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Mercedes-Boss Toto Wolff schlägt nach F1-Saisonauftakt Alarm: "Wir haben überall Defizite"
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Publiziert 29/03/2022 um 10:08 GMT+2 Uhr
Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat nach dem ernüchternden Formel-1-Wochenende in Saudi-Arabien deutliche Worte gefunden. "Wir haben überall Defizite", kritisierte der 50 Jahre alte Österreicher. Rekordweltmeister Lewis Hamilton hatte am Samstag im Qualifying ein historisch schwaches Ergebnis eingefahren. Im Rennen rettete sich der Brite lediglich noch auf einen enttäuschenden zehnten Rang.
Lewis Hamilton im Mercedes beim GP von Saudi-Arabien 2022
Fotocredit: Getty Images
An Hamilton und Teamkollege George Russell wollte der Teamchef allerdings keinerlei Kritik üben. "Lewis und machen einen guten Job", versicherte Wolff gegenüber der "Bild". "Sie könnten beide vorne mitfahren, aber leider haben sie dafür aktuell nicht das Auto", erklärte der Österreicher.
In den vergangenen Jahren hatten die Silberpfeile den Rennzirkus in der Königsklasse dominiert und seit 2014 acht Konstrukteurs- und sieben Fahrerweltmeisterschaften gewonnen. Doch die Regeländerungen haben die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 neu geordnet.
Nur einen Podestplatz fuhren die Mercedes-Piloten in den ersten beiden Saisonrennen ein - begünstigt durch einen Doppel-Ausfall der Red Bulls kurz vor dem Rennende in Bahrain.
Hamilton monierte nach dem Rennen, er habe in der Schlussphase nicht mit dem Haas von Kevin Magnussen Schritt halten können. "Wir haben das Auto nicht da, wo wir es haben wollen", bemängelte Wolff und legte die Problembereiche offen: "Wir haben Defizite, die größer sind als nur der Motor. Zählen wir in irgendeinem Bereich zu den Top-Teams? Ich glaube nicht."
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Quelle: SID
Wolff pessimistisch für Melbourne
Schon nach dem Qualifying hatte der 50-Jährige sein Team in die Pflicht genommen. "Jetzt kommt der Punkt, an dem wir uns wirklich zusammenreißen müssen", hatte er am Samstagabend in Dschidda gegenüber "Sky" gesagt.
Nach dem Grand Prix in Saudi-Arabien erneuerte er seine Kritik. "Wir müssen uns allesamt am Schopf packen und uns aus dem Schlamassel rausziehen", forderte Wolff.
In zwei Wochen schlägt der Formel-1-Zirkus in Melbourne auf. Doch auch für den Grand-Prix in Down Under sei der Abstand zu Ferrari und Red Bull nicht einzuholen.
"Der Rückstand ist zu groß, um in den nächsten Rennen dabei zu sein", erklärte Wolff, gab sich für den Rest des Jahres aber dennoch kämpferisch: "Die Saison ist noch unglaublich lang. Es gibt insgesamt 23 Rennen. Wir sind erst zwei gefahren."
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Quelle: SID
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