Kreditkartenaffäre von Julia Simon auch "störend" für französische Biathleten - Émilien Jacquelin bleibt positiv

Die Kreditkartenaffäre um Biathlon-Star Julia Simon beeinträchtigt selbst das französische Männer-Team. Das sagte Nationaltrainer Simon Fourcade im Gespräch mit dem Hörfunksender "RMC". Ihm zufolge sei die Posse "etwas, das für die gesamte Gruppe störend ist, sogar die Herrenmannschaft". Simons Weltcup-Rückkehr in Hochfilzen nach ihrer Sperre sei eine "erneute Störung der Harmonie" gewesen.

Highlights: Öberg schnappt Jeanmonnot den Sieg im Sprint weg

Quelle: Eurosport

"Wir hatten keine einfache Vorbereitung, das ist sicher", betonte Fourcade im "RMC"-Interview.
Die internen Probleme der französischen Biathletinnen hätten auch die Biathleten natürlich diskutiert. "Jetzt denke ich, dass sowohl von den Gerichten als auch vom Verband Entscheidungen getroffen wurden und niemand sich darüber hinwegsetzen kann", sagte der Männer-Cheftrainer.
Die zehnmalige Weltmeisterin Simon hatte Ende Oktober vor Gericht gestanden, ab 2021 wiederholt die Bankkarten ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet und eines Physiotherapeuten für Einkäufe im Gesamtwert von bis zu 2400 Euro benutzt zu haben.
Der Disziplinarausschuss des französischen Skiverbands (FFS) belegte sie daraufhin mit einer Sperre, bei der zweiten Weltcup-Station dieser Saison in Hochfilzen durfte Simon aber wieder starten.
Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar 2026 live bei Eurosport und discovery+) erklärte Fourcade, dass es nun wichtig sei, die Ruhe zu bewahren. "Von uns wird nicht verlangt, eine große Gruppe von Freunden zu sein, sondern Leistung zu bringen", so der 41-Jährige.
picture

Julia Simon sorgte mit ihrer Kreditkartenaffäre für Aufruhr.

Fotocredit: Getty Images

Jacquelin: Trotz Simon-Affäre noch mehr Zusammenhalt

Aussagen des fünfmaligen Weltmeisters Émilien Jacquelin klingen derweil so, als ob die Simon-Affäre das Männer-Team nochmal enger zusammengeschweißt hat.
Die Entwicklungen hätten alle französischen Biathleten "berührt und bewegt", sagte Jacquelin dem Portal "sport.de" zufolge. Allerdings halte sich das Männer-Team "lieber aus all dem heraus. Denn erstens betrifft es uns nicht direkt und es war nicht unsere Aufgabe, uns mit diesem Thema zu befassen. Außerdem herrscht seit mehreren Jahren eine tolle Stimmung unter den Männern - und wir wollten nicht, dass diese durch die Probleme beeinträchtigt wird."
Laut Jacquelin hätten die Biathleten versucht, "noch mehr zusammenzuhalten, um dieselbe Atmosphäre aufrechtzuerhalten. Und wenn Mitglieder des Frauen-Teams dabei sind, sind wir immer da, um über andere Dinge zu reden und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern."
picture

Highlights: Makellose Vittozzi mit beeindruckender Aufholjagd

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung