US Open: Jannik Sinner und Carlos Alcaraz lassen vom nächsten Final-Duell träumen - Mats Wilander sieht Italiener vorn

Die US Open stehen vor der Tür - da darf die Frage nach dem Favoriten nicht fehlen. Nach dem ungewöhnlichen TItelgewinn beim Masters in Cincinnati und einem bislang bockstarken Jahr reist Carlos Alcaraz mit großem Selbstvertrauen nach New York. Trotz des Höhenflugs und einer überraschenden Bilanz auf Hartplatz gegen Jannik Sinner sieht Eurosport-Experte Mats Wilander den Italiener jedoch vorne.

Abbruch statt Spektakel - Sinner gibt Finale gegen Alcaraz auf

Quelle: SNTV

Ein Blick auf die jüngsten fünf Duelle zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz bringt die Extraklasse auf den Punkt: Finale, Finale, Finale, Finale, Finale.
Allein in diesem Jahr standen sich die beiden Himmelsstürmer viermal in einem Endspiel gegenüber, unter anderem bei den French Open und in Wimbledon.
Auf dem Sand von Roland-Garros triumphierte Alcaraz (4:6, 6:7, 6:4, 7:6, 7:6), auf dem heiligen Rasen indes Sinner (4:6, 6:4, 6:4, 6:4). Gezeigt wurde dabei jeweils Tennis von einem anderen Stern.
Es ist selbsterklärend, dass das Duo auch von der Spitze der Weltrangliste grüßt, mit Sinner an Nummer eins (11.480 Punkte), dahinter Alcaraz (9.590). So ist auch bei den US Open (24. August bis 7. September) ein Aufeinandertreffen zwischen Koryphäen des Tennis-Courts frühestens im Finale möglich - es wäre das sechste in Folge zwischen den beiden.
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Jannik Sinner und Carlos Alcaraz sind auch bei den US Open die Titelfavoriten

Fotocredit: Getty Images

Auf dem Belag in Flushing Meadows geht Sinner als Titelverteidiger ins Rennen - doch behält der Südtiroler seine Krone?

Wilander: Cincinnati und seine Wirkung

Das letzte Duell liegt gar nicht so weit zurück. Am vergangenen Montag kreuzten Sinner und Alcaraz im Masters-Finale von Cincinnati die Säbel, ein Schlagabtausch sollte sich aber nicht entwickeln.
Nach nur 23 Minuten musste ein sichtlich geschwächter Italiener beim Stand von 0:5 aufgeben, sein spanischer Rivale nahm die Trophäe mit Zurückhaltung entgegen. Trotz der enttäuschenden Bilder zeigt sich Eurosport-Experte Mats Wilander davon überzeugt, dass Alcaraz viel aus dem "Nicht-Finale" von Ohio mitnehmen kann.
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Alcaraz leidet mit Sinner: "Wünsche ihm eine schnelle Genesung"

Quelle: Perform

"Carlos hatte einen großartigen Start ins Finale", blickte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger zurück, immerhin gelangen dem 22-Jährigen zwei Breaks in Folge. "Und zu diesem Zeitpunkt wusste er ja nicht, wie schlecht Jannik Sinner sich wirklich fühlt. Für ihn war es so, als würde er Sinner in den ersten Spielen des Finales schlagen."
Es folgte zwar die Aufgabe seitens Sinner, "aber ich denke, für Alcaraz ist es trotzdem ein enormer Schub fürs Selbstvertrauen. Er stand im Finale, er war vorne gegen Sinner, solange dieser im Match war", so Wilander. "Er reist mit großem Selbstvertrauen ins Billie Jean King Tennis Center."

US Open: Sinner auf Hartplatz überlegen?

Ob Selbstvertrauen oder nicht - die Titelmission in New York könnte selbst für einen Carlos Alcaraz scheinbar kaum größer sein.
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Jannik Sinner mit der Trophäe der Australian Open 2025

Fotocredit: Getty Images

17 seiner 20 Titel gewann Sinner nämlich auf Hartplatz, seine Meisterstücke bei den Australian Open (2024, 2025) und US Open (2024) sprechen für sich. Und doch hat die italienische Dominanz einen Makel.
Seit Cincinnati ist Alcaraz seinem zwei Jahre älteren Kontrahenten nämlich nicht nur in der Gesamtbilanz wieder ein paar Schritte voraus (9:5), sondern legte ausgerechnet auf Hartplatz nochmal zu.
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Wilander: So stehen Sinners Chancen auf die Titelverteidigung

Quelle: Eurosport

Auf jenem Belag entschied der fünfmalige Grand-Slam-Sieger sechs der bislang acht ausgetragenen Partien für sich.

Wilander: "Aber es gibt eben eine kleine Chance"

Um seine Stärken gegen seinen Erzrivalen ausspielen zu können, muss Alcaraz aber zunächst das Finale erreichen. Und darin sieht Wilander den Knackpunkt.
"Wenn ich einen Favoriten nennen müsste, würde ich ehrlich gesagt immer noch Jannik wählen", so der US-Open-Sieger von 1988. "Denn ich glaube, dass bei ihm die Wahrscheinlichkeit geringer ist, früh im Turnier auszuscheiden, als bei Carlos."
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Wilander: "Alcaraz schon jetzt einer der Größten der Geschichte"

Quelle: Eurosport

Im vergangenen Jahr strich Alcaraz in New York bereits in Runde zwei die Segel, bei den diesjährigen Australian Open verabschiedete er sich schon im Viertelfinale - an Novak Djokovic darf man sich aber die Zähne ausbeißen.
Zur Wahrheit zählt jedoch auch, dass der US-Open-Sieger von 2022 seit Mitte April bei jedem Turnier, bei dem er angetreten ist, im Endspiel stand. "Er verliert also kaum gegen schlechter platzierte Spieler", merkte Wilander an, aber: "Aber es gibt eben eine kleine Chance, dass es passiert."
Sinner sieht der 60-Jährige hingegen im Normalfall im Endspiel. "Wenn er fit ist und bei 90, 95 % seiner Leistungsfähigkeit, erreicht er das Finale", unterstrich Wilander. "Bei Carlos Alcaraz ist das ein wenig unvorhersehbarer. Aber gleichzeitig gewinnt er fast immer diese engen Matches, in die er verwickelt ist - es sei denn, es geht gegen Sinner."
Letzteres ist ein Szenario, das dem Titel-Showdown vorbehalten ist. Und da - so lernte die Tennis-Welt bei den French Open und in Wimbledon - herrschen andere Gesetze.
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Wilander exklusiv: "Zverev noch immer Geheimfavorit"

Quelle: Eurosport

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