Wimbledon-Wahnsinn perfekt! Jule Niemeier macht deutsches Viertelfinale gegen Tatjana Maria klar

Jule Niemeier ist Tatjana Maria ins Viertelfinale des Rasenklassikers von Wimbledon gefolgt. Die Dortmunderin bezwang auf dem Centre Court die britische Lokalmatadorin Heather Watson nach einer Stunde und 17 Minuten 6:2, 6:4 Damit kommt es in der Runde der letzten Acht zum deutschen Duell zwischen Niemeier und Maria, die fast parallel auf dem No. 1 Court Jelena Ostapenko 5:7, 7:5, 7:5 bezwang.

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"Ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich hier eine britische Spielerin aus dem Turnier genommen habe", gab sich Jule Niemeier im On-Court-Interview zurückhaltend - was die Zuschauer mit großem Applaus honorierten.
Sie sei vor der Partie auf dem großen Centre Court "schon nervös" gewesen. "Aber als ich dann meinen Fuß auf den Platz gesetzt habe, war ich da. Ich habe mich auf mein Spiel konzentriert, Punkt für Punkt. Das ist ganz gut gelaufen", so die 22-Jährige.
"Da geht ein neuer Stern auf", lobte Ex-Profi Patrik Kühnen bei "Sky".
Tatsächlich war es beeindruckend, wie abgeklärt Niemeier zu Werke ging und Tatjana Maria ins Viertelfinale folgte. Die Dortmunderin bewies erneut, dass sie bereit ist für die ganz große Bühne.

Niemeier siegt unter den Augen von Federer

An diesem denkwürdigen Tag war anlässlich der 100-Jahr-Feier für den altehrwürdigen Centre Court sogar Rekordchampion Roger Federer gekommen.
Und in dessen Gefolge zwei Dutzend Turniersieger und Turniersiegerinnen wie Kerber, Björn Borg, Rod Laver oder Billie Jean King.
Als Gäste begrüßte der All England Club an diesem "middle sunday", der bei der 135. Auflage der Championships erstmals ein offizieller Spieltag war, auch Geflüchtete aus der Ukraine, Afghanistan und Syrien sowie Helferinnen und Helfer aus dem Gesundheitssystem, die COVID-Helden der Insel.

Deutliche Steigerung von Niemeier

Sie alle sahen eine furchtlose Newcomerin. Niemeier präsentierte sich angriffslustig, aufschlagstark, cool.
So wie in den ersten beiden Runde und spielerisch deutlich verbessert im Vergleich zum Zittersieg über Lesia Tsurenko am Freitag.
Die historische Bühne, die Stars und Superstars und auch die Tausenden Heimfans der Britin Watson: All das schien Niemeier nur zu motivieren.

Niemeier brilliert beim zweiten Grand-Slam-Start

Für die Weltranglisten-97. ist es nach den French Open im Mai erst das zweite Grand-Slam-Turnier der Karriere.
Im Mai hatte Niemeier erstmals den Sprung unter die Top 100 der Weltrangliste geschafft.
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"Was für eine Geschichte!" Schett erklärt das Phänomen Maria

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Für den Einzug ins Viertelfinale bekommt sie 310.000 Pfund, jedoch keine Punkte fürs Ranking, die nach dem Streit um den Ausschluss der russischen und belarussischen Spielerinnen und Spieler in diesem Jahr nicht vergeben werden.

Maria und Niemeier - eine spielt um den Finaleinzug

Am Dienstag treffen Niemeier und Maria nun aufeinander - die Debütantin aus Dortmund frodert die zweifache Mutter aus Bad Saulgau.
Somit steht fest: Nach Angelique Kerber im vergangenen Jahr spielt erneut eine Deutsche um den Einzug ins Wimbledonfinale.
Eine, mit der vor dem Turnier niemand gerechnet hatte.
(SID)
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Schett schwärmt von Maria: "Eine Inspiration für alle"

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