US Open 2026: Nutzt Alexander Zverev seine Chance? John McEnroe und Mats Wilander sehen deutsche Nummer eins als Favorit
Update 28/08/2026 um 23:55 GMT+2 Uhr
Zum ersten Mal in seiner Karriere ist Alexander Zverev bei einem Grand-Slam-Turnier an Nummer eins gesetzt - doch ist der Hamburger auch der Favorit auf den Titel? Einem schwachen Sommer zum Trotz sehen ihn die Eurosport-Experten John McEnroe und Mats Wilander bei den US Open 2026 in der Pole Position. Das Potenzial für eine Überraschung in Flushing Meadows ist jedoch nicht zu unterschätzen.
Zverev will mehr Grand-Slam-Siege: "Wenn man eins gewonnen hat ..."
Quelle: SNTV
Auf dem Papier kann Alexander Zverev mit breiter Brust in die US Open (30. August bis 13. September) gehen.
Der Olympiasieger von Tokio ist in Flushing Meadows an Nummer eins gesetzt - als erster deutscher Tennisprofi bei einem Grand-Slam-Turnier seit Boris Becker im Jahre 1991.
Die vergangenen Wochen waren jedoch nicht allzu vielversprechend. Beim Masters-Doppelpack in Montréal (Runde der letzten 64) und Cincinnati (Achtelfinale) musste der 29-Jährige jeweils überraschend früh die Segel streichen. Nicht unbedingt ein Mutmacher vor dem letzten Major des Jahres.
Geht es nach Eurosport-Experte John McEnroe, tun jene Dämpfer der Favoritenrolle von Zverev keinen Abbruch.
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Alexander Zverev träumt bei den US Open 2026 von seinem zweiten Grand-Slam-Titel
Fotocredit: Getty Images
"Es gibt vielversprechende Argumente dafür, dass er der Favorit auf den Titel ist", erklärte der viermalige US-Open-Champion. "Auch wenn es für ihn in diesem Sommer nicht besonders gut gelaufen ist, glaube ich, dass er selbstbewusster ist als je zuvor."
Die Konkurrenz wankt: "Zverev steht an erster Stelle"
Damit bezieht sich der 67-Jährige auf den Triumph von Zverev bei den French Open im Juni. Der erste Grand-Slam-Titel seiner Laufbahn ließ beim Hamburger einen Knoten platzen: In Wimbledon zog er nicht nur erstmals ins Viertelfinale ein, sondern schaffte sogar den Sprung ins Endspiel, in welchem er Titelverteidiger Jannik Sinner in vier Sätzen unterlag.
"In Wimbledon hat er großartig gespielt und wirkte fast auf seinem höchsten Niveau", hob McEnroe hervor und verwies mit Blick auf die US Open auf ein möglicherweise entscheidendes Detail. "Außerdem muss er nicht gegen Sinner spielen."
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Nutzt Alexander Zverev in New York seine Chance?
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Der Weltranglistenerste und Vorjahresfinalist fehlt aufgrund von Problemen mit seinem rechten Knie, aber auch die restliche Konkurrenz befindet sich nicht auf der Höhe.
"Wir wissen nicht, in welcher Verfassung Carlos Alcaraz anreisen wird", fügte Eurosport-Experte Mats Wilander hinsichtlich des Comebacks des spanischen Superstars an. "Zverev steht an erster Stelle, knapp dahinter lauert bereits Novak Djokovic", so der US-Open-Sieger von 1988.
Zverev startet in New York gegen Sonego
Doch nicht nur die mentale Stärke macht Zverev so gefährlich. Bei den vergangenen drei Majors stand die Nummer zwei der Welt jeweils mindestens im Halbfinale. "Im Best of Five ist er einfach schwerer zu schlagen, weil er körperlich extrem fit ist", merkte McEnroe an.
In der 1. Runde bekommt es Deutschlands Topspieler mit Lorenzo Sonego zu tun. Zverev ist klarer Favorit, gewann die bisherigen sechs Duelle mit dem Italiener allesamt.
McEnroe: "Glaube, dass Ungewöhnliches passieren wird"
Ohne Sinner, mit einem angeschlagenen Alcaraz sowie einem schwer einschätzbaren Djokovic öffnet sich aber nicht nur für Zverev eine Tür.
"Ich glaube tatsächlich, dass etwas Ungewöhnliches passieren wird", zeigte sich McEnroe überzeugt. "Ich bin mir nicht sicher, was genau, aber es gibt eine Handvoll Spieler, die uns auf ähnliche Weise überraschen könnten wie Flavio Cobolli bei den French Open."
Der italienische Shootingstar hatte in Roland-Garros sensationell das Endspiel erreicht und dort Zverev über fünf Sätze gefordert. "Das ist möglich, weil rund um Carlos und Novak eine gewisse Unsicherheit herrscht. Für ungefähr zehn Spieler steht die Tür offen."
Partycrasher made in USA? Die Chancen stehen gut
Für die Rolle des Partycrashers bieten sich in New York reihenweise Spieler an - allen voran die Lokalmatadoren. "Die Amerikaner haben fünf Spieler unter den möglichen Titelanwärtern", wies McEnroe auf die Ambitionen von Ben Shelton (9.), Taylor Fritz (10.), Frances Tiafoe (12.), Learner Tien (15.) und Brandon Nakashima (17.) hin.
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Ben Shelton zählt bei den US Open für John McEnroe zu den Favoriten
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Weit hergeholt ist der Tipp nicht: Shelton (Halbfinale 2023), Tiafoe (Halbfinale 2022, 2024) und Fritz (Finale 2024) fuhren ihre besten Ergebnisse bei Grand-Slam-Turnieren jeweils in Flushing Meadows ein.
Bevor es jedoch in die heiße Phase des Turniers geht, müssen Zverev und Co. diese erst erreichen - und zumindest dahingehend gibt es einen statistischen Mutmacher. Vor sechs Jahren hatte Zverev in Cincinnati ebenso ein frühes Aus zu verdauen, ehe er wenige Wochen später in seinem bislang einzigen US-Open-Finale stand.
Der durchwachsene Hartplatz-Sommer könnte also doch noch ein gutes Omen sein.
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Quelle: Perform
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