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BVB scheitert in der Champions League an Chelsea - Schiri-Frust täuscht nicht über Dortmunder Schwächen hinweg
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Publiziert 08/03/2023 um 12:33 GMT+1 Uhr
Für Borussia Dortmund bleibt das Champions-League-Viertelfinale vorerst ein Traum. Gegen den FC Chelsea kassierte der BVB eine 0:2-Niederlage, die das Achtelfinal-Aus besiegelte. Eine viel diskutierte Schiedsrichterentscheidung stand nach dem Spiel im Mittelpunkt, doch die Pleite und das Ausscheiden haben die Dortmunder vor allem selbst zu verantworten - zu schwach war insgesamt ihre Leistung.
"Leider zu wenig": Terzic will Schuld nicht beim Schiri suchen
Quelle: Perform
Enttäuschung und Wut waren nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Chelsea die vorherrschenden Emotionen bei Spielern und Verantwortlichen von Borussia Dortmund.
Trotz des 1:0-Erfolgs im Hinspiel schied der BVB aus der Champions League aus. Die Wut bekam vor allem Schiedsrichter Danny Makkelie wegen des Elfmeter-Dramas ab.
Doch der nicht völlig unberechtigte Frust über den Referee täuschte nicht darüber hinweg, dass die Dortmunder ihr Aus vor allem sich selbst zuzuschreiben hatten. Gegen Chelsea zeigte der BVB insgesamt maximal eine durchschnittliche Leistung - auch wenn ihnen Wille und Kampfgeist nicht abzusprechen waren.
Der BVB erspielte sich wenige echte Torchancen, besonders individuell wussten die Londoner mehr zu überzeugen - etwa durch Raheem Sterling und Kai Havertz.
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Wolf fordert Erklärung: Makkelie "hat nicht mit sich reden lassen"
Quelle: Perform
Chelsea erhält zu viel Raum
Die beiden Chelsea-Stars, die bezeichnenderweise die beiden Treffer erzielten (43. und 53. Minute), erhielten von den Dortmundern zu viel Raum und setzten die BVB-Defensive ein ums andere Mal unter Druck. Emre Can musste sich deshalb häufig in die letzte Kette fallen lassen.
Im Zentrum an der Sechserposition ergaben sich noch mehr Räume, die die Londoner zu nutzen wussten. Salih Özcan war somit auf verlorenem Posten, besonders in der ersten Halbzeit (nur 21 Ballkontakte) fehlte dem 25-Jährigen der Zugriff auf das Spiel. Trainer Edin Terzic analysierte im Nachgang: "Wir haben es nicht hinbekommen, das Zentrum zu schließen."
Man habe besonders in der ersten Hälfte "die Positionen zwischen den Ketten nicht so gut besetzt", so der BVB-Coach bei "Amazon Prime". Auch die frühe Verletzung von Julian Brandt, der in den vergangenen Wochen die Dortmunder Offensive mit seinen tiefen Läufen angeführt hatte, tat ihr Übriges. Nach nur vier Minuten musste der 26-Jährige mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz.
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Julian Brandt (2.v.l.) musste verletzt vom Platz
Fotocredit: Getty Images
Zu wenig Offensivaktionen beim BVB
Doch weder der für ihn eingewechselte Giovanni Reyna noch Marco Reus wussten offensiv Akzente zu setzen. Der Kapitän der Dortmunder hatte bereits nach dem Sieg gegen RB Leipzig (2:1) am Freitag gegenüber den "Ruhr Nachrichten" zugegeben: "Uns fällt es momentan schwer, eigene Torchancen zu kreieren. Gerade gegen starke Gegner."
Reus scheiterte selbst in der 17. Minute per Freistoß an Chelsea-Keeper Kepa. Auch Jude Bellingham, besonders zu Beginn mit einigen Ballverlusten, vergab die wohl größte Chance (58.). Bis zur Niederlage gegen Chelsea feierte der BVB zehn Pflichtspielsiege in Folge, gegen die Engländer blieb der Bundesligist jedoch zum ersten Mal seit fast vier Monaten ohne Tor.
Der offensive Leerlauf gegen die Blues zeigte sich auch daran, dass Sébastien Haller nicht ins Spiel fand. Nach 77 Minuten ging der Stürmer vom Platz und hatte keinen einzigen Torabschluss oder eine Torschussvorlage vorzuweisen. Vielmehr arbeitete Haller nach hinten mit und fehlte so in seiner eigentlichen Rolle als Neuner.
Allerdings befindet sich der 28-Jährige verständlicherweise nach seiner Krebsbehandlung oft noch spürbar an der Belastungsgrenze.
Dortmunds Fokus nun auf Meisterschaft und Pokal
Terzic war trotz des Ausscheidens mit seiner Mannschaft zufrieden. Man habe "definitiv kein schlechtes Spiel gemacht. Aber um hier weiterzukommen, wussten wir, dass wir nicht nur ein gutes Spiel brauchen, sondern ein extrem gutes Spiel." Der Coach sprach bei "Amazon Prime" gar von "zwei Spielen auf absoluter Augenhöhe" gegen Chelsea.
Neutral betrachtet waren die Engländer jedoch in beiden Begegnungen die dominierende Mannschaft, bestimmten das Geschehen weitestgehend. Der Fokus für den BVB wandert damit weiter zur Bundesliga, in der man punktgleich mit dem FC Bayern an der Tabellenspitze liegt. Am 1. April geht es nach München zum Topspiel.
Nur kurz darauf folgt im DFB-Pokal gegen RB Leipzig (5. April) der nächste Kracher. Es gibt somit noch genügend Möglichkeiten, die Enttäuschung über das Königsklassen-Aus vergessen zu machen.
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Havertz gibt zu: Vor zweitem Elfer "ging mir eine Menge durch den Kopf"
Quelle: Perform
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