Niklas Süle bei Borussia Dortmund nach Wechsel von Bayern München absoluter Leistungsträger - Genugtuung nach Transfer

Nach seinem überraschenden Transfer vom FC Bayern zu Borussia Dortmund erfuhr Niklas Süle Häme und Kritik aus den Reihen der Münchner Führungsetage. Gut ein Jahr später hat sich der Wechsel für den Innenverteidiger aber voll ausgezahlt. Mit dem BVB schielt der 27-Jährige nach Jahren der bayrischen Dominanz auf eine schwarz-gelbe Meisterschaft. Dabei spielt der Neuzugang eine entscheidende Rolle.

Früher Konkurrenten, heute Mitstreiter: Marco Reus und Niklas Süle

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Die Errungenschaften von Süle beim FC Bayern sprechen für sich: Fünfmal Deutscher Meister, zweimal DFB-Pokalsieger, einmal Gewinner der Champions League. Als sich der Innenverteidiger im Februar 2022 gegen eine Vertragsverlängerung beim Rekordmeister und für einen Wechsel zum Dauerrivalen aus Dortmund entschied, war der Aufschrei sowohl in München als auch der restlichen Nation groß.
"Ich finde, er hat sich nie so richtig durchgesetzt auf seiner Position", befand der langjährige Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge kurz nach Bekanntgabe des Wechsels. Als Süle auf sein letztes Spiel für die Bayern verzichtete, trat auch Ehren-Präsident Uli Hoeneß gegen den Verteidiger nach: "Das spricht nicht für den Spieler. Ich fand diese Aktion katastrophal", so der 71-Jährige am Rande der Meisterfeier.
Stimmen, die auch die Kritik des Innenverteidigers am FC Bayern unterfüttern. "In meiner Karriere wurde ich trotz aller sportlichen Erfolge nicht immer so respektiert, wie ich es meiner Meinung nach verdiene", hatte Süle bei seiner ersten Pressekonferenz in Diensten des BVB vielsagend angemerkt.
Dem Nationalspieler fehlte es beim Rekordmeister an der nötigen Wertschätzung. Für den Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn war der Transfer auch bei der Jahreshauptversammlung im Oktober noch nicht zu verstehen: "Aus unerfindlichen Gründen" sei Süle zum BVB gewechselt.

Süle beim BVB absoluter Leistungsträger

Doch der mutige Schritt scheint sich ausgezahlt zu haben. Denn der Innenverteidiger ist in Dortmund nach einigen Anlaufschwierigkeiten mittlerweile essenzielle Stammkraft und genießt das uneingeschränkte Vertrauen von BVB-Trainer Edin Terzic. Mit seinen Leistungen trägt der 27-Jährige einen großen Teil dazu bei, dass der BVB dem FC Bayern im Kampf um die Meisterschaft erstmals seit vielen Jahren wieder Konkurrenz macht.
Allein im Jahr 2023 hat Süle in neun absolvierten Bundesliga-Spielen siebenmal durchgespielt. Alle Partien, in denen der Ex-Münchner in diesem Zeitraum zum Einsatz gekommen ist, gewannen die Schwarz-Gelben. In den vergangenen Jahren hat es in Dortmund noch an der notwendigen Stabilität in der Defensive gefehlt. Nun scheint man eine funktionierende Kombination gefunden zu haben.
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Jubeln gemeinsam: Niklas Süle und Jude Bellingham

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Während der Neuzugang in der Hinrunde noch häufig als Außenverteidiger aufgestellt wurde oder zu Beginn nur auf der Bank saß, spielt Süle seit der Rückrunde wieder die Hauptrolle in der Defensiv-Zentrale. Gemeinsam mit Nico Schlotterbeck bildeten die beiden Neuzugänge in diesem Jahr schon siebenmal das Innenverteidiger-Duo, sind Terzics erste Wahl. Der Nationalspieler wird mehr und mehr zum Schlüsselfaktor auf dem Weg zum Erfolg.
Die Konsequenz: Dortmund ist nach 25 Spieltagen Tabellenführer und rangiert einen Punkt vor den Verfolgern aus München. Beim Topspiel nach der Länderspielpause kommt es zum Showdown zwischen Süles Vergangenheit und Gegenwart.

Von Flick nicht nominiert

Umso überraschender, dass der stark aufgelegte Innenverteidiger bei den anstehenden Länderspielen nicht von Bundestrainer Hansi Flick nominiert wurde. "Wir haben bewusst auf etablierte Spieler verzichtet", begründete der 58-Jährige seine Entscheidung. Auch Antonio Rüdiger, Ilkay Gündogan und der Münchner Leroy Sané fehlen gegen Peru und Beligien.
Dem BVB passt Flicks großer Testlauf natürlich bestens in Kram: "Grundsätzlich habe ich es natürlich lieber, wenn die Jungs bei uns bleiben und wir hier gemeinsam arbeiten können", erklärte Terzic auf der Dortmunder Pressekonferenz nach Bekanntgabe der Länderspielabstellungen.
Denn so kann sich Süle im Kreise des Teams auf das Prestige-Duell in München vorbereiten. Beim "Klassiker" am 1. April (ab 18:30 Uhr im Liveticker) kann Süle seinem ehemaligen Arbeitgeber vor Augen führen, wen sie in ihm verloren haben - und den Beweis erbringen, dass er mit seinem Wechsel in den Ruhrpott alles richtig gemacht hat.
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Quelle: Perform

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