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Dortmund setzt Achterbahnfahrt gegen Gladbach fort: BVB braucht bei den Glasgow Rangers das Feiertagsgesicht
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Publiziert 22/02/2022 um 10:43 GMT+1 Uhr
Die Dortmunder Achterbahnfahrt geht weiter: Nach der Blamage gegen die Glasgow Rangers feierte der BVB gegen Mönchengladbach einen Kantersieg. Doch auf die vergangenen drei Siege folgte zuletzt jeweils eine Pleite. Beim Rückspiel im Ibrox Stadium braucht die Borussia nun dringend eine Trendwende, um die womöglich letzte Titelchance zu wahren. Ansonsten gerät auch Trainer Marco Rose in die Kritik.
Emre Can und Youssoufa Moukoko
Fotocredit: Getty Images
Mit breiter Brust lief Emre Can zur Eckfahne, feierte sein Elfmeter-Tor zum 6:0 und ballte die Faust in Richtung der Dortmunder Fans. Die Botschaft im Signal Iduna Park: Wir sind wieder da!
Der Kantersieg gegen Borussia Mönchengladbach (6:0) war der deutlichste BVB-Erfolg seit dem 7:0 gegen den 1. FC Nürnberg im September 2018. "Wir haben als gesamte Mannschaft überragend gespielt", lobte Marco Reus nach dem Duell bei "DAZN". Doch so klar und souverän, wie das Endergebnis suggerierte, war der Heimsieg der Dortmunder bei Weitem nicht.
Bis zur 70. Minute hatten die Schwarz-Gelben gegen gleichwertige Gladbacher durchaus glücklich 2:0 in Führung gelegen. Erst in der Schlussphase stellte die Mannschaft von Trainer Marco Rose auf Kantersieg.
Auch, weil sich die abstiegsbedrohten Fohlen nach dem 0:3 durch den eingewechselten Marius Wolf in ihre Einzelteile auflösten. Zuvor hatte Gregor Kobel für die Gastgeber im ersten Durchgang zwei Mal herausragend retten müssen. Kurz vor der Entscheidung traf Jonas Hofmann nur das Lattenkreuz für die Gladbacher.
Rose: BVB erarbeitet sich Glück
"Dieses Glück erarbeitetest du dir", analysierte Trainer Marco Rose nach dem Heimerfolg bei "DAZN" und lobte: "Wir haben dem Spiel eine richtige Richtung gegeben. Und dann musst du in den entscheidenden Momenten vorne und hinten da sein."
Präsent war allen voran Kapitän Reus, der mit zwei Toren und drei Torvorlagen voranging und erstmals in seiner Karriere in einem Spiel an fünf Treffern beteiligt war. "Wir müssen versuchen, in jedem Spiel so aufzutreten", schwärmte der 32-Jährige, gab aber gleichzeitig auch zu bedenken: "Sie hatten auch drei, vier gute Situationen, die Gregor überragend hält."
Auch dank des Schweizer Schlussmannes gelang dem BVB die Antwort auf das Debakel (2:4) drei Tage zuvor gegen die Glasgow Rangers. "Wir haben wieder mal die richtige Reaktion gezeigt", sagte Rose nach dem Heimsieg, gab aber auch zu, dass es einmal mehr von Nöten war, eine Reaktion auf den Platz zu bringen.
Denn genauso wellenartig wie allen voran die erste Halbzeit im Signal Iduna Park verlief, gestaltet sich die gesamte Saison von Borussia Dortmund.
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Mats Hummels und Borussia Dortmund fingen sich gegen die Glasgow Rangers eine herbe Pleite ein
Fotocredit: Getty Images
Achterbahnfahrt 2022
Auf die zurückliegenden drei Pflichtspielsiege folgte stets eine Niederlage. Schon drei Mal verloren die Schwarz-Gelben in diesem Kalenderjahr: Beim FC St. Pauli, gegen Bayer Leverkusen und vergangene Woche gegen die Schotten.
