Novak Djokovic kehrt durch Niederlage von Daniil Medvedev auf Platz eins der Weltrangliste zurück
Novak Djokovic kehrt am kommenden Montag (21. März) an die Spitze der Weltrangliste zurück - und das, obwohl der Superstar bei den ATP Masters von Indian Wells und Miami nicht an den Start geht. Möglich macht es die Drittrunden-Niederlage des bisherigen Weltranglistenersten Daniil Medvedev in Indian Wells gegen Gaël Monfils. Damit endet die Regentschaft des US-Open-Champions nach nur drei Wochen.
Offene Worte: So reagiert Medvedev auf Verlust der Nummer eins
Quelle: SNTV
Kurioser geht es kaum.
Im Februar schaffte Daniil Medvedev den Sprung auf Platz eins im ATP-Ranking, weil Novak Djokovic im Viertelfinale von Dubai eine völlig überraschende Niederlage gegen Jiri Vesely kassierte. "Sehr verdient" sei diese Wachablösung, betonte der Serbe damals. Rund drei Wochen später patzte nun Medvedev ebenso unerwartet in der 3. Runde von Indian Wells gegen Gaël Monfils - was erneut eine Rochade an der Spitze zur Folge hat.
Das Masters-Event von Indian Wells aber haben sich beide ganz anders vorgestellt - wenngleich aus unterschiedlichen Gründen.
Der Russe wollte seinen Status als Nummer eins im ATP-Ranking mit einem Turniersieg untermauern, der Serbe hoffte bis zuletzt auf eine Teilnahme. Beides ging schief.
Monfils entzaubert Medvedev
Medvedev wurde bereits in Runde drei von Gaël Monfils entzaubert. Der Franzose drehte das Match gegen den US-Open-Champion und setzte sich überraschend mit 4:6, 6:3, 6:1 durch. Damit steht fest, dass der Favorit Platz eins im ATP Ranking wieder abgeben muss.
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Pleite gegen Monfils: Medvedev verliert Platz eins in der Weltrangliste
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Woran es lag? "Auf jeden Fall war es kein Druck", stellte Medvedev auf der Pressekonferenz nach der Begegnung klar. "Ich sage immer, wenn ich mein bestes Tennis spiele, mein gutes Tennis, ist es wirklich schwer, mich zu schlagen. Aber das ist der schwierigste Teil, es immer wieder zu reproduzieren."
Medvedev orientiert sich an Federer, Nadal und Djokovic
In dieser Hinsicht seien die Big 3 um Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer "einfach unschlagbar. Egal unter welchen Bedingungen, egal auf welchem Belag, sie gewinnen immer wieder Turniere oder gewinnen einige verrückte Matches. Ich muss versuchen, es besser zu machen", befand Medvedev.
Djokovic, der sich nach eigenen Aussagen nicht gegen das Coronavirus impfen lässt, bekam indes keine Einreisegenehmigung in die USA. "Da die COVID-Regeln fortlaufend angepasst werden, wollte ich schauen, ob sich etwas ändert", erklärte der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger, der zunächst auf dem Tableau von Indian Wells stand, letztlich aber nicht antreten konnte.
Das wird auch beim direkt im Anschluss in Miami stattfindenden Masters so sein.
Medvedevs Vorsprung auf Djokovic reicht nicht aus
Immerhin spült ihn der Patzer von Medvedev zumindest vorübergehend zurück an die Spitze. Der 26-Jährige verliert durch das frühe Aus 205 ATP-Punkte, der Vorsprung auf Djokovic beträgt aber nur 150 Zähler. Der Serbe wiederum trat letztmals 2019 in Indian Wells an und verliert aus diesem Grund in diesem Jahr trotz seines Fehlens keine Punkte.
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Wilander: Medvedev hat sich Platz eins verdient, aber ...
Quelle: Eurosport
Ab 21. März wird der Name Djokovic also wieder auf Position eins auftauchen - so wie das seit 2011 insgesamt 361 Wochen lang der Fall war. Ein Rekord, den der Ausnahmespieler aus Belgrad nun in Abwesenheit ausbauen wird.
Wie konstant sich der Routinier allerdings auf dem Thron halten kann, ist ob der eingeschränkten Turnierauswahl für Djokovic, der schwankenden Leistungen von Medvedev und Alexander Zverev sowie dem unglaublichen Lauf von Nadal nicht einschätzbar.
Henin: "Kräfteverhältnisse schwer zu beurteilen"
"Im Moment scheint es so, als ob es an der Spitze bei den Männern ein wenig an Klarheit mangelt", befand Tennis-Legende Justine Henin im Exklusiv-Interview mit Eurosport. "Die Kräfteverhältnisse sind schwer zu beurteilen. Eine sehr spannende Phase. Wer kann schon sagen, was in den nächsten Monaten passieren wird?"
Aus der Tatsache, dass sich diese Frage derzeit nicht im Ansatz beantworten lässt, entsteht nun eine ganz neue Spannung auf der ATP Tour ...
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"I want peace" - Medvedev on Russia questions ahead of Indian Wells
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