Günter Bresnik holt zum Corona-Rundschlag aus: "Kein Politiker kann ein Problem lösen"

Der ehemalige Trainer von Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem, Günter Bresnik, hat sich in einem Interview mit der österreichischen Nachrichtenagentur "APA" sehr kritisch über das Verhalten der Politiker in der Corona-Krise geäußert: "Ich behaupte nach wie vor, dass es keinen Politiker gibt, der für irgendein Problem eine Lösung findet." Auch im Bezug auf die Wirtschaft gab er sich nachdenklich.

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Aus Sicht von Günter Bresnik würde nicht die Politik solche Krisen wie die Corona-Epidemie aktiv bekämpfen, sondern die Wissenschaft. "Richtig große Probleme werden von Wissenschaftlern mit extrem hohem theoretischen Wissen plus einem visionären, moralisch-ethisch hohem Standard gelöst. Die auch eine emotionale Intelligenz besitzen, und nicht von irgendwelchen Leuten zu deren Vorteil gesteuert werden", so der 58-Jährige.
Der Tennis-Trainer wünscht sich daher auch mehr Wertschätzung für die Arbeit von Wissenschaftlern und Ärzten. Nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch auf deren Lohnzettel.
In diesem Zusammenhang zog er den beliebten Vergleich zum Spitzensport:
Deshalb müsse man das gesamte System hinterfragen, führte er fort. Als vierfacher Familienvater sorge er sich um unsere gesellschaftliche Zukunft: "Es geht nicht ums Abzocken, sondern wie erhalte ich die Welt in einer Form, dass sie auch noch auf Generationen hinaus so lebenswert bleibt, wie es für uns ist und war."

Heftige Kritik an der Politik

Die Kommunikation der Politiker mit den Bürgern hält Bresnik ebenfalls für bedenklich: "Die Leute zu entmündigen, ist für mich ein Wahnsinn. Die Leute sitzen vor den Nachrichtensendungen, beten die (Moderatoren, Anm. d. Redaktion) götzenhaft an, ohne zu wissen, was eigentlich ist. Für mich erschreckend."
Bresnik fordert von den Behörden zudem direkte Aufklärung über die aktuelle Problematik:
Die aktuellen Hilfen für die Wirtschaft passen ihm ebenfalls überhaupt nicht: "In der Wirtschaft wollen halt alle gestützt werden – wie sehr das eine Bereinigung ist, bezweifle ich. Das Geld ist ja nicht da. Ich kann mich nicht ewig selber betrügen. Das ist wie ein Trottel, der sagt, ich brauche keinen Stausee und ein Elektrizitätswerk, weil der Strom kommt bei mir aus der Dose. So deppert sind die Leute mit dem Geld."
Die Absagen fast aller Sport-Veranstaltungen sieht er dagegen gelassen und hält er für richtig, denn dass "es keine Fußball-EM gibt, keine Olympiade und keine French Open im Mai gibt - das ist letztendlich den Leuten sehr schnell wurscht."
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