"Wenn ich den Grund kennen würde, würden wir es wohl morgen direkt abstellen", sagte Mittelfeldspieler Julian Brandt über aus Auf und Ab am Sonntagabend und stellte klar: "Keiner von uns möchte so eine Achterbahnfahrt."
Um nach dem Aufschwung am Sonntag die nächste Talfahrt zu verhindern, bedarf es in der Europa League aber einer Leistung wie im zweiten Durchgang gegen Gladbach. Ansonsten platzt nach dem Pokal-Aus vor fünf Wochen am Donnerstag im Ibrox Stadium der nächste Titeltraum.
Entgegen kommt der Mannschaft von Trainer Rose dabei, dass die Auswärtstorregel seit dieser Saison außer Kraft gesetzt ist. Den Schwarz-Gelben reicht in Schottland also auch ein 2:0-Erfolg, um nach der 2:4-Hinspielniederlage eine Verlängerung zu erzwingen.
Dortmund braucht Trendwende
Der BVB braucht erstmals seit Anfang Januar also wieder zwei Siege in Serie. "Wir haben ein wichtiges Bundesligaspiel gewonnen. Nun gilt es, auch darauf die richtige Reaktion zu zeigen", forderte Rose. Auch, damit der Cheftrainer selbst nicht ins Scheinwerferlicht der Kritik gerät.
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hatte schon vor dem Borussen-Duell vermutet, dass die Luft für den 45 Jahre alten Leipziger bei einer Niederlage hätte dünn werden können. "Dann wird man auch intern wahrscheinlich den Namen Marco Rose aufgrund der Ergebnisse, aufgrund der Leistungen, häufig erwähnen in der Kritik", mutmaßte Matthäus bei "Sky".
Zumal die Schwarz-Gelben mit dem Technischen Direktor Edin Terzic einen Mann in der Hinterhand haben, der weiß, wie man Pokale gewinnt. In der vergangenen Saison krönte der 39 Jahre alte Deutsch-Kroate seine Interimstätigkeit an der Seitenlinie mit dem Pokalsieg.
Trotz des deutlichen Sieges gegen Gladbach wird das Europa-League-Rückspiel um den Achtelfinaleinzug in Schottland also nicht nur für Borussia Dortmund, sondern auch für die Person Marco Rose ein richtungsweisendes. Der BVB ist nach der Hinspielpleite in der Bringschuld.
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Marco Reus war gegen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach erstmals in seiner Karriere an fünf Toren beteiligt
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"Endspiel" im Ibrox Stadium
Wie schwierig das Duell vor ausverkauftem Haus im Ibrox Stadium werden kann, ließ Reus im Gespräch mit "DAZN" anklingen. "Uns erwartet dort ein Kampf", sagte der Kapitän, versprach vor dem "heißen Match" allerdings mit breiter Brust: "Wir geben nicht auf. Wir werden bereit sein."
Hoffnung geben dürfte den Dortmundern, dass Superstar Erling Haaland nach vierwöchiger Verletzungspause am Montag eine komplette Trainingseinheit mit den Reservisten absolvierte. Bei sechs Zählern Rückstand auf den FC Bayern München in der Bundesliga spielt der BVB dabei womöglich bereits im Februar um seine letzte Titelchance.
"Wir wissen, dass wir am Donnerstag ein Endspiel haben", sagte Nationalspieler Reus. Mannschaftskollege Brandt kündigte Wiedergutmachung an: "Wir versuchen, die Scheiße am Donnerstag auszulöffeln."
Nach dem deutlichen Sieg über Gladbach fliegen die Borussen allemal mit breiter Brust nach Glasgow. "Wir haben unser Selbstvertrauen wieder zurückgeholt", erklärte Reus bei "DAZN". Die erste Botschaft hat Emre Can mit seinem breitschultrigen Torjubel schon nach Schottland gesendet.
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Quelle: Perform
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