Biathlon-WM: Deutsches Duo Strelow/Voigt verpasst Medaille in Single-Mixed-Staffel - Frankreich entthront Norwegen
Das deutsche Duo Justus Strelow/Vanessa Voigt hat bei der Biathlon-WM 2024 in Nove Mesto eine Medaille in der Single-Mixed-Staffel klar verpasst. Während Frankreich mit Quentin Fillon Maillet und Lou Jeanmonnot Gold holte, mussten sich Strelow und Voigt mit Platz sechs begnügen. Silber ging an Italien (Lisa Vittozzi/Tommaso Giacomel) vor Norwegen (Johannes Thingnes Bö/Ingrid Landmark Tandrevold).
Highlights Single Mixed: Frankreich holt Gold nach Showdown
Quelle: Eurosport
Das Single-Mixed-Duo Justus Strelow und Vanessa Voigt hat bei der Biathlon-WM 2024 in Nove Mesto die dritte Medaille binnen drei Tagen für das deutsche Team verpasst. Die beiden DSV-Asse mussten sich trotz lediglich vier Nachladern mit dem sechsten Platz begnügen.
Strelow und Voigt hatten zuvor bei der WM-Generalprobe in Antholz den Team-Wettbewerb für sich entschieden und waren mit großen Hoffnungen in das Rennen gegangen.
"Gerade nach Antholz habe ich gehofft, dass da mehr drin ist. Bei Justus hat man aber schon zeitig auf der Strecke gesehen, dass das heute schwierig wird", erklärte Eurosport-Experte Michael Rösch.
Biathlon-WM
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23/02/2024 um 06:42 Uhr
In der Tat verlor das deutsche Duo eine mögliche Medaille am Donnerstag nicht etwa am Schießstand (zweitbeste Schießzeit aller Teams), sondern in der Loipe (Platz zehn in der Laufzeit).
Strelow und Voigt in der Loipe ohne Chance
"Es war ein schweres Rennen. Johannes Thingnes Bö hat von Anfang an Vollgas gegeben, es war hart, da mitzugehen. Im ersten Durchgang ist mir das noch ganz gut gelungen, aber gerade im zweiten hatte ich auf der Strecke dann nichts mehr entgegenzusetzen", bilanzierte Strelow am Eurosport-Mikrofon, der zu allem Überfluss nach dem ersten Liegendanschlag auch noch über die Skier von Nebenmann Bö stolperte und stürzte.
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"Nein! Sturz von Justus": Strelow strauchelt nach Schießen
Quelle: Eurosport
Angesprochen auf das ausgelassene Einzel-Rennen tags zuvor entgegnete er im "ZDF": "Ich habe mich so schon extrem schwer getan, ich will nicht wissen, wie es gewesen wäre, hätte ich den Einzel von gestern in den Beinen."
Auch Voigt haderte mit ihrer Leistung in der Loipe. "Die vorne haben nicht einmal gepatzt, sehr schnell geschossen, sehr schnell gelaufen. Da war irgendwie keine Chance mitzuhalten. Und dann kämpft man mehr im hinteren Viertel", sagte die 26-Jährige und führte weiter aus: "Ich glaube, wir können trotzdem stolz auf uns sein."
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Justus Strelow (Deutschland) bei der Biathlon-WM
Fotocredit: Getty Images
Frankreich siegt überlegen - Bö muss sich gedulden
Gold ging an die Franzosen Quentin Fillon Maillet und Lou Jeanmonnot (0 Strafrunden+3 Nachlader), die sich vor Italiens Tommaso Giacomel und Lisa Vittozzi (0+5) und den favorisierten Norwegern Johannes Thingnes Bö und Ingrid Landmark Tandrevold (1+7) durchsetzten.
Die Entscheidung fiel dabei im allerletzten Schießen, als sich Jeanmonnot im Zweikampf an der Spitze mit Tandrevold lediglich einen Nachlader leistete. Die Norwegerin musste dagegen einmal in die Strafrunde und verlor letztlich auf der Strecke sogar noch das Duell um Platz zwei gegen die Italienerin Vittozzi.
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Vittozzi kocht Tandrevold ab - der Zweikampf um WM-Silber
Quelle: Eurosport
Dominator Bö verpasste damit seine 20. Goldmedaille, mit der er zu Rekordweltmeister Ole Einar Björndalen aufgeschlossen hätte.
"Ich war nicht sicher, ob sie (Vittozzi; Anm. d. Red.) Ingrid schlagen kann. Nach dem Verlauf dem Renns war ich am Ende aber fast davon überzeugt, dass sie noch Silber holen wird. Sie hat es fantastisch gemacht", zeigte sich Giacomel, für den die WM in Nove Mesto bislang "ein Albtraum" war, bei Eurosport von seiner Single-Mixed-Partnerin beeindruckt.
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Giacomel erleichtert: "Bislang war es ein Albtraum für mich"
Quelle: Eurosport
Fillon Maillet schwärmt von Jeanmonnot: "Einfach großartig"
Auch im französischen Lager kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
"Wir sind auf nationaler Ebene schon einmal zusammen gelaufen. Sie ist einfach großartig", schwärmte der frischgebackene Weltmeister Fillon Maillet bei Eurosport von seiner Teamkollegin Jeanmonnot, die ergänzte:
"Ich wollte beim letzten Schießen unbedingt alle Scheiben treffen. Das ist mir nicht ganz gelungen, weil ich nervös war. Ich wusste aber, jetzt muss es funktionieren und das hat es dann auch - und jetzt sind wir Weltmeister!", so die 25-Jährige.
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"Sie ist einfach toll": Fillon Maillet schwärmt von Jeanmonnot
Quelle: Eurosport
Deutsches Duo lässt nach starkem Start nach
Auf den ersten Weltmeistertitel bei der fünften Auflage der Single-Mixed-Staffel muss Deutschland dagegen weiter warten.
Dabei hatte es auch am Donnerstag zunächst ordentlich ausgesehen. Strelow startete mit einer fehlerfreien Schnellfeuerserie, stehend benötigte er einen Nachlader, beim ersten Wechsel auf Voigt lag Deutschland noch in Lauerstellung.
Die Thüringerin präsentierte sich bei ihren ersten beiden Einlagen am Schießstand souverän, auf der Strecke verlor sie aber einige Sekunden auf die führenden Nationen Frankreich und Norwegen. Zur Halbzeit deutete alles auf ein Duell um Bronze hin.
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Vanessa Voigt bei der Biathlon-WM
Fotocredit: Getty Images
Strelow behielt in der Folge die Nerven und schickte Voigt ohne weiteren Nachlader in die Loipe. Die 26-Jährige konnte den starken Auftritt des deutschen Teams am Schießstand aber dann nicht mehr fortsetzen, spätestens nach den drei Nachladern beim letzten Schießen war der Medaillenzug abgefahren.
Nach dem Ruhetag am Freitag geht es am Samstag in Nove Mesto weiter. Es stehen die jeweiligen Staffeln der Frauen (13:45 Uhr) und Männer (16:30 Uhr/alles live auf Eurosport und bei discovery+) auf dem Programm. Am Sonntag beschließen die jeweiligen Massenstarts die WM in Tschechien.
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(mit SID)
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Quelle: Eurosport
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