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Bürki über Defensiv-Schwäche: "Es liegt am unbedingten Willen"

Bürki über Defensiv-Schwäche: "Es liegt am unbedingten Willen"

14/02/2020 um 11:59Aktualisiert 14/02/2020 um 12:01

Roman Bürki ist im Jahr 2020 erst einmal zufrieden vom Platz gegangen - das war beim 5:0 gegen Union Berlin. Das soll sich aber heute Abend im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (20:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport) ändern. Im Interview mit "Spox" und "DAZN" sprach der Torwart über die Defensivprobleme beim BVB, lobte Shooting-Star Erling Haaland und thematisierte den Druck im Profifußball.

Roman Bürki äußerte sich im Interview nun über die Defensivschwächen, sieht aber alle Teamkollegen in der Pflicht: "Es gibt viele Ansatzpunkte und Diskussionen darüber, was der Grund sein könnte. Letztlich liegt es aber wohl am unbedingten Willen, das Tor zu beschützen und zu verteidigen. Das betrifft nicht nur die Defensive, sondern die gesamte Mannschaft."

"Offensiv funktioniert unser Spiel fast perfekt, wir schießen sehr viele Tore. Nun müssen wir schauen, dass es defensiv auch besser wird."

Bürki schwärmt von Haaland

Dass Tore zu erzielen zurzeit kein Problem ist, liegt auch an Erling Haaland. Der Youngster wechselte am Anfang des Jahres von RB Salzburg zum BVB und konnte bislang überzeugen. In fünf Spielen schoss er bereits acht Tore. Kein Wunder, dass der 19-Jährige die Schlagzeilen bestimmt.

Auch der BVB-Keeper lobte den Norweger: "Wenn ein junger Spieler so sehr gehyped wird und mit 19 Jahren bereits weltbekannt ist, kann das auch eine schwierige Person sein. Aber er ist ein cooler Typ, der weiß, um was es geht. Erling ist sehr professionell." Der 29-Jährige fügte an:

"Ich bin immer einer der ersten am Trainingszentrum, aber er ist noch früher da. Auch an freien Tagen kommt er ins Trainingszentrum. Er weiß, was wichtig und gut für ihn ist."

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Bürki spricht über den Druck im Profifußball

Haaland macht sich scheinbar noch keinen Druck und kann unbeschwert spielen. Doch der Druck im Profifußball ist ein ständiges Thema, welches viele Spieler beschäftigt. In schwierigen Phasen nimmt der ohnehin hohe Druck auf die Fußballprofis noch mehr zu. Der Torwart meinte: "Es kann krank machen, wenn man zu viel über solche Dinge nachdenkt oder sich zu viel Druck macht."

Der Schweizer habe damit öfters zu kämpfen und arbeitet deswegen mit einem Mentalcoach an seinen Selbstzweifeln. Er sagte:

"Es ist kein Geheimnis, dass ich mit einem Mentalcoach zusammenarbeite. Das kann ich nur empfehlen."

Es gehe vor allem darum, wie er abseits des Platzes mit Negativerlebnissen umgehen könne. "Ich habe es jetzt besser unter Kontrolle, kann auch mal mit mir zufrieden sein", so der Torwart. Die Spieler würden sich auch untereinander austauschen, auch das könne helfen. Der 29-Jährige erzählte: "Es ist nicht einfach, diesen Druck auszublenden. Du hast im Spiel das Gefühl, es wäre deine Schuld, wenn die Zuschauer nervös werden."

BVB gegen Eintracht in der Pflicht

Im Spiel heute Abend gegen Frankfurt, will Bürki sich beweisen und den Druck ausblenden. Er weiß aber auch, dass die Partie keine Einfache wird:

"Frankfurt ist eine Mannschaft mit sehr viel Power und sehr viel Körperlichkeit. Da müssen wir gegenhalten."

Wenn das gelingen sollte, geht er heute vielleicht zum zweiten Mal in diesem Jahr zufrieden von dem Platz.

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