Alexander Zverev kritisiert Format bei Finals in Bologna: "Ist es nicht ein bisschen traurig?"

Alexander Zverev kämpft mit dem deutschem Davis-Cup-Team beim Final 8 in Bologna um den Titel. Es wäre der erste Erfolg Deutschlands beim prestigeträchtigen Event seit 1993. Im Anschluss an den dramatischen Sieg des DTB-Teams im Viertelfinale gegen Argentinien erneuerte der Hamburger allerdings seine Kritik am seit einigen Jahren ausgetragenen Format eines Finalturniers auf neutralem Boden.

"Einfach nur glücklich": Zverev erlebt Auf und Ab der Gefühle

Quelle: Eurosport

"Finden Sie es nicht vielleicht ein bisschen traurig, dass diese Art von Spielen und das Doppel höchstens tausend Zuschauer im Stadion haben?", fragte Zverev auf der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen die Südamerikaner. Diesen hatten zuvor Kevin Krawietz und Tim Pütz im Doppel perfekt gemacht.
"Wenn wir in Argentinien oder Deutschland spielen würden, wären vielleicht 15.000 Menschen da. Aus dieser Sicht finde ich es ein bisschen traurig", ergänzte die Nummer drei der Welt. Seit 2019 wird der Sieger des Davis Cup in einem Finalturnier ermittelt, das an einem zuvor festgelegten Ort stattfindet.
Die bis dahin üblichen Heim- oder Auswärtsduelle werden nur noch in den Qualifikationsrunden für die Finals ausgespielt. Trotz seiner Kritik am Format werde er "alles tun, damit Deutschland gewinnt" und "immer 100 Prozent geben". Im Halbfinale am Samstag trifft das DTB-Team auf Spanien.
Zverev ist nicht der einzige Topspieler, der sich kritisch über den Davis Cup äußerte. Carlos Alcaraz, der seinen Start für das spanische Team kurzfristig absagen musste, meinte etwa bei den ATP Finals: "Sie müssen etwas an diesem Event ändern. Denn ich glaube, es ist nicht gut, dass es jedes Jahr stattfindet. Vielleicht alle zwei oder drei Jahre."

ITF verteidigt Davis-Cup-Format

Dies würde eine Teilnahme "einzigartig" machen, erklärte der 22-Jährige. Jannik Sinner stimmte seinem Konkurrenten in Turin zu. Es sei schwierig, die Topspieler zu motivieren, jedes Jahr am Davis Cup teilzunehmen, so der Südtiroler. Sinner selbst sagte seinen diesjährigen Start vorzeitig ab, nachdem er 2024 noch mit Italien den Titel geholt hatte.
Die ITF (International Tennis Foundation) verteidigte dennoch die Entscheidung, das umstrittene Format beizubehalten. "Die Nationen sind diejenigen, denen wir zuhören. Und dort erhalten wir große Unterstützung. Mehr Spieler als jemals zuvor waren in diesem Jahr dabei. (...) Deshalb müssen wir auch diesen Aspekt berücksichtigen", erklärte ITF-CEO Ross Hutchins gegenüber "Reuters".
picture

Struff trotz Niederlage: "Super Atmosphäre, um zu spielen"

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung