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Michael Rösch exklusiv über Kreditkartenskandal um Julia Simon: "Irgendwann bricht das Kartenhaus zusammen"
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Publiziert 28/11/2023 um 14:28 GMT+1 Uhr
Die Affäre um den mutmaßlichen Kreditkartenbetrug zwischen Julia Simon und Justine Braisaz-Bouchet hält das französische Biathlon-Team in Atem. Simon, die sich im Einzel am Sonntag in Östersund mit Platz 31 zufrieden geben musste, sprach im französischen TV erstmals davon, dass sie "mental zerkocht" sei. Eurosport-Experte Michael Rösch hofft, dass bald "klar Kante bezogen wird - auch für Simon."
Julia Simon bei der Single-Mixed-Staffel in Östersund
Fotocredit: Getty Images
Es war nicht der Einstand, den sich Julia Simon erhofft hatte. Drei Fehler schoss die Französin im letzten Schießen im Einzel von Östersund am Sonntag - untypisch für die amtierende Gesamtweltcup-Siegerin, die bis dahin auf Podestkurs lag.
"Auf geht’s, kritisiert mich", reagierte Simon nach ihrem verpatzten Einzel-Start im französischen TV-Sender "la Chaine l’Équipe" zynisch. "Es ist zwar erst der Anfang der Saison, aber ich spüre schon die Kommentare auf mich zukommen."
Eurosport-Experte und Kommentator Michael Rösch glaubt, dass das Thema um den Kredtikartenskandal zwischen Simon und Braisaz-Bouchet noch lange nicht vom Tisch ist. "Das ist ein Dauer-Thema, das man nicht einfach unter den Tisch kehren kann", sagte Rösch im exklusiven Interview und führte fort: "Ich war überrascht, wie gut sie das bis jetzt verdrängen konnte. Sie hat das gut gehändelt, aber irgendwann bricht das Kartenhaus einfach zusammen."
Das französische Biathlon-Team sei angeblich in zwei Lager gespalten - pro Simon und gegen Simon, weiß der ehemalige Staffel-Olympiasieger von 2006. "Braisaz-Bouchet und Simon sind noch nie die besten Freunde gewesen. Sie sind sich schon immer in ihrer Karriere begegnet. Beide kommen aus dem gleichen Ort, haben im gleichen Verein angefangen, Skilanglauf zu betreiben und sind gemeinsam zum Biathlon gewechselt. Eine war immer besser, die andere war immer schlechter", erzählte Rösch.
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Julia Simon
Fotocredit: Getty Images
Rösch wünscht sich klare Kante
Braisaz-Bouchet wollte sich in Östersund nicht zu den Geschehnissen äußern. Sie sei überzeugt davon, dass sie "diese Sache" zur Seite schieben könne, um sich auf den Sport zu konzentrieren, so die Französin gegenüber der "Sportschau".
Rösch hat Simon am Wochenende beobachtet: "Man hat an der Körpersprache von Simon im Einzel gesehen, dass das Kartenhaus zusammengebrochen ist. Ich habe oft mit Siggi (Heinrich, Anm. d. Red) darüber geredet, mentale Gesundheit ist ganz wichtig. Gerade im Biathlon brauchst du einen starken Kopf und so sieht es bei ihr aktuell nicht aus", schätzt der ehemalige Biathlet ein.
Am Ende wisse nur die Französin selbst, was wirklich passiert sei. Rösch wünsche sich, dass möglichst bald "klar Kante bezogen wird".
"Selbst wenn es so wäre wie berichtet - dann ist es halt so", sagte der 40-Jährige: "Aktuell befinden sich alle in einem luftleeren Raum. Du siehst, sowas kann ein Team belasten."
Am Mittwoch steht das erste Staffel-Rennen der Damen in Östersund an, bei dem es zu einem direkten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahentinnen kommt. Für Frankreich stehen Lou Jeanmonnot, Chloe Chevalier, Justine Braisaz-Bouchet und Julia Simon am Start.
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Quelle: Eurosport
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