Wimbledon - Àlex Corretja sieht Novak Djokovic als Top-Favorit: "Alles hängt vom Druck ab"

Seit drei Auflagen ist Novak Djokovic beim Rasenklassiker in Wimbledon ungeschlagen. Für Eurosport-Experte Àlex Corretja ist der Serbe auch in diesem Jahr wieder der Top-Favorit. "Ich denke, es wird sehr schwer sein, ihn zu schlagen", sagte der Spanier vor dem Turnier, das am 27. Juni beginnt. Aus seiner Sicht könnte womöglich der Druck, der auf Djokovic lastet, zu dessen größtem Gegner werden.

Álex Corretja habla sobre las opciones de Djokovic en Wimbledon

Fotocredit: Eurosport

"Ich glaube nicht, dass es viele Spieler im Teilnehmerfeld gibt, die wirklich das Gefühl haben, dass sie Novak im Best-of-Five-Modus auf Rasen schlagen können", sagte Àlex Corretja bei Eurosport. Daher wird aus seiner Sicht viel an Novak Djokovic selbst hängen. "Ich denke also, es wird viel davon abhängen, wie er sich fühlt und ob er unter Druck steht oder nicht", so der Spanier weiter.
Djokovic feierte im vergangenen Jahr in Wimbledon nicht nur seinen sechsten Titel an der Church Road, sondern war mit dem dritten Grand-Slam-Sieg nach den Australian Open und den French Open auch auf dem besten Weg zum Grand Slam. Doch bei den US Open unterlag er im Finale Daniil Medvedev.
Zugleich verpasste er die Chance, als erster Spieler 21 Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Und auf diesen 21. Triumph wartet er noch immer. Bei den Australian Open im Januar durfte er nach einem tagelangen Rechtsstreit mit den australischen Behörden aufgrund seines ungeklärten Corona-Impfstatus nicht antreten, bei den French Open scheiterte er vor wenigen Wochen im Viertelfinale an Rafael Nadal.
Wenige Tage später holte der Spanier mit seinem 14. Triumph in Roland Garros seinen 22. Grand-Slam-Titel und zog in der ewigen Bestenliste weiter davon.
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Viertelfinale: Nadal zermürbt Djokovic im Duell der Legenden - Highlights

Quelle: Eurosport

Corretja nimmt Djokovic in Schutz: "Nadal hat ein unglaubliches Match gespielt"

Corretja glaubt allerdings nicht, dass diese Viertelfinal-Niederlage gegen Nadal bei Djokovic große Spuren hinterlassen hat. "Ja, er hat Roland Garros nicht gewonnen. Er hat versucht, bereit zu sein, aber Rafael Nadal hat ein unglaubliches Match gespielt", nahm er den 20-maligen Grand-Slam-Sieger in Schutz.
Diese Erkenntnis sollte Djokovic aus Corretjas Sicht die Ruhe geben, das Turnier mit dem Wissen, alles gegeben zu haben, abzuhaken und sich auf etwas anderes zu konzentrieren.
Insbesondere weil nun auf seinem geliebten Rasen-Belag gespielt wird. "Jetzt ist Rasensaison. Da wird er immer dabei sein", erklärte Corretja.
"Zu Beginn des Turniers weiß man, dass er wahrscheinlich der Mann ist, den es zu schlagen gilt, weil er dort immer sehr gut gespielt hat. Er hat dort immer gewonnen. Er ist der Titelverteidiger, und ich denke, es wird sehr schwer sein, ihn zu schlagen", ist für den 48-Jährigen die Ausgangslage vor dem dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres klar.

Corretja: "Nadal muss sich erstmal erholen"

Auch in seinem aktuellen Spiel bringt er laut Corretja alles mit, um in Wimbledon erneut zu triumphieren. "Er serviert großartig, er returniert perfekt, er bewegt sich gut, er spielt tief", lobte der Davis-Cup-Sieger von 2000 den Serben.
Doch was ist mit Corretjas Landsmann Nadal? Könnte dieser nicht wie in Paris Djokovic auch in Wimbledon gefährlich werden? "Ich habe das Gefühl, dass Nadal jetzt dadurch, dass er mit den Grand-Slam-Titel davongezogen ist, sich erst einmal erholen und einfach seine Gefühle wiederfinden muss", erklärte Corretja. Nadal hatte die French Open trotz großer Fußprobleme gewonnen, im Finale gegen Casper Ruud spielte er eigenen Angaben zufolge sogar mit einem betäubten Fuß.
Anschließend unterzog sich der 36-Jährige einer Behandlung, von der er sich zunächst erholen musste. Inzwischen scheint der Roland-Garros-Rekordchampion aber für Wimbledon bereit zu sein. Ob dies jedoch reicht, um Djokovic erneut die Chance auf den 21. Grand-Slam-Titel zu nehmen, bleibt aber abzuwarten.
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Quelle: Perform

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