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Süle kritisiert Bayerns Prügelknaben: "Nicht im Training aufs Maul hauen"

Süle kritisiert Bayerns Prügelknaben: "Nicht im Training aufs Maul hauen"

15/04/2019 um 00:15Aktualisiert 15/04/2019 um 00:16

Niklas Süle hat seine Mitspieler Kingsley Coman und Robert Lewandowski beim FC Bayern München für deren Trainingsprügelei kritisiert. Der Abwehrspieler meinte nach dem 4:1 bei Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga, dass die Aktion am vergangenen Sonntag deutlich überzogen gewesen sei. Sportdirektor Hasan Salihamidzic fand indes die Reaktion vonTrainer Niko Kovac auf den Zwischenfall löblich.

Am Donnerstag kam es beim FC Bayern München zu einer Auseinandersetzung im Training. Die Hauptdarsteller: Kingsley Coman und Robert Lewandowski.

Obwohl ein Geheimtraining, kam der Zwist schnell an die Öffentlichkeit - Bayern-Prügelei, hieß es.

Am Sonntag nahm nun Niklas Süle, der den Zwischenfall aus nächster Nähe mitbekommen hat, Stellung.

"Emotionen gehören dazu. Wir sind eine lebhafte Truppe, da kann es auch mal zu Streitigkeiten kommen. Aber was die beiden gemacht haben, gehört sich nicht."

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FC Bayern hakt Prügelei ab

Der 23-Jährige war es auch, der gemeinsam mit Jérôme Boateng dazwischen gegangen war, um die Streithähne zu trennen. Offenbar kein leichtes Unterfangen, wie Süle schilderte:

"Ich habe es versucht mit meinem Körper. Aber das ist nicht so leicht, wenn die Stimmung so aggressiv ist."

Mittlerweile sei der Vorfall aber innerhalb der Mannschaft abgehakt: "Man gibt sich danach die Hand und dann ist es erledigt."

So schilderte es auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic vor dem Spiel bei "Sky": "Die Jungs haben sich danach die Hand gegeben. Wenn wir 80 Prozent der Aggressivität umsetzen, werden wir gewinnen. Die Fäuste müssen aber nicht fliegen."

Niko Kovac belässt es bei einer Aussprache

Niko Kovac habe die Streiterei letztlich "gut gelöst". Nach der Auseinandersetzung hatte der 47-Jährige die Spieler weder des Platzes verwiesen noch eine Geldstrafe ausgesprochen.

Am Freitag hatte Kovac erklärt, dass er beide Profis nach dem Training zu sich zitiert und die Sache ausgesprochen habe.

"Wir haben es nach dem Training zu dritt besprochen", sagte Kovac: "Es tut ihnen sehr leid, dass es dazu kam. Es gibt keine Geldstrafe, weil sie sehr einsichtig waren. Es ist ad acta gelegt."

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