Carlos Alcaraz und Jannik Sinner oft kritisiert - Coach Simone Vagnozzi fordert Verständnis für neue Superstars
Publiziert 01/06/2025 um 17:16 GMT+2 Uhr
Carlos Alcaraz und Jannik Sinner sind nach ihren Erfolgen der vergangenen Jahre (4 bzw. 3 Grand-Slam-Siege) die neuen Tennis-Superstars. Die Erwartungshaltung ist entsprechend groß. Viel Raum für Rückschläge wird den beiden nicht eingeräumt. Sinner-Coach Simone Vagnozzi forderte jedoch im Gespräch mit dem italienischen Journalisten Giovanni Pelazzo mehr Feingefühl im Umgang mit Alcaraz und Sinner.
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Quelle: Eurosport
"Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich um 22, 23 Jahre alte Jungs handelt, die manchmal auch gerne ein Leben führen würden", erklärte der Trainer des Italieners angesprochen auf die "Netflix"-Doku "Carlos Alcaraz: May Way", die zuletzt einige Diskussionen ausgelöst hatte. Darin erklärt Alcaraz unter anderem, dass er abseits des Tennis ein normales Leben führen und manchmal wie Gleichaltrige feiern gehen möchte.
Rafael Nadal hatte in der "L'Équipe" die Darstellung seines Landsmanns in der "Netflix"-Produktion kritisiert: "Er kommt hier nicht wie ein Tennisspieler rüber, der trainiert - sondern wie jemand, der gerne feiert, der das braucht, und der nicht sehr professionell ist. Und das ist nicht wahr."
Vagnozzi empfand die Doku dagegen als "gut". Der Coach des Weltranglistenersten kritisierte jedoch die Behandlung der beiden Jungstars: "Sie werden oft, sobald es eine Niederlage gibt, von allen niedergemacht und es scheint, dass sie nie verlieren können. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es sich um Jungs handelt, die viel opfern, um das zu tun, was sie mögen."
In Paris könnten Sinner und Alcaraz als Nummer eins bzw. Nummer zwei der Welt erst im Finale aufeinandertreffen. Der Italiener steht nach einem eindrucksvollen Dreisatzsieg (6:0, 6:1, 6:2) gegen Jiri Lehecka bereits im Viertelfinale.
Für Alcaraz geht es am Sonntag gegen Ben Shelton (hier im Liveticker) um den Einzug in die Runde der besten Acht.
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