Biathlon: Denise Herrmann-Wick nennt ihre Top-Favoritinnen für die neue Saison - keine Deutschen dabei

Denise Herrmann-Wick hat in einem Interview ihre Top-Favoritinnen im Biathlon-Weltcup für die anstehende Saison genannt. Auch zu ihrer persönlichen Zukunft wurde die Goldmedaillengewinnerin im Einzel befragt. Die 34-Jährige hatte ihre eigene Karriere nach dem vergangenen Winter beendet, für das deutsche Team und den Biathlon-Sport stehe sie aber weiterhin jederzeit zur Verfügung.

Denise Herrmann-Wick

Fotocredit: Getty Images

Während die gebürtige Sächsin ihren ehemaligen DSV-Teamkolleginnen eine gute Rolle im bevorstehenden Weltcup zutraue, stammen die Top-Favoritinnen auf die Glaskugeln aber doch aus den anderen Nationen.
Vor allem die beiden Italienerinnen Lisa Vittozzi und Dorothea Wierer müsse man ganz oben auf der Liste haben, sagte Herrmann-Wick im Gespräch mit dem Portal "WEB.DE".
"Daneben sind die Schwedinnen zu nennen, die sich von Jahr zu Jahr steigern und brutal hart trainieren. Die Öberg-Schwestern und Linn Persson sind sicherlich die Top-Anwärterinnen aus Schweden", fügte sie hinzu. Dahinter sei allerdings "viel Luft für Überraschungen".
Auch das französische Team habe starke Athletinnen in seinen Reihen, dort müsse man allerdings abwarten, ob und wie der Skandal um Vorjahres-Gesamtweltcup-Siegerin Julia Simon die Mannschaft belaste. Der 27-Jährigen wird von ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet vorgeworfen, mit deren Kreditkarte betrogen zu haben.

Herrmann-Wick zukünftig in neuer Funktion an der Strecke

Auf ihre persönliche Zukunft angesprochen wird Herrmann-Wick deutlich: Von Rente will die Sportsoldatin noch nichts wissen. Stattdessen werde sie "bei einigen Rennen als Repräsentantin eines Sponsors vor Ort sein und den Menschen Einblicke in den Biathlon-Zirkus gewähren."
Auch dem deutschen Team wolle die Sprint-Weltmeisterin von Oberhof in beratender Funktion erhalten bleiben: "Mir ist es vor allem wichtig, die Sportart Biathlon weiter populär zu halten und mich mit verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen auszutauschen."
Trotz alledem, ein wenig Wehmut ließ Herrmann-Wick in dem Gespräch durchaus durchblicken: "Es wird schon komisch sein, sich nicht voll auszupowern auf der Strecke und danach dann erschöpft, aber glücklich zu sein."
"Ich bin noch immer regelmäßig im Stadion in Ruhpolding, vielleicht denkt da auch der eine oder andere, ich habe eine Macke", scherzte die frühere Top-Athletin. "Aber es interessiert mich einfach, was im Training und in der Vorbereitung passiert."
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Herrmann-Wick: "Meine Erfahrung versiegen lassen, wäre schade"

Quelle: Eurosport

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