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Biathlon-WM 2023: Norwegen jubelt über "Bö-dium" im Sprint - Doll im Nebel von Oberhof desolat
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Publiziert 11/02/2023 um 18:08 GMT+1 Uhr
Johannes Thingnes Bö, Tarjei Bö und Sturla Holm Lägreid stellen bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Oberhof im 10-km-Sprint der Herren erneut die Überlegenheit Norwegens unter Beweis. Die deutschen Biathleten verpassen bei der Nebelschlacht am Rennsteig die Medaillen dagegen deutlich. Benedikt Doll erlebt ein Debakel und muss von den Teamkollegen abermals getröstet werden.
Highlights: Bö mit Scheiben-Glück zum Sprint-Sieg
Quelle: Eurosport
Benedikt Doll schüttelte nach seinem Schieß-Debakel in Dauerschleife den Kopf, Roman Rees starrte mit den Händen in den Hüften fassungslos ins Leere. Die deutschen Hoffnungsträger haben in der Nebelschlacht von Oberhof den Durchblick verloren und nicht mal ansatzweise auf den "Gold-Zug" von Denise Herrmann-Wick aufspringen können.
Einzig Johannes Kühn und Justus Strelow sorgten am düsteren Rennsteig im Sprint der Biathlon-WM für Lichtblicke - zu einer Medaille fehlte bei den norwegischen Festspielen aber auch ihnen viel.
Kühn lag unter den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Achter 25 Sekunden hinter dem Bronzerang, zum wieder einmal überragenden Johannes Thingnes Bö fehlten nach zehn Kilometern 1:04,8 Minuten.
"Ich bin erleichtert, dass es im Sprint endlich mal geklappt hat", sagte der Bayer: "Ein Fehler ist für ganz nach vorne zu viel, aber nach meinen letzten Sprints mehr als gut. Laufen war in Ordnung - es war eine meiner besten Saisonleistungen."
Doll schweigt nach Schieß-Desaster
Das konnte gerade Doll nicht von sich behaupten, die eigentliche deutsche Nummer eins verließ vollkommen bedient ohne Worte die mit 14.300 Zuschauern gut gefüllte Arena am Grenzadler.
Nach seiner Strafrunde in der Mixed-Staffel lief es diesmal gar noch schlimmer. Drei Fehler unterliefen ihm schon im Liegendanschlag, zwei weitere legte er stehend nach.
Eine Schießleistung von 50 Prozent? Für einen Weltklasseathleten eine Katastrophe.
Rees hat "Nebelschwaden drin"
"Das ist schon bitter", sagte Rees im "ZDF" über die Leistung von Doll: "Da braucht man erstmal für sich Ruhe. Da vergisst man schon mal, dass man Biathlon kann."
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Schieß-Drama im Nebel: Doll auch im Sprint von der Rolle
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Auch bei ihm selbst war nicht viel nach Plan gelaufen - was aber vor allem am fehlenden Durchblick lag.
"Liegend hatte ich Nebelschwaden drin", klagte der im Saisonverlauf so konstante Schwarzwälder: "Ich hatte ein bisschen Pech, weil die Sicht hier und da variiert hat."
Norweger dominieren weiter
Nicht beirren von den widrigen Verhältnissen ließen sich mal wieder die norwegischen Dominatoren.
"Für unsere Familie ein Doppelsieg ist Wahnsinn. Das ist Bö-Oberhof", scherzte der fehlerfreie Tarjei Bö, der letztlich 14,8 Sekunden hinter seinem Bruder lag. Sieger Johannes Thingnes hatte allerdings bei insgesamt fünf Randtreffern (!) das Glück des Tüchtigen.
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Fünf Randtreffer! Weltmeister Bö mit großem Glück im Sprint
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Hinter den Bös komplettierten Sturla Holm Lägreid (1/+39,9) und Johannes Dale (1/+43,6) den norwegischen Vierfachsieg. Vetle Sjaastad Christiansen (1/+59,7) landete als Zusatz noch auf Rang sechs.
Wenig Durchblick in Oberhof
Youngster Strelow (0/+1:14,6) überzeugte bei seinem WM-Debüt mit Rang zwölf. David Zobel (2/+2:29,9) hatte dagegen bei seiner Premiere mit Platz 35 ein paar Probleme.
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Vor lauter Freude: Bö lässt auf dem Podium seine Skier fallen
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Beim Anschießen hatten sich die Trainer direkt hinter den Schießmatten positioniert, um überhaupt die Trefferlage zu erkennen.
Den Fans blieb der Blick auf die Scheiben und die Anzeigetafel verwehrt.
Beide Verfolger am Sonntag
Am Sonntag (13:25 Uhr und 15.30 Uhr live bei Eurosport und discovery+) soll in den beiden Jagdrennen unbedingt wieder deutsches Edelmetall her. Herrmann-Wick geht zwei Sekunden vor der Schwedin Hanna Öberg auf die zehn Kilometer.
"Wenn du mit der Nummer eins startest, ist das Ziel nicht, als Zehnte reinzukommen. Es gibt nur Vollgas und Attacke, um die Nummer eins zu verteidigen", forderte Sportdirektor Felix Bitterling.
Auf die Männer wartet für ihren Medaillentraum deutlich mehr Arbeit auf der 12,5-km-Strecke.
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(SID)
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Zehn Schuss, zehn Treffer: Herrmann-Wicks furioser Sprint zu Gold
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