Iga Swiatek gibt nach Dopingsperre tiefen Einblick: "Habe viel geweint" - Vergleiche mit Sinner nicht angebracht
Update 09/12/2024 um 12:34 GMT+1 Uhr
Iga Swiatek hat sich öffentlich zum positiven Dopingtest im vergangenen August und ihrer darauffolgenden einmonatigen Sperre geäußert und dabei einen tiefen Einblick gewährt. "Meine Reaktion war sehr heftig. Es war eine Mischung aus Verwirrung und Panik. Ich habe viel geweint", erklärte sie in einem Interview mit "TVN24". Einen Vergleich mit dem Dopingfall rund um Jannik Sinner lehnt sie ab.
Swiatek zur Dopingsperre: "Starkes Gefühl der Ungerechtigkeit"
Quelle: Perform
Swiatek wurde außerhalb eines Turniers positiv auf die verbotene Substanz Trimetazidin (TMZ) getestet. Der 23-Jährigen konnte jedoch kein signifikantes Verschulden nachgewiesen werden.
"Mein Manager sagte, meine Reaktion sei so gewesen, als sei jemand gestorben oder als sei etwas Ernstes mit meiner Gesundheit passiert", führte die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin aus: "Ich dachte, es könnte ein Irrtum sein."
Der Name der Substanz sei ihr bis zum damaligen Zeitpunkt nicht bekannt gewesen, von ihrer Herkunft habe sie noch nie gehört. "Ich habe nicht viel nachgedacht, ich war nur von meinen Gefühlen überwältigt", so Swiatek.
Die Rückkehr zum Alltag sei für sie besonders schwer gewesen. "Schon das Betreten des Platzes war schmerzhaft", schilderte sie: "Ich wurde in eine Situation gebracht, in der die Leute plötzlich sehr negativ über mich urteilen konnten."
Swiatek will nicht mit Sinner und Halep verglichen werden
Neben Swiatek schlug in den zurückliegenden Monaten auch der Dopingfall rund um Jannik Sinner hohe Wellen in der Sportwelt, einen Vergleich mit dem italienischen Weltranglistenersten lehnt Swiatek jedoch ab.
Die Situationen der beiden seien zu unterschiedlich, genauso der Fall Simona Halep. Die Rumänin wurde im September 2023 für vier Jahre gesperrt, nachdem der verbotene Stoff Roxadustat nachgewiesen wurde. Später erwirkte sie eine Verkürzung auf neun Monate. Halep selbst reagierte auf das Urteil gegen Swiatek fassungslos.
"Ich weiß, dass die Leute solche Situationen automatisch mit anderen vergleichen müssen, die schon einmal passiert sind. Aber die Wahrheit ist, dass jeder dieser Fälle völlig anders ist", so Swiatek: "Jeder von uns hat mit einem anderen Problem zu kämpfen."
Vielmehr sei dies eine Angelegenheit, die von der International Tennis Integrity Agency (ITIA) geklärt werden müsse. Swiatek: "Mein Schicksal lag genau wie das der anderen in ihren Händen, und sie entscheiden über jeden Fall."
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