Es ist eine Ära, wie sie der Tennissport noch nie erlebt hat.
Mit Rafael Nadal, Roger Federer und Novak Djokovic sind drei Spieler parallel aktiv, die zusammen die fast unglaubliche Zahl von 60 (!) Grand-Slam-Titeln angehäuft haben.
Die Debatte unter Profis, Trainern, Experten, Fans und Medien, wem aus dem Trio die Ehre des größten Spielers aller Zeiten zusteht, ist längst lieb gewonnene Tennis-Folklore.
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Nadal hat sich in der Frage nun in einem Interview mit dem TV-Kanal "#Vamos de Movistar+" mit überraschend offenen Aussagen zu Wort gemeldet.

Nadal: "Das kannst du nicht ignorieren"

"Man muss sich nichts vormachen. Federer ist da, wo er ist und ich bin, wo ich bin. Djokovic aber spielt gut in einem guten Moment. Das ist die Realität und die kannst du nicht ignorieren."
Damit bezog sich der 13-fache French-Open-Champion auf die Tatsache, dass er selbst und Federer am Comeback arbeiten, während Djokovic dermaßen fit ist, dass er nach einer kraftraubenden Saison sogar noch den Davis Cup spielt. Nadal wiederum peilt nach einer langwierigen Fußverletzung eine Rückkehr im Dezember an und will in Abu Dhabi an einem Einladungsturnier teilnehmen.
Federers Comeback steht nach seiner bereits dritten Operation am rechten Knie seit 2020 in den Sternen. Der Schweizer räumte ein, dass es selbst mit Wimbledon im kommenden Juni knapp werden dürfte.
Bahn frei also für Djokovic?

Nadal: "Djokovic ist jetzt der Favorit"

Nicht unbedingt. Noch ist aufgrund der Impfpflicht bei den Australian Open unklar, ob der neunfache Turniersieger überhaupt nach Melbourne reist. Das zweite Grand-Slam-Event der Saison sind im Mai die French Open. Bis dahin hofft Nadal wieder in Bestform zu sein, um sich seinen 2020 an den Serben verlorenen Titel zurückzuholen.

"Ziemlich egoistisch": Nadal stellt sich gegen Impfgegner

In Wimbledon wiederum hat Djokovic nach Lage der Dinge beste Chancen, bei den US Open ist dagegen der amtierende Sieger Daniil Medvedev nach seinen überragenden Leistungen auf Hartplatz in der Pole Position.
Trotzdem spielt Nadal die Favoritenrolle bei der Jagd auf den Grand-Slam-Rekord galant Djokovic zu. "Man kann nicht wissen, was in den kommenden neun Monaten passieren wird, aber Novak ist jetzt der Favorit."
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