Denise Herrmann-Wick lobt umstrittene IBU-Entscheidung: "Ich war schon immer gegen Streichergebnisse"

Denise Herrmann-Wick freut sich, dass zur neuen Saison die bisher üblichen Streichresultate wegfallen. Im exklusiven Eurosport-Interview meinte die 33-Jährige: "Ich war schon immer gegen Streichergebnisse. Ich finde, wenn man den Gesamtweltcup gewinnen oder vorne sein will, dann zählt einfach die ganze Saison." Bisher konnten die beiden schlechtesten Ergebnisse in einer Saison gestrichen werden.

Herrmann-Wick glücklich verheiratet: "Lebenstraum" erfüllt

Quelle: Eurosport

"Wenn man krank ist, dann ist man nicht nur das eine Wochenende krank, sondern am nächsten Wochenende auch nicht fit", ergänzte Herrmann-Wick, die das Argument anderer Sportler*innen nicht nachvollziehen kann.
"Das heißt, es ist auch nicht so clever, wenn man dann am nächsten Wochenende läuft. Daher reichen zwei Streichergebnisse sowieso nicht", sagte die Olympiasiegerin von Peking.
Bereits im Sommer hatte Herrmann-Wick im Interview mit "Chiemgau24.de" erklärt: "Ich war nie ein Fan dieser Regel. Wer den Gesamtweltcup gewinnen will, muss über die gesamte Saison hinweg einfach der Beste sein. Da sollte dann auch jedes Ergebnis erfasst werden."
Im Rennen um die große Kristallkugel werde "der komplette Sportler gesucht", meinte die 33-Jährige nun bei Eurosport.

Johannes Thingnes Bö kritisiert Fehlen der Streichresultate

"Ich finde es blöd, wenn Punkte gestrichen werden, die erlaufen wurden. Es ist offen und transparent. Daher finde ich es eine gute Entscheidung", so Herrmann-Wick. Mit dieser Meinung ist die Deutsche zwar nicht allein, doch viele Topstars kritisierten auch die Entscheidung der Internationalen Biathlon-Union (IBU).
Superstar Johannes Thingnes Bö etwa meinte gegenüber dem TV-Sender "TV2": "Die große Gefahr ist, dass ein Athlet am Anfang ausfällt und im Gesamtweltcup dann noch weiter hinten liegt als bisher. Es könnte dann passieren, dass er den Kampf um den Weltcup dann aufgibt und sich nur mehr voll auf die WM fokussiert." Auch Benedikt Doll warnte im Eurosport-Interview vor Risiken.
Um sicherzustellen, "dass Athleten, die aus Krankheitsgründen ein Rennen auslassen müssen, trotzdem die Möglichkeit haben, die Kristallkugeln zu gewinnen", passte die IBU allerdings auch die Punktevergabe an, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes Ende Juni. Die neue Weltcupsaison beginnt in wenigen Wochen in Kontiolahti (ab 29. November live bei Eurosport und auf discovery+).
picture

Doll exklusiv: Abschaffung der Streichresultate birgt Risiko

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung