Jannik Sinner: Anwalt gibt Einblick hinter die Kulissen des Deals um die Dopingsperre: "Das alles ist sehr unfair"

Das Urteil im Dopingfall rund um Jannik Sinner hat hohe Wellen geschlagen, für drei Monate ist der italienische Superstar von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gesperrt worden. In seiner Heimat wird dieser Deal als Erfolg gefeiert - bei Sinner selbst hielt sich die Freude zurück. "Das alles ist sehr unfair", erklärte sein Anwalt Jamie Singer und gab einen Einblick hinter die Kulissen.

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Quelle: Perform

Zwischen 9. Februar und 4. Mai ist Jannik Sinner von der ATP-Tour ausgeschlossen.
Dadurch ist ihm eine Teilnahme an den Masters-Turnieren von Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid nicht möglich, beim Heimspiel in Rom (7. bis 18. Mai) und bei den French Open (25. Mai bis 8. Juni live und on-demand bei discovery+) wird die Nummer eins der Welt wieder am Start sein.
Angesichts der möglichen Sperre von zwei Jahren scheint das Urteil gegen Sinner auf den ersten Blick äußerst harmlos zu sein. Hinter den Kulissen rumort es jedoch gehörig - vor allem im Lager des dreimaligen Grand-Slam-Siegers.
"Das alles ist sehr unfair. Sinner wurde von Anfang an in einem regelkonformen Verfahren beurteilt", tat Sinner-Anwalt Jamie Singer seinen Unmut kund und unterstrich: "Es gab keine Bevorzugung. Die Umstände seines positiven Tests waren einfach sehr ungewöhnlich."

Sinner-Anwalt: "Hat sich ziemlich hart behandelt gefühlt"

Mit dem Australier Nick Kyrgios hatte Sinner seit der Veröffentlichung der beiden positiven Dopingtests, die beim 23-Jährigen das Steroid Clostebol nachgewiesen hatten, einen besonders harten Kritiker gegen sich. Der Umgang des Wimbledon-Finalisten von 2022 - aber auch von anderen Profispielern - mit Sinner stieß Singer sauer auf.
"Jannik hat sich ziemlich hart behandelt gefühlt. Aber er akzeptiert, dass jeder das Recht auf seine eigene Meinung hat", gab der Anwalt einen Einblick. "Die Tennisspieler haben nicht die Möglichkeit, alle Details des Falls zu kennen, sie äußern daher einfach ihre Meinung. Aber vielleicht hätten die Fakten eine genauere Betrachtung verdient."
Trotz der Tatsache, dass die WADA im Zuge der Einigung hinreichend erklärte, Sinner "keine Absicht" vorwerfen zu können und der Südtiroler "keinen Wettbewerbsvorteil aus den beiden positiven Tests gezogen" habe, hielten sich Kyrgios und Co. weiterhin nicht zurück. Ganz nach dem Motto: Eine Sperre ist eine Sperre - und Sinner demnach ein Sünder.
Gerade deswegen musste Sinner wohl erst vom WADA-Deal überzeugt werden. "Es hat einige Zeit gedauert, Jannik davon zu überzeugen, dass die Einigung die beste Lösung war", hob Singer hervor.

So geht es für Sinner weiter

Vor Sinner liegen nun einige wichtige Etappen. So darf der zweimalige Australian-Open-Sieger in den kommenden Monaten nicht nur an keinerlei ATP-Turnieren teilnehmen, sondern muss auch hinsichtlich seines Trainings einige Auflagen berücksichtigen.
Bis 13. April darf Sinner laut WADA-Reglement nämlich nicht mit Sparringspartnern, die selbst als Profispieler gemeldet sind, und professionellen Trainern zusammenarbeiten. Der Kontakt zu seinem Team rund um Coach Darren Cahill ist demnach untersagt.
Darüber hinaus ist es Sinner verboten, jegliche professionelle Sporteinrichtungen zu betreten - selbst als Zuschauer. Damit ist die Vorbereitung auf einem Court, auf dem Turniere ausgetragen werden oder welcher zum Besitz eines Verbandes zählt, ebenso nicht erlaubt. Öffentliche Fitnessstudios und Sportplätze dürfen von Sinner auch nicht benutzt werden.
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Jannik Sinner akzeptiert Sperre in Dopingverfahren

Quelle: Perform

Wie die "Gazzetta dello Sport" ausführte, befindet sich Sinner bereits auf der Suche nach einem passenden Umfeld. Bevorzugen soll er dabei die spanischen Gefilde, wo er aufgrund der klimatischen Bedingungen bereits im Freien auf Sand trainieren könnte - die optimale Vorbereitung für Rom und Paris.
Zudem soll auch die Côte d’Azur eine mögliche Alternative sein. Eine private Villa nahe seiner Wahlheimat in Monaco mitsamt privatem Fitnessraum und Tennisplatz würde ihn vor neugierigen Blicken bewahren.
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Quelle: SNTV


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