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US Open 2024: Alexander Zverev peilt in New York ersten Grand-Slam-Titel an - was alles für den Deutschen spricht
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Update 03/09/2024 um 17:50 GMT+2 Uhr
Die US Open 2024 in New York sind das 35. Grand-Slam-Turnier, das Alexander Zverev bestreitet. Der große Traum vom Titel platzte bislang noch jedes Mal, auch wenn der Hamburger bei zwei Finalteilnahmen (US Open 2020, French Open 2024) schon dicht dran war. In Flushing Meadows scheint nun alles für Zverev zu laufen - und das in fast beängstigender Form. Schlägt der 27-Jährige jetzt (endlich) zu?
Alexander Zverev bei den US Open 2024
Fotocredit: Imago
"Ich schaue nur von Runde zu Runde" ist ein beliebter Satz bei Tennis-Profis, wenn sie auf mögliche Gegner und Konstellationen im weiteren Turnierverlauf angesprochen werden.
Diese Herangehensweise ist natürlich vernünftig und gilt auch für Alexander Zverev, der prompt wissen ließ, dass die nächste Partie "das Einzige ist, was mich interessiert".
Dennoch ist dem Weltranglistenvierten natürlich nicht verborgen geblieben, wie sich die Dinge bei den US Open entwickelt haben. Titelverteidiger Novak Djokovic? Raus in Runde drei. Der viermalige Grand-Slam-Turniersieger Carlos Alcaraz? Musste Koffer packen nach der 2. Runde.
Die Wettanbieter, so ist zu lesen, sehen Zverev inzwischen als Nummer zwei im Favoriten-Ranking - hinter dem Weltranglistenersten Jannik Sinner.
Statistik und Gesundheit machen Zverev Mut
Tatsächlich stehen die Aktien für den ersten Grand-Slam-Erfolg des Hamburgers scheinbar besser denn je zuvor. Im Viertelfinale (Dienstag, 3. September, nicht vor 19:00 Uhr im Liveticker) wartet Taylor Fritz, gegen den Zverev eine 5:4-Bilanz hat. Danach käme es zum Duell mit Grigor Dimitrov oder Frances Tiafoe, gegen die er im direkten Vergleich bei 7:2 beziehungsweise 7:1 steht. Die Bilanz gegen Turnierfavorit Sinner ist ebenfalls positiv (4:2).
Nun sind diese Zahlen selbstverständlich mit Vorsicht zu genießen, Zverev hat aber noch einen ganz anderen Faktor ausgemacht, der ihm in der entscheidenden Phase der US Open helfen soll. "Jetzt bin ich gesund, das ist der große Unterschied", erklärte der 27-Jährige im Hinblick auf das Viertelfinale gegen Fritz, dem er vor knapp zwei Monaten im Achtelfinale von Wimbledon unterlag.
"Ich erwarte, dass es nochmal ein sehr, sehr toughes Match wird, ein schönes Battle - hoffentlich mit einem anderen Resultat."
Becker lobt Zverev: "In dieser Konstanz lange nicht gesehen"
Zverev hat in der Tat allen Grund, optimistisch zu sein, es läuft hervorragend in Flushing Meadows. Auch die sengende Hitze, die zu Beginn des Wettbewerbs herrschte, steckte er locker weg. Er habe zwar "noch nie im Leben so geschwitzt", gestand Zverev, "aber lustigerweise habe ich mich sehr, sehr gut gefühlt auf dem Platz. Ich hatte keine physischen Probleme."
Die Physis gilt ohnehin als eine der größten Stärken des Olympiasiegers von 2021 - und auch spielerisch ist Zverev voll da. Nachdem verlorenen ersten Satz gegen Brandon Nakashima im Achtelfinale wurde das deutlich.
"Was Sascha hier im dritten und vierten Satz zelebriert hat, habe ich in dieser Konstanz lange nicht mehr gesehen", schwärmte Tennis-Legende Boris Becker in seiner Rolle als Experte für "sportdeutschland.tv". Das sei "Tennis auf höchstem Niveau" gewesen.
Ein wichtiger Faktor dabei: Zverev kann sich auf seine vielleicht wichtigste Waffe im Match verlassen: den Aufschlag. Gegen Nakashima servierte er 14 Asse, nach dem ersten Satz gestand er seinem Kontrahenten keinen Breakball mehr zu. Er sei schon "glücklich mit dem Level", das er aktuell spiele, bestätigte Zverev und ließ keinen Zweifel an seinen großen Ambitionen. "Ich bin immer noch sehr motiviert, will immer noch meine Träume verwirklichen."
Zverev überholt Djokovic und Alcaraz
Neben dem Grand-Slam-Titel gehört dazu auch die Nummer eins in der Weltrangliste - und siehe da: Blickt man auf das Live-Ranking der ATP, das während der Turniere fortlaufend aktualisiert wird, stellt man fest: Zverev ist an Alcaraz und Djokovic vorbeigezogen und somit erster Verfolger von Branchenprimus Sinner.
Es läuft dieser Tage ziemlich viel in Zverevs Sinne, denn auch für die ATP Finals am Saisonende in Turin ist der Deutsche nach dem Viertelfinaleinzug qualifiziert. Zieht man alle Umstände in Betracht, wird klar, dass die Chance auf den ersten Major-Titel in Flushing Meadows ziemlich groß ist - jetzt muss Zverev sie "nur" noch nutzen.
Vorerst aber ist der Fokus klar: "Ich habe als nächstes Taylor Fritz. Das ist das Einzige, was mich interessiert."
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