US Open 2021: Dominic Thiem glaubt an Grand Slam von Novak Djokovic und lobt Daniil Medvedev

Dominic Thiem hat großen Respekt vor Novak Djokovic, der mit einem Sieg bei den US Open als erster männlicher Spieler seit 1969 den Kalender-Grand-Slam gewinnen könnte. "Ich kann mir vorstellen, dass der Druck immens ist. Wir können das alle gar nicht nachvollziehen", meinte der Österreicher vor den Halbfinals in New York. Alle vier Grand-Slam-Turniere im selben Jahr zu gewinnen sei "einzigartig".

Novak Djokovic (l.) & Dominic Thiem

Fotocredit: Getty Images

Schon der Druck, einen einzigen Grand-Slam-Titel zu gewinnen, sei groß gewesen und habe "viel Einsatz erfordert", erklärte Thiem, der 2020 bei den US Open seinen bislang einzigen Major-Titel holen konnte.
Dennoch sah der 28-Jährige Djokovic, der Alexander Zverev im Halbfinale in die Schranken wies, in der Favoritenrolle. "Er hat dieses Ziel vor Augen und wird alles tun, um es zu erreichen", meinte Thiem.
"Ich wäre gerne an seiner Stelle, um das zu erleben. Aber noch lieber würde ich ihn selbst davon abhalten", sagte der Österreicher, der wegen einer Handgelenksverletzung für den Rest der Saison ausfällt.
Zuletzt gelang bei den Herren Rod Laver 1969 der Kalender-Grand-Slam. Keiner der heutigen Profis wurden somit bislang Zeuge dieser außergewöhnlichen Leistung. Auch Roger Federer und Rafael Nadal schafften "nur" den Karriere-Grand-Slam.

Lob für Daniil Medvedev: "Er lässt nie nach"

Thiem, der das Finale zwischen Djokovic und Medvedev am Sonntag als Co-Kommentator bei Eurosport begleiten wird, würde sich deshalb über einen Sieg des Serben freuen: "Wahrscheinlich werden wir sehen, wie Geschichte geschrieben wird, und das vermutlich zum einzigen Mal in unserem Leben. Es ist eine Jahrhundertchance und wir sollten dafür dankbar sein."
Doch auch Daniil Medvedev, der am Sonntag (ab 22:00 Uhr live bei Eurosport auf Joyn und im Liveticker) Djokovics Rivale sein wird, erhielt großes Lob vom US-Open-Sieger 2020.
"Er lässt nie nach, egal wie lange ein Match geht. Es ist sehr schwierig, gegen ihn ein Break zu holen, denn er hat einen tollen ersten und zweiten Aufschlag", erklärte Thiem: "Er bringt von der Grundlinie eine Menge Bälle ins Feld. Das ist sein Spezialgebiet und diese Kombination macht es wirklich schwer."
Zudem sei der Russe, der im Halbfinale Félix Auger-Aliassime klar in drei Sätzen bezwang, besonders auf einem Belag schwer zu schlagen. "Er bewegt sich außergewöhnlich gut, vor allem auf Hartplatz", erläuterte der Österreicher abschließend.
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Halbfinale: Djokovic gewinnt Fünf-Satz-Thriller gegen Zverev

Quelle: Eurosport

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