French Open - Boris Becker feiert Grand-Slam-Sieger Alexander Zverev: "Ich bin sehr stolz auf ihn"

Boris Becker war bis Sonntag der letzte deutsche Grand-Slam-Sieger im Herren-Einzel. Bei Eurosport huldigt die deutsche Tennis-Legende seinem Nachfolger Alexander Zverev, der über 30 Jahre nach ihm wieder einen großen Titel für Deutschland holte. Der Triumph im Finale der French Open war gegen Flavio Cobolli jedoch hart erkämpft - und Becker zitterte als Co-Kommentator bei Eurosport mit.

Becker verneigt sich vor Zverev: "Bin unglaublich stolz auf ihn!"

Quelle: Eurosport

"Das war kaum zu ertragen", schilderte Becker die bangen Momente im vierten Satz, als Zverev Krämpfe bekam und sein Kontrahent nach Sätzen ausgleichen konnte. "Ich dachte schon: oh Gott. Cobolli ging vom Platz und ich habe mich gefragt: Wie schnell kann sich Zverev erholen?"
Offensichtlich: gut, eine knappe Stunde später stand Zverev mit der Siegertrophäe da und strahlte mir deren silbernen Ummantelung um die Wette. "Die Bilder sprechen für sich", freute sich Becker mit seinem ehemaligen Davis-Cup-Schützling: "Ein Lebenstraum geht in Erfüllung. Er kann das noch gar nicht glauben, was da passiert ist. Dafür hat er so lange so hart gearbeitet - die ganze Familie!"
Für Becker stand da bereits fest: Dieser Titel ist hochverdient. "Wenn es ein Spieler oben in der Weltrangliste verdient hat nach all den Jahren harter Arbeit, der Verzweiflung, der Enttäuschung - dann er! Er hat es mehr als verdient. Und das mit seiner Diabetes-Erkrankung, das geht eigentlich nicht. Das ist unglaublich. Ich bin sehr stolz auf ihn", sagte der 58-Jährige, der selbst nie in Roland-Garros gewinnen konnte.
Beckers sechs Grand-Slam-Titel verteilten sich auf Wimbledon (1985, 1986, 1989), die US Open (1989) und die Australian Open (1991, 1996). Zverev dagegen verlor vor Sonntag seine drei großen Endspiele in New York (2020), Paris (2024) und Melbourne (2025), galt schon als Unvollendeter.
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Becker analysiert den Zverev-Triumph: "Eine Achterbahn der Gefühle"

Quelle: Eurosport

Becker: "Zverev hat es allen gezeigt"

"Er hatte eine Menge Druck, hat sich bis jetzt als Loser gefühlt, wie er gesagt hat. Das hat er heute geändert", findet Becker. Für ihn habe Zverev mit dem French-Open-Sieg "ein neues Kapitel aufgeschlagen".
"Er ist jetzt Grand-Slam-Champion. Er hat es heute allen gezeigt. Größte Bewunderung von meiner Seite. Er ist jetzt in einem ganz besonderen Klub und das fühlt sich verdammt gut an", weiß Becker.
Dass es nach 1996 wieder einen deutschen Mann als Grand-Slam-Sieger gibt, sei "an der Zeit" gewesen. "Bei den Damen hatten wir Angie Kerber. Jetzt hat der Richtige gewonnen. Er ist der, der in Roland-Garros in den letzten Jahren am besten gespielt hat. Er stand gegen Alcaraz im Finale (2024, Anm. d. Red.), das er hätte gewinnen können. Dazu dieser fürchterliche Unfall gegen Nadal vor vier Jahren. Er war kurz davor, Sportinvalide zu sein. Es hat lange gedauert, bis er wieder fit war. Dass er heute gewonnen hat, gönne ich ihm von ganzem Herzen."
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Boris Becker: Zverev ist jetzt kein Loser mehr

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Becker: Zverev Aufschlag am Ende ausschlaggebend

Mit seinem Titel in Paris habe Zverev "deutsche Sportgeschichte geschrieben".
In der Siegerliste finden sich zwar mit Gottfried von Cramm (1934, 1936) und Henner Henkel (1937) zwei deutsche Namen, dies sei jedoch weit vor der Open Era (ab 1968) und damit der Ära des modernen Profi-Tennis gewesen.
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"Ich liebe diesen Sport!" Zverev und Cobolli mit Ballwechsel des Finals

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Als Schlüssel für Zverevs Sieg nannte Becker im Übrigen dessen starkes Service im Entscheidungssatz: "Seine Quote im fünften Satz lag bei 80 Prozent erste Aufschläge - das war der Grund, warum er Roland-Garros gewinnen konnte."

Highlights Finale Zverev - Cobolli

Und die Highlights in knapp dreieinhalb Minuten zusammengefasst. Eine längere Highlight-Zusammenfassung findet ihr auf unserem YouTube-Channel.
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Finale: Zverev beendet deutsche Grand-Slam-Durststrecke - Highlights

Quelle: Eurosport

Das ganze Spiel nochmal ansehen - Finale Zverev gegen Cobolli im Re-Live bei HBO Max:

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