Wimbledon-Start für Novak Djokovic "nicht wahrscheinlich" - Sportarzt spricht über den Genesungsprozess des Serben
VonLukas Fegers
Publiziert 11/06/2024 um 14:33 GMT+2 Uhr
Knapp eine Woche, nachdem sich Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic einer Knie-Operation unterziehen musste, hat sich der verantwortliche Sportarzt Antoine Gerometta zu Wort gemeldet und über den Rehabilitations- und Genesungsprozess des Serben gesprochen. Dass Djokovic bei den am 1. Juli beginnenden Wimbledon Championships starten könne, sei "nicht wahrscheinlich", sagte er der "L'Équipe".
Djokovic’s Top Shots from the 2024 French Open
Quelle: Eurosport
Noch vor wenigen Tagen unter dem Messer, ist Novak Djokovics Blick längst nach vorne gerichtet.
Nur sechs Tage nach seiner Meniskus-OP im rechten Knie wird der 37-Jährige am Dienstag seine Reha beginnen. Denn der serbische Superstar will "so schnell wie möglich auf den Platz zurückkehren", wie er schon unmittelbar nach dem Eingriff angekündigt hatte.
Kein Wunder, stehen mit Wimbledon und den Olympischen Spielen doch zwei absolute Highlights vor der Tür. Wie realistisch aber ist es, dass sich der geschundene Körper des Routiniers innerhalb kürzester Zeit erholt?
Zumindest etwas Licht ins Dunkle brachte Fachchirurg Antoine Gerometta. Dieser hatte den "Djoker" in der vergangenen Woche in der Pariser "Clinique du Sport" operiert.
Wann ist Djokovic wieder bei 100 Prozent?
Angesprochen auf dessen Genesungsprozess, sagte der Sport-Orthopäde im Interview mit der französischen Sportzeitung "L'Équipe", dass es "von einem auf den anderen Tag" Veränderungen geben werde.
Die Belastung werde schrittweise erhöht. So soll überprüft werden, ob Djokovic schmerzfrei bleibe oder ob Schwellungen im Knie auftreten. Es sei jedoch "unmöglich vorauszusagen", wie der Heilungsprozess in einer oder zwei Wochen aussehe.
Denn wie schnell der 24-malige Grand-Slam-Champion wieder vollständig fit sei, betonte Gerometta, "müssen wir abwarten und sehen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass er in drei Wochen wieder 100 Prozent erreicht hat".
Enger Kontakt zwischen Ärzten und Team
Der Sportarzt kündigte an, "in engem Kontakt" mit Djokovic und dessen Betreuerstab zu bleiben. Er habe den Weltranglistendritten als "sehr intelligent und ruhig" empfunden, die Gespräche seien bislang "reibungslos" verlaufen.
Dass sich Djokovic nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe bei den French Open einer Operation unterziehen musste, sei unabdingbar gewesen. "Es bestand eine gewisse Dringlichkeit", erklärte Gerometta.
"99 Prozent der Menschen wären mit einem blockierten Knie in die Notaufnahme gekommen. Es handelt sich um eine mechanische Blockade, und die Realität ist, dass eine Operation die einzige Möglichkeit ist, sie zu beheben", sagte der französische Chirurg.
Laut der "L'Équipe" sei der Eingriff, eine sogenannte Meniskektomie, minimal gewesen. Nur 15 Minuten habe die Operation gedauert.
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