Tennis-Stars ohne einen Grand-Slam-Titel - Tommy Haas, Jo-Wilfried Tsonga und der kuriose "Rekord" von Marcelo Rios

Alexander Zverev stieß bereits dreimal in das Finale eines Grand-Slam-Turniers vor, musste sich aber stets geschlagen geben. Eine Misere, mit der der 27-Jährige nicht alleine ist, im Gegenteil: Die Liste langjähriger Topspieler, die ihre Karrieren ohne Grand-Slam-Krone beenden mussten, ist lang und mit weiteren deutschen Namen besetzt. Eurosport.de gibt einen Überblick über die "Unvollendeten".

Finale: Zverev beißt sich an Sinner die Zähne aus - Highlights

Quelle: Eurosport

"Ich will meine Karriere nicht als der beste Spieler aller Zeiten beenden, der nie ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat", erklärte Alexander Zverev, nachdem er bei den Australian Open 2025 im Endspiel am großen Traum gescheitert war.
Der Hamburger kann dies noch korrigieren, bereits bei den French Open im Mai zählt der Weltranglistenzweite wieder zu den Favoriten.
Andere Profis habe ihre Laufbahn indes längst beendet, mit vielen großen Erfolgen, aber ohne Grand-Slam-Titel.
Eurosport.de präsentiert zehn prominente Beispiel:
  • Tommy Haas (GER)
Der Hamburger schaffte es im Jahr 2002 bis auf Platz zwei der Weltrangliste. Tommy Haas spielte über Jahre hinweg auf höchstem Niveau - am Ende verbuchte der gebürtige Hamburger 15 Turniersiege auf der ATP Tour. Dennoch gelang dem heute 46-Jährigen nie der Sprung in ein Grand-Slam-Finale - obwohl er viermal im Halbfinale stand.
  • Álex Corretja (ESP)
Anders als Tommy Haas qualifizierte sich Álex Corretja während seiner Karriere gleich zwei Mal für Grand-Slam-Endspiele. 1998 und 2001 traf der Spanier im Finale der French Open auf Carlos Moya sowie Gustavo Kuerten - beide Partien verlor er. Corretja, heute TV-Experte bei Eurosport, schaffte es dennoch bis auf den zweiten Platz der Weltrangliste und holte 17 Titel.
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Álex Corretja (li.) und Gustavo Kuerten (re.) nach dem French-Open-Finale 2001

Fotocredit: Getty Images

  • Miloslav Mecir (SVK)
Miloslav Mecir wurde 1982 Profi und musste seine Karriere 1990 im Alter von nur 26 Jahren aufgrund von Verletzungsproblemen beenden. Der Slowake erreichte das Finale der US Open 1986 und der Australian Open 1989, verlor jedoch beide Endspiele in drei Sätzen gegen seinen Landsmann Ivan Lendl. Sein größter Erfolg war der Olympiasieg 1988 in Seoul.
  • Nikolay Davydenko (RUS)
Der Russe erreichte vier Grand-Slam-Halbfinals, einem Finale war er dabei am nächsten bei den French Open 2005, als er im Halbfinale gegen Mariano Puerta in fünf Sätzen verlor - trotz einer 2:1-Satzführung. Die drei anderen Halbfinal-Niederlagen erlitt er gegen Roger Federer, insgesamt stand er in zehn Grand-Slam-Viertelfinals. Davydenkos größter Erfolg war der Titel bei den ATP Finals 2009. Zwischen 2005 und 2009 schloss er Davydenko die Saison fünf Jahre in Folge unter den Top 6 der Weltrangliste ab.
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Nikolay Davydenko

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  • David Nalbandian (ARG)
Dabid Nalbandian unterlag Lleyton Hewitt deutlich im Wimbledon-Finale 2002, dem einzigen Grand-Slam-Endspiel seiner Karriere. Zudem erreichte er vier weitere Male das Halbfinale bei Major-Turnieren. Seinen größten Titel sicherte sich der Argentinier bei den ATP Finals 2005, als er im Finale gegen Roger Federer einen 0:2-Satzrückstand drehte. Elf ATP-Titel sowie Weltranglistenplatz drei unterstreichen eine beeindruckende Karriere, die durchaus mit einem Erfolg bei einem Grand Slam hätte belohnt werden können.
  • Tomas Berdych (CZE)
Tomas Berdych, der von 2002 bis 2019 spielte, gehörte über Jahre zur Weltspitze und forderte regelmäßig die "Big 3" um Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer heraus. Sein größter Grand-Slam-Erfolg war das Wimbledon-Finale 2010, in dem er nach Siegen über Federer und Djokovic im Endspiel Nadal unterlag. Zudem erreichte er sechs weitere Grand-Slam-Halbfinals. Der Tscheche gewann insgesamt 13 ATP-Titel. Zwischen 2010 und 2016 beendete er sieben Jahre in Folge die Saison in den Top 10.
  • Jo-Wilfried Tsonga (FRA)
Jo-Wilfried Tsonga war für seinen kraftvollen Spielstil und besonders für seinen harten Schlag mit rechts bekannt. Sein größter Erfolg war das Finale der Australian Open 2008, in dem der Franzose nach einem Halbfinal-Erfolg über Rafael Nadal dem Serben Novak Djokovic unterlag. Zudem erreichte er fünf weitere Grand-Slam-Halbfinals. Der heute 39-Jährige gewann 18 ATP-Titel, besiegte alle Spieler der "Big 3" mehrfach und erreichte mit Platz fünf seine höchste Weltranglistenposition.
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Jo-Wilfried Tsonga & Novak Djokovic

Fotocredit: Getty Images

  • Casper Ruud (NOR)
Bei den French Open 2022 erreichte Casper Ruud zum ersten Mal ein Grand-Slam-Finale, musste sich jedoch in drei Sätzen Rafael Nadal geschlagen geben. Mit dem Erreichen des Finals bei den US Open 2022 kletterte Ruud im September desselben Jahres auf den zweiten Platz der Weltrangliste. Bei den French Open 2023 schaffte es der Norweger erneut bis ins Endspiel, verlor dort jedoch gegen Novak Djokovic. Ebenso wie Alexander Zverev verzeichnet Ruud somit drei erfolglose Grand-Slam-Finals.
  • David Ferrer (ESP)
Der Spanier bestritt sein einziges Grand-Slam-Finale 2013 bei den French Open, wo er gegen seinen Landsmann Rafael Nadal mit 3:6, 2:6, 3:6 deutlich verlor. Sein größter Karriere-Titel war der Sieg beim Paris Masters 2012. Der 27-malige ATP-Gewinner beendete sieben Jahre in den Top 10 der Weltrangliste, mit Rang drei als höchster Platzierung.
  • Marcelo Rios (CHI)
Marcelo Rios, der von 1994 bis 2003 Tennisprofi war, erreichte einmal ein Grand-Slam-Finale, als er 1998 bei den Australian Open in drei Sätzen gegen Petr Korda verlor. Der Chilene war zwischenzeitlich sogar die Nummer eins der Welt und ist bis heute der einzige Spieler, dem dies gelang, ohne in seiner Laufbahn je ein Major-Turnier zu gewinnen. Rios holte insgesamt 18 ATP-Titel.
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Men’s Top 10 Shots at Australian Open featuring winner Sinner

Quelle: Eurosport


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