French Open: Carlos Alcaraz auf Sand für Chris Evert nahezu unbezwingbar - kompletterer Spieler als Rafael Nadal

Mit seinem Triumph beim Masters-Turnier in Rom hat Carlos Alcaraz seinen Anspruch auf die Titelverteidigung bei den French Open untermauert. "Er ist in der perfekten Verfassung, um den Titel zu holen", schwärmte Eurosport-Expertin Chris Evert in einer Medienrunde am Montag. Laut der US-Amerikanerin liegt hinter Alcaraz eine Evolution, die ihn vor allem auf Sand nahezu unbezwingbar macht.

Evert exklusiv zu French Open: Darum setze ich auf Alcaraz

Quelle: Eurosport

"Alcaraz gleitet besser als alle anderen, niemand erreicht die Ecken so mühelos wie er", zeigte sich die 18-malige Grand-Slam-Siegerin vom spanischen Himmelsstürmer beeindruckt.
Agilität allein beschert aber noch keine Titel - das hat auch Alcaraz verstanden. Geht es nach Evert, legte der 22-Jährige in den zurückliegenden Wochen eine Entwicklung hin, mit der er sich noch ein Stück weiter von der Konkurrenz abgesetzt hat.
"Ich nehme ihn disziplinierter wahr", analysierte Evert: "Davor hat er einfach jeden Schlag aus seinem Repertoire rausgehauen, um irgendwie zu gewinnen. Dann hat er einige Matches verloren, weil er zu aggressiv gespielt hat."
Infolgedessen habe Alcaraz nun einen Gang zurückgeschaltet, sich auf längere Ballwechsel eingelassen. "Auf Sand geht es nur darum, den Ball so oft wie möglich zu schlagen und dann das Spiel zu öffnen. Man muss geduldig sein", so Evert, die eine Entwicklung wahrnimmt: "Man sieht bei ihm nun eine andere Strategie, einen anderen Ansatz."
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Evert: Das hat Alcaraz sogar Nadal voraus

Vergleiche mit Rafael Nadal kann Alcaraz schon seit geraumer Zeit nicht aus dem Weg gehen, die spanische Erbfolge im Tennis-Olymp wird selbst von den Granden des Sports regelmäßig ins Rampenlicht gerückt.
Evert findet solche Gegenüberstellungen unfair. "Niemand wird Nadal sein. Er war wie Herkules", meinte die siebenmalige French-Open-Siegerin. Die Dominanz des zweimaligen Olympiasiegers auf Sand würde unerreicht bleiben, seine 14 Titel in Roland-Garros seien ohnehin unerreichbar.
Alcaraz zeichnet sich laut der US-Amerikanerin indes durch eine unglaubliche Flexibilität aus - und zwar auf allen Belägen. "Er ist voller Überraschungen, er beherrscht jeden Schlag, den es gibt. Das war bei Nadal nicht der Fall", hob sie hervor. "Carlos ist der komplettere Spieler."
Einzig an die Mentalität seines Idols komme Alcaraz nicht heran. "Er hat eine gewaltige Offensive und Defensive. Aber Nadals mentale Stärke war etwas noch nie dagewesenes. So jemanden wird es wohl nie wieder geben."
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Quelle: Eurosport


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