FC Bayern München: Warum eine Vertragsverlängerung mit Thiago oberste Priorität hat
Der FC Bayern München treibt seine Zukunftsplanungen trotz der gegenwärtigen Coronakrise unbeirrt voran. Ganz oben auf der Agenda des Rekordmeisters steht dabei die Vertragsverlängerung von Mittelfeldregisseur Thiago. Der 29-Jährige ist einer der Erfolgsgaranten der Münchener in der laufenden Saison, obwohl er in der jüngeren Vergangenheit längst nicht nur Befürworter auf seiner Seite hatte.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
"Das ist eine schwierige Frage. Da müssen viele Dinge zusammenkommen", antwortete Thiago zunächst etwas verlegen auf die Frage, ob er sich sogar ein Karriereende beim FC Bayern verstellen könnte.
Wer könnte es ihm auch verübeln? Der Spanier feierte im vergangenen Monat gerade einmal seinen 29. Geburtstag und befindet sich damit mitten in der Blüte seiner sportlichen Jahre.
Doch Thiago weiß mittlerweile, was er am deutschen Rekordmeister hat und schob deshalb im Interview mit der spanischen Zeitung "La Vanguardia" hinterher, dass "Bayern ein wunderbarer Klub" wäre, um eine Karriere zu beenden.
Ein eindeutiger Fingerzeig in Richtung der Bayern-Bosse, die wohl unmittelbar vor der Vertragsverlängerung mit dem Regisseur stehen sollen.
FC Bayern: Verlängerung mit Thiago nur noch Formsache
Immerhin ist es bereits ein paar Tage her, dass sich ein international angesehener Spieler wie Thiago in der Öffentlichkeit derart stark mit dem deutschen Rekordmeister identifiziert hatte. Die Anzeichen verdichten sich somit immer mehr, dass er der ehemalige Profi des FC Barcelona in Bälde seinen 2021 auslaufenden Kontrakt ausweiten wird. Eine Entscheidung, die durchaus in beiderseitigem Interesse ist.
Auch Neu-Präsident Herbert Hainer äußerte sich im "kicker" hinsichtlich der Verhandlungen mit Manuel Neuer, David Alaba und Thiago optimistisch: "Ich bin zuversichtlich, dass wir mit allen drei in absehbarer Zeit verlängern können. Wir haben keinen Druck, alle drei sind bis 2021 gebunden. Aber wir wollen natürlich so früh wie möglich Klarheit für den Klub und die Spieler."
Anders als bei beiden Erstgenannten scheint die Unterzeichnung eines neuen Arbeitspapiers bei Thiago nur noch Formsache zu sein. Wie die "Bild" jüngst berichtete, soll eine Verlängerung bereits unter Dach und Fach sein. Lediglich die offizielle Bestätigung von Seiten des Klubs stehe noch aus.
Dass dies für beide Parteien absolut Sinn ergeben würde, steht außer Frage. Schließlich gehört er unter Trainer Hansi Flick in dieser Saison zu den absoluten Leistungsträgern, trotz der namhaften Konkurrenz im Mittelfeld.
Thiago blüht in der Rückrunde auf
Nach einer für seine Verhältnisse eher verhaltenen Hinserie blühte Thiago zum Jahreswechsel förmlich auf. Seit Beginn der Rückrunde erzielte er drei Treffer und übernahm im Angriffsspiel der Münchener wieder die Rolle des Taktgebers.
Sein Meisterstück lieferte er dabei zweifelsohne auf höchster europäischer Bühne beim 3:0-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Chelsea ab.
"Thiago ist nicht wegzudenken aus dieser Mannschaft, ein ganz wichtiger Spieler für dieses Team und insgesamt für den Verein. Er ist ein Profi mit Charakter, offensiv und defensiv entscheidend. Er unterstützt seine Mitspieler und macht sie besser", schwärmte Bayerns ehemaliger Torjäger Giovanni Elber in der "AZ" in den höchsten Tönen.
Dabei hatte der 29-Jährige während seiner Zeit beim FC Bayern längst nicht nur Befürworter auf seiner Seite. Im Gegenteil: Kaum eine Personalie spaltete die Anhänger des Rekordmeisters in der Vergangenheit so sehr wie Thiago, der in München lange Zeit gar als "Schönwetterfußballer" verschrien war.
Dass Thiago aber auch anders kann, zeigte der Ex-Barça-Profi spätestens in der laufenden Spielzeit, in der er häufig die Position als Abräumer vor der Viererkette bekleiden musste und in ungewohnter Rolle vollends überzeugte.
Thiago: Verbleib beim FC Bayern trotz Barça-Interesse
Mit einer herausragenden Zweikampfquote von rund 59 Prozent gewann er darüber hinaus nach Lucas Hernández, der allerdings gerade einmal halb so viele Bundesligaspiele wie Thiago bestritt (11), die meisten direkten Duelle beim FC Bayern. Nicht minder beeindruckend ist auch seine Passquote von mehr als 91 Prozent.
Kein Wunder also, dass laut übereinstimmenden Medienberichte vor wenigen Wochen sogar der FC Barcelona bezüglich einer Rückkehr in sein Heimatland angefragt haben soll - letztlich vergebens.
Dabei hätte Thiago, den im Sommer 2013 kein Geringerer als Pep Guardiola an die Säbener Straße lotste, zu Beginn seiner Karriere nicht erwartet, dass er überhaupt einmal in der Bundesliga landen könnte: "Ich bin nun schon seit acht Jahren in München und hätte niemals gedacht, dass ich in Deutschland Fußball spielen werde."
Die Zeiten haben sich seit jeher stark geändert. Heute, mehr als sieben Jahre später, steht die Schlüsselfigur vor einer weiteren Vertragsverlängerung beim FC Bayern und kann sich sogar ein Karriereende in München vorstellen.
Das könnte Dich auch interessieren: Can geht voran: Dortmunds Anführer duldet keine Ausreden
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-75bf2e61-56ec-4375-aef6-96b1adf156e9-68-310-310.jpeg)