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BVB | Reyna und Morey: Dortmunds neue Stars leuchten schon hell
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Publiziert 23/06/2020 um 08:46 GMT+2 Uhr
Die Zukunft von Achraf Hakimi und Jadon Sancho bei Borussia Dortmund ist mehr als unsicher. Die zwei Leistungsträger könnten den BVB bald verlassen. Damit würde dem Team von Lucien Favre die starke rechte Seite wegbrechen. Bange muss dem Trainer aber nicht sein. Zwei Jungstars stehen schon bereit. Das bewiesen sie nicht erst beim Sieg in Leipzig. Auch ein potentieller Neuzugang spielt eine Rolle.
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"The American dream!"
Erling Haaland ist ein Mann klarer Worte. Wenn man den Norweger um seine Meinung bittet, tut er diese kund. Also immer vorausgesetzt, er ist grad in der Stimmung dazu.
Nach dem Spiel des BVB in Leipzig hatte Dortmunds Stürmer offenbar nichts dagegen. Der Anlass der Fragen war ja auch ein äußerst erfreulicher.
Was er von seinem Mitspieler Giovanni Reyna halten würde, wurde der Torjäger gefragt. "Er hat eine große Karriere vor sich. Was er da heute wieder auf dem Platz gemacht hat, ist unglaublich", sagte Haaland. "Ich nenne ihn den amerikanischen Traum."
Ohne Zweifel ist das große Talent des 17-jährigen Amerikaners kaum zu übersehen. Nicht zuletzt mit seinem traumhaften Streichler-Pass vor dem Dortmunder Führungstreffer deutete Reyna an, welch großes Potential in ihm steckt.
Favres Augen leuchten, wenn er über Reyna spricht
"Man sieht im Training, dass er etwas hat. Wer das nicht sieht, ist blind", sagte BVB-Trainer Lucien Favre schon vor einiger Zeit, kurz nachdem er den US-Boy nach der Winterpause in den Profikader hochgezogen hatte.
Seitdem ist Reyna dort Stammgast. Sein erstes Tor schoss er im Pokal gegen Bremen (2:3), die erste Vorlage wenig später in der Champions League gegen PSG (2:1). Favre hatte den ersten Startelfeinsatz seines Emporkömmlings für das Derby gegen Schalke Mitte März geplant. Doch dann kam Corona.
Als die Bundesliga zwei Monate später zurückkehrte, hatten sich die Pläne des Schweizers nicht geändert, doch der Mittelfeldspieler verletzte sich leicht. So dauerte es bis zum 33. Spieltag, ehe Reyna in der ersten Elf auftauchte.
Dort bewies er - halbrechts im offensiven Mittelfeld eingesetzt - dass dem BVB auch bei einem eventuellen Abgang des Platzhirsches Jadon Sancho nicht bange sein muss.
"Für sein Alter ist Gio schon extrem weit. Er ist ein kompletter Spieler mit großer Nervenstärke und richtig guter Mentalität. Je näher er dem Strafraum kommt, desto gefährlicher wird er", bescheinigte Sportdirektor Michael Zorc schon vor Wochen.
Immer wieder öffnete der 17-Jährige in Leipzig Räume zwischen den Ketten. Technisch herausragend mit angeborenem Verständnis für das Spiel und seine Dynamiken, bewegte er sich traumwandlerisch sicher. Leipzig bekam den Youngster über die gesamte Spieldauer nicht in den Griff.
Auch Morey überzeugt auf ganzer Linie
Neben Reyna ging das zweite BVB-Debüt des Tages fast ein wenig unter. Dabei holte sich auch Rechtsverteidiger Mateu Morey nach dem Auswärtssieg ein Extralob seines Trainers ab. "Sie sind sehr, sehr jung - beide haben hervorragend gespielt", meinte Favre.
Die Leistung der beiden Youngster dürfte nicht nur ihm Hoffnung auf eine große Zukunft machen. Immerhin bewiesen Reyna und Morey, dass die rechte BVB-Seite auch nach den möglichen Abgängen von Achraf Hakimi (Leihe endet) und Jadon Sancho (heißbegehrt) nicht zum Problem werden muss.
Der 20-Jährige Morey hielt Reyna den Rücken frei und setzte immer wieder eigene Akzente. Seit seinem Wechsel von der U19 des FC Barcelona zum BVB im Juli 2019 hatte es für den Spanier lediglich für drei Kurzeinsätze gereicht - nun meldete er via Leistung Ansprüche an.
Auch Meunier kommt wohl zum BVB
"Er hat ein super Spiel gemacht", lobte Leistungsträger Emre Can. Daten unterstützen die Meinung des Nationalspielers. 62 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 66 Ballkontakte und 47 gespielte Pässe konnte Morey vorweisen. Nur eine große Torchance vergab er.
"Er ist ein junger Spieler, der immer hart trainiert und auf seine Chance wartet. Heute war es dann endlich so weit - und ich finde, dass er das überragend gemacht hat", meinte Can weiter.
Auch Zorc stimmte mit ein in das Loblied. "Ich finde, er hatte ein sehr erfreuliches Spiel in der Startelf. Er war sehr ballsicher und hat auch immer wieder zugestochen und Bälle erobert. Besonders deshalb hat er defensiv sehr viel Stabilität ausgestrahlt", so der Manager.
Der wird im Bezug auf die rechte Seite wohl einen eher ruhigen Sommer haben. Zumindest, was die Zugangsseite angeht. Denn weil Thomas Meunier von PSG kurz vor einem Wechsel zum BVB steht, sind die Planungen hier so gut wie abgeschlossen.
Der Belgier kann sowohl den Außenverteidiger geben als auch als rechter Part der Dreierkette agieren.
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