RB Leipzig entlässt Trainer Jesse Marsch nach Pleite bei Union Berlin - Reaktion auf sportliche Talfahrt

RB Leipzig hat auf den bislang enttäuschenden Saisonverlauf reagiert und Trainer Jesse Marsch entlassen. Das gab der Vizemeister am Sonntag, zwei Tage nach der bitteren 1:2 (1:1)-Pleite bei Union Berlin bekannt. Die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge sowie das Verpassen der K.o.-Runde in der Champions League wurden dem US-Amerikaner zum Verhängnis.

Jesse Marsch - RB Leipzig

Fotocredit: Getty Images

Co-Trainer Achim Beierlorzer wird die Mannschaft auf das kommende Heimspiel in der Champions League am Dienstag (18:45 Uhr im Liveticker) gegen Manchester City vorbereiten und bei der Partie auf der Bank sitzen. RB teilte mit, eine Nachfolgelösung für Marsch soll zeitnah präsentiert werden.
"Die Trennung von Jesse Marsch ist uns nicht leichtgefallen, denn ich schätze Jesse als Mensch und Trainer sehr. Es ist schade, dass es in dieser Konstellation nicht wie erhofft geklappt hat und dieser Schritt nun notwendig wurde, weil leider die gewünschte Entwicklung und somit auch die notwendigen Ergebnisse für unsere Saisonziele ausgeblieben sind", sagte Klub-Boss Oliver Mintzlaff in einer Presseerklärung.
Die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge sowie das Verpassen der K.o.-Runde in der Champions League wurden dem US-Amerikaner zum Verhängnis.
Marsch (48) hatte in Berlin (1:2) ebenso wie Beierlorzer wegen einer Corona-Quarantäne gefehlt. Verantwortlicher Coach war der zweite Assistent Marco Kurth gewesen.

Marsch: Nagelsmann-Nachfolger ohne klares Konzept

"Bis zuletzt hatte ich die Hoffnung, dass wir nach einem unruhigen Start in die Saison und wechselhaften Auftritten als Gruppe zu mehr Geschlossenheit und Stabilität finden und das sprichwörtliche Ruder herumreißen. Leider haben wir das nicht geschafft", betonte der entlassene Chefcoach.
Das Amt hatte Marsch erst im vergangenen Sommer von Julian Nagelsmann (zu Bayern München) übernommen.
Als ehemaliger Coach von Schwesterklub Red Bull Salzburg wollte er wieder etwas weg vom Ballbesitz hin zum RB-typischen Pressing-Fußballball. Doch auf dem Platz war ein klares Konzept nicht zu erkennen, gegen die enormen Leistungsschwankungen des stark besetzten Kaders fand Marsch auch keine Lösungen.
(SID)
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Quelle: Eurosport

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