Denise Herrmann-Wick: Bei Karriereende auch an Familienplanung gedacht

Denise Herrmann-Wick ist mit dem Gewinn der Sprint-Weltcupwertung im Biathlon in den Ruhestand gegangen. Im Interview mit "web.de" blickt die deutsche Ausnahmebiathletin auf erfolgreiche Jahre zurück und erklärt, dass sie bei ihrem Karriereende "definitiv" auch an die Familienplanung gedacht hat. In Zukunft wolle sie dem Sport erhalten bleiben - allerdings nicht als Trainerin.

Denise Herrmann-Wick mit König Harald von Norwegen in Oslo 2023

Fotocredit: Getty Images

"Einige Sportlerinnen bringen während ihrer Laufbahn Kinder auf die Welt und kommen dann wieder zurück. Das stelle ich mir sehr schwierig vor, denn ich will immer 110 Prozent geben, in den Dingen, die ich mache und keine Zwischenlösung", sagte die 34-Jährige im Interview mit "web.de". Herrmann-Wick ist seit September 2022 mit Ehemann Thomas verheiratet.
Für sie sei klar gewesen, dass diese Themen, "die langfristig im Leben wichtig sind", erst nach der Karriere kommen. Für Frauen sei das aber "ein Stück weit schwerer zu entscheiden als für Männer. Für Männer geht Familie und Profisport im Einklang, bei Frauen ist es eine größere Herausforderung", sagte Herrmann-Wick.
Sportlich sei das Ende ihrer Laufbahn aber bewusst gewählt.
"Schöner und emotionaler als mit einer Biathlon-WM in Deutschland kann man nicht aufhören", sagte die Ausnahmeathletin, die bei den Titelkämpfen in Oberhof Gold im Sprint sowie jeweils Silber in der Verfolgung und mit der Staffel gewonnen hatte. Für sie sei immer wichtig gewesen, dass es sich "rund anfühlt".

Herrmann-Wick: "Der Schreibtisch ist noch sehr voll"

Ihre Karriere sei schöner gewesen, "als ich es mir vorher jemals erträumen hätte können", sagte die ehemalige Langläuferin.
Richtig realisieren werde sie die Tatsache, dass sie nun keine aktive Sportlerin mehr ist, aber "wohl erst, wenn die anderen Sportlerinnen und Sportler im Mai wieder loslegen und ich nicht dabei bin".
Dem Biathlon-Sport will sie erhalten bleiben, wenn auch nicht sofort. Zunächst stünden "die 'normalen Dinge' auf dem Programm, der Schreibtisch ist noch sehr voll", sagte sie. Außerdem wolle sie in den Urlaub und "einfach die Seele baumeln lassen".
Die Familie, "die in den vergangenen Jahren doch erheblich zurückstecken musste", genieße nun erstmal Priorität. Wintersport werde jedoch weiter für sie eine Rolle spielen: "Natürlich kann ich mir irgendwann einmal vorstellen, dem Sport insgesamt, nicht als Trainerin, aber in irgendeiner Rolle, erhalten zu bleiben."
(mit SID)
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Highlights: Fehlerfrei im letzten Sprint! Herrmann-Wick gewinnt in Oslo

Quelle: Eurosport

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