French Open: Alexander Zverev kämpft sich in Fünfsatzmatch in die dritte Runde: Deutliche Kritik von John McEnroe
VonThomas Gaber
Publiziert 25/05/2022 um 20:30 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev steht nach einem wahren Krimi gegen Sebastian Báez in der dritten Runde der French Open. Nach katastrophalen eineinhalb Sätzen änderte die Nummer drei der Setzliste seine Taktik und war fortan der tonangebende Spieler. Eurosport-Experte John McEnroe war fasziniert von dem Match, sparte aber nicht mit deutlicher Kritik an Zverev. Der dachte zwischenzeitlich schon an Strandurlaub.
2. Runde: Thriller! Emotionaler Zverev wendet frühes Aus ab - Highlights
Quelle: Eurosport
Es sah nach einem leichten ersten Spielgewinn aus für Alexander Zverev. 40:0 bei eigenem Aufschlag.
Doch Sebastian Báez schaffte das frühe Break und schickte Zverev dabei gleich im ersten Spiel in eine kleine Krise, die länger andauern sollte.
"Dieses verlorene erste Spiel hat bei Alex eine negative Spirale ausgelöst", analysierte Eurosport-Experte John McEnroe. "Es ist ungewöhnlich, dass ein verlorenes Aufschlagspiel dich so aus dem Rhythmus bringt. Bei Zverev waren das eineinhalb Sätze."
Zverev haderte mit sich und den schwierigen Bedingungen. Der teils böige Wind machte dem 25-Jährigen zu schaffen. "Ich kann nicht schlechter spielen als bis zum Stand von 2:6, 0:4", sagte Zverev.
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Matchball abgewehrt: Hier wendet Zverev das frühe Aus ab
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John McEnroe: "Warum um alles in der Welt macht er das?"
Für McEnroe lag das in erster Linie an einer falschen Taktik beim Aufschlag des Gegners.
"Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum ein Spieler, der fast zwei Meter groß ist, beim ersten und beim zweiten Aufschlag des Gegners so weit hinter der Grundlinie steht. Um alles in der Welt - warum macht er das? Das waren ja bisweilen vier Meter. Dadurch hat Zverev Báez viele Möglichkeiten gegeben, ihn gleich nach dem Return unter Druck zu setzen", sagte die Tennislegende.
"Vielleicht war das die Taktik seines Trainers Sergi Buguera, ich weiß es nicht. Wenn Alex hier weit kommen will, muss er diese Taktik jedenfalls ändern", sagte McEnroe.
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Erlösung! Zverev verwandelt Matchball und schreit alles heraus
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Barbara Rittner kritisiert Zverevs Passivität
Auch Barbara Rittner erkannte in den ersten beiden Sätzen zu viel Passivität bei Zverev. "Er stand am Anfang zu weit hinten. Ab Mitte des zweiten Satzes ist er deutlich aggressiver geworden und hat das Passive aus den Knochen gespielt. Er ist auch besser rangegangen an kurze Bälle", sagte die Eurosport-Expertin.
Rittners Fazit: "Das war ganz schön viel Stress für ein Zweitrundenmatch. Wenn man einen Matchball abwehrt, ist immer auch etwas Glück dabei. Aber am Ende hat sich auch Saschas Erfahrung ausgezahlt."
Dabei hatte sich Zverev zwischenzeitlich schon gedanklich von Roland-Garros verabschiedet. "Ich habe überlegt, wohin ich in Urlaub fahre, an welchen Strand ich fahre", sagte er.
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Zverev Big Points
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Zverev machte schon Urlaubspläne
Die kleine Aufholjagd im zweiten Satz habe aber etwas in ihm ausgelöst: "Ich habe den Satz zwar nicht mehr gewonnen, habe aber gemerkt, dass ich jetzt im Match drin bin."
Mit den Gründen für seine lange Anlaufphase wollte er sich nach dem Match nicht lange beschäftigen.
"Man kann in einem Grand-Slam-Turnier nicht über zwei Wochen jeden Tag gutes Tennis spielen. Wenn es nicht läuft, muss man immer einen Weg finden, solche Matches noch zu drehen", sagte Zverev.
Darin unterscheide sich auch, wer ein echter Champion ist und wer nicht. "Federer, Nadal und Djokovic finden in solchen Matches immer einen Weg. Ich werde ihr Niveau nie erreichen, aber ich versuche, ein bisschen in ihre Nähe zu kommen."
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Zverev selbstkritisch nach Sieg: "Hätte nicht schlechter spielen können"
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Zverev wählt bei Matchball Baez riskante Taktik
Echte Champions wehren aber auch hin und wieder einen Matchball ab. Zverev gelang dies beim Stand von 4:5 im fünften Satz - obwohl er Báez in diesem Moment auf dessen starke Vorhand servierte.
"Ich wollte ihn damit überraschen. Wenn es nicht geklappt hätte, wäre ich jetzt der Idiot. So bin ich der Held", sagte er mit einem Lächeln.
Die Reise von Alexander Zverev bei den French Open 2022 ist noch nicht vorbei. Beim nächsten Mal sollte er aber vlelleicht gleich von Beginn an beim Aufschlag des Gegners ein Stück weiter nach vorne rücken.
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Sandsturm in Roland-Garros: Wind macht Zverev zu schaffen
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