Mainz 05 - BVB | 3 Dinge, die auffielen: Der Leidtragende heißt Paco Alcácer
Borussia Dortmund ist zurück in der Erfolgsspur und setzt beim 4:0 (1:0) in Mainz ein weiteres Ausrufezeichen. In der Opel Arena legten zwei Trios den Grundstein für den Erfolg. Marco Reus und Nico Schulz durften zudem jeweils eine Premiere in der laufenden Spielzeit feiern. Einzig Paco Alcácer dürfte den Gala-Auftritt des BVB mit gemischten Gefühlen betrachten. Drei Dinge, die auffielen.
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1.) Dreierkette als Basis des Erfolgs
Nachdem Roman Bürki den BVB unter Woche quasi im Alleingang ins Achtelfinale der Champions League parierte, erlebte der Schweizer Keeper am Samstag in der Opel Arena in Mainz einen ruhigen Nachmittag.
Ein Dankeschön seiner Vorderleute quasi, die den Mainzern dank optimalem Stellungsspiel und starkem Pressing keine Luft zum Atmen ließen.
Mats Hummels (100% gewonnene Zweikämpfe), Manuel Akanji und Dan-Axel Zagadou (73% gewonnene Zweikämpfe, sechs klärende Aktionen) zeigten einmal mehr, dass sie sich mit der Umstellung von Vierer- auf Dreierkette pudelwohl fühlen und erstickten die meisten Angriffsversuche der Hausherren im Keim.
Sowohl in der Konterabsicherung, als auch im Aufbauspiel leistete das Trio hervorragende Arbeit und legte damit den Grundstein für den ungefährdeten 4:0-Erfolg gegen die Elf von Achim Beierlorzer, die in der Offensive erschreckend harmlos (kein einziger Torschuss) agierte.
"Die Systemumstellung hat uns auf jeden Fall gut getan", lobte Julian Weigl bei "Sky" Lucien Favres Mut zur Veränderung:
Dass Zagadou nach exzellenter Balleroberung und einem 70-Meter-Sprint auch noch das enorm wichtige 2:0 durch Jadon Sancho (66.) vorbereitete, rundete die starke Leistung des defensiven Dreiergespanns ab.
2.) Der Leidtragende heißt Alcácer
Nicht nur die Abwehr wusste in Mainz zu überzeugen, auch die Offensive präsentierte sich in Gala-Form.
Die Variante mit Marco Reus, Sancho und Thorgan Hazard als variablem Trio ohne echten Stürmer funktioniert immer besser. "Ich gehe davon aus, dass wir uns gefunden haben", zeigte sich Reus zufrieden.
Zu Beginn noch etwas ungenau (7./20.), war es einmal mehr der Kapitän, der mit einem sehenswerten Volley die schwarz-gelbe Führung besorgte.
Sancho und Hazard (69.) legten in der zweiten Hälfte nach. Insgesamt erzielten die drei damit zehn der letzten 13 Tore der Dortmunder. Ein Ausrufezeichen, das Favre in seiner Entscheidung für diese Aufstellung bestätigte.
Zum Nachteil von Paco Alcácer: Für den 26-Jährigen dürfte es angesichts der Erfolgswelle, auf der der BVB momentan surft, schwierig werden, in den kommenden beiden Partien wieder in die Startelf zu rotieren.
Gegen Mainz gönnte Favre dem Wiedergenesenen nur fünf Minuten. Im Winter plant der BVB zudem die Verpflichtung eines weiteren Stürmers. Keine allzu rosigen Aussichten für den verletzungsanfälligen Spanier.
3.) Drei BVB-Premieren
Zwar hatte der BVB bereits vor zwei Wochen in Berlin seine schwarze Auswärtsserie in der Bundesliga beendet, doch so richtig platzte der Knoten auf fremdem Platz erst am Samstagnachmittag in Mainz. Und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht.
Zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit konnte der BVB vier Pflichtspiele in Folge gewinnen.
Zudem erzielte Reus seinen ersten Auswärts-Treffer in der Bundesliga-Saison 2019/20 (im achten Anlauf). Auch wenn der 30-Jährige dieser Premiere wenig Bedeutung beimessen wollte ("so etwas interessiert mich gar nicht, wichtig ist, dass wir das Spiel gewonnen haben"), waren die Leistungsdifferenzen zwischen Heim- und Auswärtsspielen bis dato bei wenigen so klar zu erkennen, wie beim Kapitän.
Für Außenverteidiger Nico Schulz war sein Tor in der 84. Minute gar sein erstes überhaupt im Trikot des BVB. Auch darüber hinaus zeigte der Ex-Berliner, der für Raphaël Guerreiro in die Startelf gerückt war, eine engagierte Leistung und empfahl sich für zukünftige Aufgaben.
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