BVB | Mit Meunier und Bellingham: So rüstet Dortmund für die Zukunft

Immer wieder musste Borussia Dortmund in der Vergangenheit Abgänge von Schlüsselspielern verkraften. Auch im kommenden Sommer drohen Stützen des Teams abzuwandern. Doch während über die Zukunft von Jadon Sancho oder Achraf Hakimi noch verhandelt wird, bastelt der BVB im Hintergrund bereits am Kader der Zukunft. Zwei Deals sollen vor dem Abschluss stehen. Michael Zorc überlässt nichts dem Zufall.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Nuri Sahin, Shinji Kagawa, Mario Götze, Robert Lewandowski, Ilkay Gündogan, Mats Hummels, Ousmane Dembélé, Pierre-Emerick Aubameyang.
Der BVB weiß, was es bedeutet, seine besten Einzelkönner an noch größere Vereine zu verlieren. Den Kopf steckt man deswegen aber schon lange nicht mehr in den Sand.
Wenn am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim (ab 15:30 Uhr im Eurosport Liveticker) die laufende Spielzeit endet, wird das Zurren um die wertvollen Topstars der Borussia erneut losgehen.

Wieder stehen Topspieler vor dem Abschied

Mit Jadon Sancho und Achraf Hakimi könnten zwei absolute Topstars den Verein verlassen. Der Marokkaner Hakimi, dessen zweijähriger Leihvertrag ausläuft, wird wohl zu seinem angestammten Verein Real Madrid zurückkehren - Sancho forciert trotz Vertrag bis 2022 angeblich seinen Wechsel zurück in die englische Heimat. Manchester United gilt als hochinteressiert.
Beim BVB lässt man die Dinge routiniert auf sich zukommen. Veränderungen sind immer auch Chancen, das hat man in der Vergangenheit gelernt - und lag damit häufig richtig.
In erster Linie ist das ein Lob für die Arbeit von Sportdirektor Michael Zorc, der in seinen mittlerweile mehr als 20 Jahren in führender Position bei Neueinkäufen zwar nicht immer richtig lag, jedoch eine verblüffend hohe Trefferquote vorweisen kann.
An dieser Stelle seien stellvertretend drei Transfers genannt, die der 57-Jährige federführend über die Bühne brachte und die vor allem wirtschaftlich ein großer Erfolg waren.
Als Anhänger des BVB muss man sich nur bedingt Sorgen um den Verlust zweier Ausnahmekönner wie Sancho und Hakimi machen. Susi, wie Zorc in Dortmund genannt wird, kriegt das hin - hat er noch immer geschafft und wird es auch dieses Mal wieder schaffen.

Meunier und Bellingham sollen kommen

Am vergangenen Spieltag (2:0-Sieg bei RB Leipzig) zeigten die Debütanten Giovanni Reyna (17) und Mateu Morey (20), dass die nächste Generation an der Talentefront parat steht und bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen.
Zudem kümmert sich der BVB bereits intensiv um Neuzugänge. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ("Bild"/"Sky") hat Rechtsverteidiger Thomas Meunier seinen Kontrakt bis 2024 in Dortmund bereits unterschrieben. Der Belgier käme ablösefrei von Paris Saint-Germain und könnte den in die Jahre gekommenen Lukasz Piszczek (35) entlasten.
Ebenso soll der BVB in den kommenden Tagen den Transfer des nächsten englischen Nachwuchs-Juwels bekanntgeben. Die "Ruhrnachrichten" und "ESPN" berichten, dass Jude Bellingham sich für den BVB entschieden habe und zur kommenden Saison für rund 22 Millionen Euro verpflichtet wird.
Bellingham gilt als eines der größten englischen Nachwuchstalente und weckte das Interesse vieler Top-Klubs wie dem FC Chelsea und Manchester United. Bellingham, der am kommenden Montag 17 Jahre alt wird, absolvierte bislang 33 von 38 möglichen Saisonspielen für Zweitligist Birmingham, er erzielte dabei vier Tore und gab drei Vorlagen.
Stimmen die Berichte, würde er zum zweitteuersten U18-Transfer der Fußballgeschichte avancieren. Mit 17 Jahren war nur Alexandre Pato dem AC Milan mehr wert (24 Millionen Euro).

Der BVB: Sprungbrett nach ganz oben

Ohne Risiko bliebe ein Transfer von Bellighame aber nicht. Die Summe ist durchaus eine stattliche und gewagte Investition in einen Teenager, der, bei allem überbordenden Talent, noch am Anfang seiner Entwicklung steht.
Doch genau diese Art von Transfers sind es, auf die sich der BVB in gewisser Weise spezialisiert hat. Nicht immer waren sie von Erfolg gekrönt (Emre Mor, Alexander Isak), aber meistens einen Versuch wert.
Schwarzgelb genießt bei den großen Talenten und deren Beratern einen exzellenten Ruf. In Dortmund kann man um Titel spielen, auf allerhöchstem Niveau, in der Champions League und - im Normalfall - vor 80.000 frenetischen Fans. Argumente, die überzeugend wirken und dem BVB daher die Möglichkeiten eröffnen, Sprungbrett zu noch größeren Vereinen zu sein.
Auf diesem Sprungbrett befinden sich gerade Sancho und Hakimi. Wenn sie abspringen, wird man sie in Dortmund nicht vergessen - aber ganz sicher ersetzen.
Das könnte Dich auch interessieren: Arbeitssieg gegen Bilbao: Rakitic erlöst Barça spät
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung