Wenig passierte in der Anfangsphase zwischen der TSG Hoffenheim und Werder Bremen zum Abschluss des 22. Spieltags der Bundesliga. Doch dann drehten die Kraichgauer Mitte der ersten Hälfte auf.
Als die Bremer Diadie Samassékou zu viel Platz im Mittelfeld gewährten, spielte dieser einen perfekten Pass in den Lauf des durchgestarteten Ihlas Bebou. Der schob vor Jiri Pavlenka souverän zur Führung ein (26.).
Die Freude hielt aber zunächst nur kurz an, da die Fahne des Linienrichters früh nach oben ging. Nach kurzer Überprüfung der Bilder revidierte der VAR die Entscheidung aber völlig zurecht. Ömer Toprak verschlief die Abseitsfalle und der Treffer wurde zurecht nachträglich anerkannt
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Den weiter harmlosen Bremern fiel bis zur Pause weiter wenig ein, die TSG kam kurz vor dieser mit der zweiten Chance zum 2:0. Ein langer Ball von Oliver Baumann brachte Unordnung am Bremer Strafraum, von dort konnte Christoph Baumgartner dann viel zu leicht in den Strafraum durchbrechen und seinen vierten Saisontreffer erzielen (44.).
Kurz zuvor hatte die TSG jedoch Glück, dass Sebastian Rudy nach einem taktischen Foul im Mittelfeld nicht mit Gelb-Rot vom Platz musste.
Nach dem Seitenwechsel schlugen die Gastgeber schnell erneut eiskalt zu. Schnelles Umschalten über die rechte Außenbahn, am Ende brachte von rechts Bebou den Ball im Fallen noch ins Zentrum auf Munas Dabbur, der nach sehenswerter Ballverarbeitung die Vorentscheidung erzielte (49.).
Nach einer guten Stunde kam für Dabbur der eigentliche Topstürmer Andrej Kramaric in die Partie (61.). Und nur drei Minuten später verhinderte im letzten Moment Theodor Gebre Selassie das 4:0 vor dem einschussbereiten Kroaten (64.).
Hoffenheim überließ dann den Bremern den Ball, doch diese wussten damit überhaupt nichts anzufangen und kamen über den kompletten Spielverlauf nicht zu einer nennenswerten Aktion vor dem Tor von Jubilar Baumann, der in seinem 350. Bundesligaspiel nichts zu tun bekam.
Quasi mit dem Schlusspfiff erzielte der kurz zuvor eingewechselte Gerginio Rutter mit seinem ersten Bundesliga-Tor den 4:0-Endstand (90.).
Hoffenheim zog mit dem souveränen Erfolg in der Tabelle an den zuvor punktgleichen Bremern vorbei.

Die Stimmen:

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG 1899 Hoffenheim): "Wir haben über 90 Minuten sehr stabil gespielt. Wir haben zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht und am Ende nichts zugelassen. Das ist nicht selbstverständlich und macht mich extrem stolz.
Ihlas Bebou (TSG Hoffenheim): "Wir haben sehr viel investiert heute, jeder wollte unbedingt gewinnen. Die Chancenverwertung hat heute gut funktioniert."
Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen): "Es ist wirklich schwer zu erklären heute. Es hat überhaupt gar nichts funktioniert. Wir waren individuell, aber auch als Mannschaft ganz weit weg von dem, was wir die letzten Wochen gezeigt haben. Die ersten drei Gegentore fielen viel zu einfach. Das war heute nichts, das muss man ganz klar so sagen."
Theodor Gebre Selassie (SV Werder Bremer): "Eine Erklärung ist schwierig. Heute haben wir alles verloren, was uns die letzten Wochen auszeichnete. Die ersten zwei Tore waren sehr billig, das ist uns diese Saison noch nicht so passiert. Nach dem Seitenwechsel fiel schnell das dritte Gegentor, dann ist es schwer, ins Spiel zurückzukommen. Die Niederlage ist deutlich, aber verdient.“
Ömer Toprak (SV Werder Bremen): "Es hat heute nirgends gepasst, es war ein sehr, sehr schlechtes Spiel von uns. Weder fußballerisch noch gegen den Ball oder im Zweikampfverhalten. Dann verlierst du verdient 4:0."

Der Tweet zum Spiel:

Bebou erzielte im dritten Bundesligaspiel in Folge ein Tor. Zudem war er an fast allen gefährlichen Situationen der Hoffenheimer direkt beteiligt.

Das fiel auf: Bremer Probleme bei langen Bällen

Sowohl beim 1:0 der Hoffenheimer – bei dem Toprak die Abseitsfalle verschlief – als auch beim 2:0, dem ein langer Schlag von Baumann vorausging, bereiteten lange Bälle der zuletzt stabilen Defensive der Hanseaten Probleme. Offensiv hingegen fiel den Bremern gegen die drittschwächste Verteidigung der Bundesliga wenig bis gar nichts ein und das, obwohl Hoffenheim dort auf viel Stammpersonal verzichten musste.

Die Statistik: 350

Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann absolvierte sein 350. Bundesliga-Spiel; seitdem er im Mai 2010 für Freiburg in der Bundesliga debütierte (3:1 gegen Dortmund), bestritt kein anderer Spieler so viele Partien wie Baumann. Es war wohl einer der arbeitsärmsten Einsätze für den Kapitän der TSG.
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