French Open: Iga Swiatek regiert Roland-Garros mit purer Dominanz - Köngin auf den Spuren von König Rafael Nadal

Iga Swiatek hat zum vierten Mal die French Open gewonnen - und damit niemanden überrascht. Schon jetzt werden Vergleiche mit Sandplatzkönig Rafael Nadal laut, was auf der Hand liegt. Der Spanier war bei seinem vierten Erfolg in Roland-Garros 22 Jahre alt, Swiatek ist 23. "Ich wäre nicht überrascht, wenn sie in Paris bei den Titeln zweistellig wird", sagt Boris Becker im Gespräch mit Eurosport.

Becker macht Zverev Mut vor Finale: "Historische Chance"

Quelle: Eurosport

Iga Swiatek sank auf die Knie und schrie ihre Freude heraus, dann küsste sie die ihr bestens bekannte Coupe Suzanne Lenglen innig.
Die 23-jährige Polin bleibt die unumschränkte Sandplatzkönigin, scheinbar mühelos gewann die Tennis-Weltranglistenerste zum dritten Mal in Folge die French Open.
Auch gegen Grand-Slam-Finaldebütantin Jasmine Paolini aus Italien wurde Swiatek ihrer hohen Favoritenstellung vollauf gerecht und siegte mit 6:2, 6:1.
"Ich liebe diesen Ort einfach. Ich warte jedes Jahr sehnsüchtig darauf, hierher zurückzukommen", sagte Swiatek sichtlich emotional: "Merci beaucoup!"
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Finale: Swiatek nach Rückstand gnadenlos zum Titel - Highlights

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Für Swiatek war es der 21. Matchgewinn in Folge bei Roland Garros. Dreimal nacheinander hatten in der Open Era zuvor nur Monica Seles (1990 bis 1992) und Justine Henin (2005 bis 2007) die French Open gewonnen.
Swiatek sicherte sich bereits ihre vierte Coupe Suzanne Lenglen nach 2020, 2022 und 2023. Steffi Graf (6) und Rekordhalterin Chris Evert (7) rücken in Reichweite.

Becker: "Dann war Swiatek zu übermächtig"

Die Dominanz von Swiatek ist gleichermaßen beeindruckend wie beängstigend. "Das Finale hat mir die ersten 15 bis 20 Minuten sehr gut gefallen, aber dann war Iga einfach zu übermächtig. Sie hatte zu viele Waffen, eine zu hohe Pace", erklärte Eurosport-Experte Boris Becker.
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Abschiede, Tränen und immer wieder Iga: Highlights des Damen-Turniers

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"Sie ist die absolut beste Spielerin der Welt und hat eindrucksvoll das Turnier gewonnen. Es ist beeindruckend, mit welcher Präzision und Schlaghärte sie auftritt", stimmte Ex-Bundestrainerin Barbara Rittner, die das Finale als TV-Expertin bei Eurosport begleitet hatte, zu.

"Nadalisiert" Swiatek die Konkurrenz?

Paolini verpasste den ersten italienischen French-Open-Sieg bei den Damen seit Francesca Schiavone 2010 trotz einer beherzten Vorstellung deutlich. Gegen Swiatek zu spielen, sei nun einmal "die härteste Herausforderung in diesem Sport".
Becker gab zu bedenken, dass "Paolini vielleicht ein Match zu viel in den Knochen hatte. Sie hat ja gestern noch ein Halbfinale im Doppel gespielt. Irgendwann ist der Tank leer. Es war aber sehr sympathisch, wie sie auch nach dem 0:5 im zweiten Satz gekämpft hat, um noch ein Spiel zu holen", so der sechsmalige Grand-Slam-Turniersieger.
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Rittner über Dominatorin Swiatek: "Mit Abstand beste Spielerin"

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Die französische Presse hatte angesichts der Überlegenheit von Swiatek in den vergangenen Tagen ein Verb erfunden: Die Polin "nadalisiert" ihre Gegnerinnen, sie fegt sie vom Platz, eine nach der anderen, war zu lesen.

Swiatek dreht nach dem Osaka-Schreck auf

Wie es einst Rafael Nadal, der 14-maliger Champion in Roland-Garros, getan hat. Swiateks Bilanz weist nach ihrem vierten Erfolg noch stattliche zehn French-Open-Titel weniger auf, ihre Klasse aber lässt den Vergleich mit dem Mallorquiner aber zu. Sie sei "die absolute Nummer eins", lobte Rittner.
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Zum dritten Mal in Folge: Swiatek bekommt den Pokal in Paris

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Nachdem Swiatek das Aus gegen Naomi Osaka in der zweiten Runde mit der Abwehr eines Matchballs nur knapp abgewendet hatte, deklassierte sie fortan alle Gegnerinnen, zuletzt Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova, US-Open-Siegerin Coco Gauff und nun Paolini. Die Satz-Ergebnisse seit der dritten Runde: 6:4, 6:2, 6:0, 6:0, 6:0, 6:2, 6:2, 6:4, 6:2, 6:1.

Swiatek reagiert gnadenlos im Finale

Als Swiatek im Finale überraschend ein frühes Break (1:2) gegen Paolini hinnehmen musste, schlug sie mit der Selbstverständlichkeit einer Königin in ihrem Reich zurück.
Die Championesse nahm Paolini sogleich den Aufschlag zu Null ab und holte sich auch die folgenden neun (!) Spiele. Eine gnadenlose Erhöhung der Schlagzahl, wie sie nur Swiatek fertigbringt.
Das Bedrückende für alle Rivalinnen: Es sieht nicht so aus, als ob sich daran auf absehbare Zeit etwas ändern würde.
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"Ein emotionales Turnier": Swiatek bricht nach Triumph die Stimme

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Entscheidung im Finale! Swiatek verwandelt ihren ersten Matchball

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