Am Rande des Grand Prix der Türkei in Istanbul (Sontag, 11:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) relativierte Vettel Storys über ein mögliches Parallelprogramm mit Formel 1 und DTM: "Ich habe mit Gerhard einmal darüber gesprochen, dass die Fahrer früher auch viel außerhalb der Formel 1 gefahren sind. Aber das ist lange, lange her. Ich glaube nicht, dass man sich das heute noch leisten kann."

Berger hatte die Spekulationen über Vettel und die DTM im Rahmen der DTM-GT3-Präsentation für 2021 selbst angeheizt, als er beiläufig zu Audi-Kundensport-Chef Chris Reinke sagte: "Sebastian Vettel hat sich letzte Woche gemeldet, also lass noch einen Platz frei."

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Gleichwohl war dem Österreicher da schon klar, dass ein Parallelengagement eher unrealistisch ist.

Vettel räumte ein: "Es wäre schön, verschiedene Autos zu fahren und sich verschiedenen Herausforderungen zu stellen. Aber mit 23 Formel-1-Rennen in einer Saison ist das schwierig, denn mit 23 Rennwochenenden sind schon fast die Hälfte aller Wochenenden verplant. Das kann sich ja jeder selbst ausrechnen. Insofern ist das aus heutiger Sicht Nostalgie."

Vettel: Ecclestone Wegbereiter für Wechsel zu Aston Martin?

Neben dem DTM-Gerücht kursierte über Vettel zuletzt auch die Story, dass ihm Bernie Ecclestone zum Cockpit bei Aston Martin verholfen haben soll. Ecclestone hatte kürzlich in einem Interview mit "Auto Bild motorsport" erklärt, er habe bei Lawrence Stroll "richtig Druck gemacht", Vettel zu engagieren, und: "Ich denke, meine Argumente haben ihn mit überzeugt."

Doch dass Ecclestone seine Finger im Spiel hatte, dementierte Vettel nicht explizit. Er habe in letzter Zeit mit beiden gesprochen (Ecclestone und Berger), "weil ich beide als so etwas wie Freunde sehe - Menschen, denen ich zuhöre, mit denen ich mich austausche und bei denen ich manchmal auch aktiv Rat suche".

Zwei die sich gut verstehen: Sebastian Vettel (links) und Bernie Ecclestone

Fotocredit: Getty Images

Istanbul ist für Vettel die nächste Chance, eine verkorkste Saison 2020 ein Stück versöhnlicher zu gestalten. An der Strecke wird's jedenfalls nicht liegen, sollte er gegen Charles Leclerc wieder deutlich abfallen. 2011, als die Formel 1 zum letzten Mal einen Grand Prix der Türkei gefahren ist, stand Vettel mit seinem Red Bull auf Pole-Position und gewann das Rennen.

Vettel angriffslustig: "Ich schwimme noch!"

Eine Zeit, in der Vettel metaphorisch gesprochen mit der Strömung schwamm und der Superstar der Formel 1 war. Neun Jahre später ist das ganz anders.

"Ich schwimme noch! Und ich werde weiterschwimmen. Das ist für mich die wichtigste Erkenntniss: dass ich immer noch Spaß am Schwimmen habe", sagte der 33-Jährige und betonte:

"Es stimmt, dass ich die Strömung derzeit gegen mich habe, wenn wir bei der Metapher bleiben wollen. Da suchst du natürlich immer nach einer besseren Bahn mit weniger Gegenströmung. Aber ich bin sicher, dass es so eine noch gibt für mich, und darauf freue ich mich. Ich bin sehr froh darüber, dass ich weiterhin schwimmen werde."

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(Motorsport-Total.com)

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