Wimbledon 2026: Jan-Lennard Struff setzt dickes Ausrufezeichen und steht nach Sieg gegen Daniil Medvedev im Achtelfinale
Jan-Lennard Struff hat für eine Überraschung in Wimbledon gesorgt und erstmals das Achtelfinale beim Rasenklassiker im All England Lawn Tennis and Croquet Club erreicht. Der Warsteiner gewann 7:6 (7:4), 7:6 (7:5), 7:5 gegen den früheren Weltranglistenersten Daniil Medvedev. Bemerkenswert: Struff lag in allen drei Sätzen zurück, teils per Doppel-Break - und schaffte jedes Mal das Comeback.
Zverev, Swiatek und Dimitrov in Wimbledon weiter auf Kurs
Quelle: SNTV
"Zum ersten Mal im Achtelfinale von Wimbledon, ich bin sehr glücklich und stolz", sagte Struff nach seinem famosen Sieg auf No. 3 Court: "Es ist unglaublich. Tennis ist manchmal ein harter Sport. Die wichtigste Sache ist, dass man nicht aufgibt."
Im zehnten Duell auf Tour-Level feierte Struff seinen erst zweiten Sieg gegen den US-Open-Sieger von 2021.
Zuletzt hatte er sich vor fünf Jahren beim Heimspiel in Halle/Westfalen gegen den Vorjahres-Viertelfinalisten durchgesetzt.
Nach dem Coup trifft der 36-Jährige nun im Achtelfinale auf Hubert Hurkacz aus Polen. "Da kann kommen wer will", sagte der frühere Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen bei "Prime". Struff habe "so ein Selbstvertrauen jetzt".
Struff dreht mit 36 Jahren voll auf
Als 20. deutscher Tennisspieler in der Open Era erreichte Struff das Achtelfinale im Männer-Einzel von Wimbledon, in der Weltrangliste nähert er sich Schritt für Schritt den Top 60.
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Jan-Lennard Struff in Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
Viele Anzeichen für einen solch märchenhaften Lauf beim Rasenklassiker hatte es im Vorfeld nicht gegeben. Schließlich hatte Struff mit dem Einzug in die dritte Runde erstmals seit Oktober bei einem Turnier zwei Matches im Hauptfeld gewonnen. Im Alter von 36 zeigt er nun aber sein bestes Tennis.
Nur einen Tag nach Ende des 4:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 7:6 (10:7)-Nervenkrimis gegen den US-Amerikaner Brandon Nakashima - bei dem Struff sagenhafte 45 Asse serviert hatte - ging es schon wieder weiter.
Struff im Tiebreak gegen Medvedev abgebrüht
"Es wird ein absolut schwieriges Match. Da muss ich Gas geben", hatte Struff im Vorfeld betont, doch der Start verlief mit einem frühen Break für Medwedew holprig.
Struff fand im warmen London aber schnell auf Betriebstemperatur, holte sich selbst ein Break - und ballte unter lautem Jubel die Faust. Und so ging es direkt wieder in einen Tiebreak, in dem sich Struff cool den Satz holte.
2:5-Rückstand, na und! Struff nicht zu stoppen
Im zweiten Durchgang drehte Medvedev auf, Struff lag schon 2:5 zurück. Doch wie schon so oft in diesen Tagen kämpfte er sich aus einer schier aussichtslosen Situation zurück, natürlich fiel die Entscheidung im Tiebreak - wieder mit dem besseren Ende für den Deutschen. Das Bild wiederholte sich auch in Satz drei.
Am Samstag will auch French-Open-Sieger Alexander Zverev in die Runde der letzten 16 einziehen und sein bisher bestes Resultat an der Church Road egalisieren. Der Hamburger spielt gegen Marcos Giron aus den USA.
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(SID)
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Wimbledon-Champion Sinner: Das sind die zwei schärfsten Rivalen
Quelle: Perform
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