FC Bayern: Wer könnte das fehlende Puzzleteil rechts hinten sein?
Der FC Bayern war in der abgelaufenen Spielzeit auf nationaler Ebene abermals das Maß aller Dinge. Trotzdem laufen die Planungen für die nächste Saison bereits auf Hochtouren. Während mit Leroy Sané die erhoffte Verstärkung auf der offensiven Außenbahn unlängst verpflichtet wurde, ist die letzte Planstelle der Münchener nach wie vor offen. Die Suche nach dem letzten Puzzlestück.
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"Wenn ich eine Position nennen müsste, wäre es die Außenbahn. Sowohl offensiv und defensiv wäre etwas mehr Breite gut. Zusätzlich würde auch Tempo helfen."
Gerade einmal vier Wochen ist es her, dass Hansi Flick ungeachtet der unumstrittenen Vormachtstellung in der Bundesliga geradeheraus seine Transferwünsche für den kommenden Sommer formulierte.
Während die Verantwortlichen des Rekordmeisters mit der Verpflichtung von Leroy Sané (Manchester City) auf eine Hälfte von Flicks Forderungen unlängst eingegangen sind, lässt eine Verstärkung auf den Außenverteidiger-Positionen noch auf sich warten.
FC Bayern: Upgrade für Pavard gesucht
Benjamin Pavard, der als gelernter Innenverteidiger über weite Strecken der Saison die Position rechts hinten bekleidete, wusste in seiner Debüt-Saison beim Rekordmeister durchaus zu überzeugen.
"Er macht es auf jeder Position sehr gut. Er bringt Spielintelligenz, sehr geschicktes Defensiv-Verhalten, gepaart mit einer starken Technik mit", lobte Sportdirektor Hasan Salihamidzic den französischen Weltmeister vor wenigen Wochen im "Kicker".
Es ist jedoch kein Geheimnis, dass Pavard gerade im Spiel nach vorne - trotz neun Torbeteiligungen in der Liga (vier Treffer, fünf Vorlagen) - durchaus seine Schwächen hat. Hinzu kommt, dass der ehemalige Stuttgarter nach eigenen Aussagen "lieber in der Innenverteidigung spielt", da er seine Stärken eher im Spielaufbau denn im Flankenlauf hat.
Dass sich der FCB daher mit einem Update auf der Rechtsverteidiger-Position beschäftigt, ist durchaus legitim. "Konkurrenz bringt einen voran. Das ist also nichts, worüber ich mir Sorgen mache", gab sich Pavard dennoch in der "Sport Bild" kämpferisch.
Hakimi und Henrichs schon vom Markt
Selbstverständlich befinden wir uns gerade erst am Anfang eines spannenden Transfersommers, weshalb Panik ein schlechter Ratgeber wäre. Jedoch ist die eine oder andere Alternative auf der Wunschposition des FC Bayern schon jetzt vom Markt.
Achraf Hakimi, der in der abgelaufenen Saison in Diensten von Borussia Dortmund speziell in der Vorwärtsbewegung für Furore sorgte (neun Tore, zehn Assists) und fast folglich auch in München gehandelt wurde, schloss sich kürzlich für rund 40 Millionen Euro Inter Mailand an.
Der Ex-Leverkusener Benjamin Henrichs, der bereits im vergangenen Sommer immer wieder mit einem Wechsel von der AS Monaco an die Säbener Straße in Verbindung gebracht wurde, steht dem Vernehmen nach unmittelbar vor einer Rückkehr in die Bundesliga. Allerdings bevorzugt der ehemalige Nationalspieler einen Wechsel zu RB Leipzig, wo er in Kürze einen entsprechenden Kontrakt unterzeichnen wird.
Odriozola oder Bellerin das fehlende Puzzleteil?
Welche Alternativen bleiben dem FC Bayern somit?
Zum Einen wäre da der aktuelle Pavard-Backup Álvaro Odriozola, den Flick zum Saisonende explizit hervorhob: "Ich bin von ihm nicht enttäuscht. Er hatte keine leichte Zeit in München, ist aber immer engagiert und sehr professionell."
Trotzdem wird der 24-Jährige spätestens nach Abschluss des Final-8-Turniers in der Champions League aller Voraussicht nach zu seinem Stammverein Real Madrid zurückkehren. Die Leihgabe der Königlichen absolvierte seit seiner Ankunft im Winter lediglich 153 Pflichtspielminuten, in denen er kaum überzeugen konnte.
Weitaus realistischer ist dagegen ein Transfer von Arsenal-Star Héctor Bellerin, den der "Daily Express"
Demnach soll sowohl der frisch gebackene Double-Sieger als auch Paris Saint-Germain und Juventus Turin am pfeilschnellen Spanier interessiert sein. Der 25-Jährige wäre mit seinem Offensivdrang gerade prädestiniert für das flügelorientierte und temporeiche Angriffsspiel des Rekordmeisters. Bei den Gunners offenbarte Bellerin allerdings in der Rückwärtsbewegung immer wieder Defizite.
FC Bayern: Dest angeblich in der Pole-Position
Somit bleibt noch Sergiño Dest von Ajax Amsterdam, der nach Informationen der "Sport Bild" nach wie vor der Favorit der FCB-Verantwortlichen sein soll. Obwohl der 19-jährige US-Amerikaner weiß, dass er längst Begehrlichkeiten in Europa geweckt hat, ließ er bislang einen Abschied aus der Eredivisie offen.
"Es gibt definitiv Interesse an mir, aber ich weiß noch nicht, ob ich gehen werde. Noch nichts ist entschieden, es wird viel in den Medien diskutiert. Aber sie haben von mir nichts darüber gehört", sagte Dest gegenüber "NOS".
Neben dem FC Bayern soll auch der FC Barcelona um die Dienste des Youngsters buhlen. Die kolportierte Ablösesumme würde sich ähnlich wie bei Bellerin im Bereich um die 30 Millionen Euro bewegen. In Zeiten der Corona-Krise alles andere als ein Schnäppchen.
Trotzdem scheint der Transfer von Sané in der Tat nicht der letzte für den FC Bayern in diesem Sommer gewesen zu sein. "Wir müssen schauen, dass wir noch etwas breiter aufgestellt sind", wiederholte Flick erst kürzlich seine Forderung nach Verstärkungen.
Die Verpflichtung eines neuen Rechtsverteidigers wäre dabei der nächste logische Schritt.
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