Manchester City: Nach "neuem Tiefpunkt" bei PSG-Pleite - rettet der Transfer von Omar Marmoush die Horror-Saison?
VonLukas Fegers
Update 23/01/2025 um 17:33 GMT+1 Uhr
Nach dem Debakel in Paris droht Manchester City in der Champions League der Super-GAU. Trotz einer Zwei-Tore-Führung verloren die Skyblues am vorletzten Spieltag der Vorrunde mit 2:4 und müssen sogar um die Qualifikation für die Playoffs zittern. Der Auftritt bei PSG war ein Rückfall nach zuletzt aufsteigender Form. Gegen Brügge müssen die Briten nun unbedingt siegen - noch ohne Omar Marmoush.
Guardiola: "Geben alles" für letzte Chance gegen Brügge
Quelle: Perform
Fünf Pflichtspiel-Pleiten in Serie, sieben sieglose Partien am Stück, nur ein Erfolg in 13 Duellen: Von Ende Oktober bis Ende Dezember präsentierten sich die Citizens von Teammanager Pep Guardiola historisch schlecht.
Seit Weihnachten schienen sich über den erfolgsverwöhnten Skyblues allerdings die dunklen Wolken am Himmel zu lichten. Sechsmal in Folge blieb Man City ungeschlagen, schoss sich mit Kantersiegen im FA-Cup gegen Viertligist Salford City (8:0) und in der Premier League gegen West Ham United (4:1) sowie bei Ipswich Town (6:0) den Frust von der Seele.
Doch: Auch die aufsteigende Formkurve zeigte immer wieder Dellen. Wie beim Gastspiel in Brentford (2:2), als der englische Meister eine mühsam erkämpfte Zwei-Tore-Führung in der Schlussphase noch herschenkte.
Knapp eine Woche später kam es jetzt in der Königsklasse noch schlimmer. Auch im Duell der enttäuschten Topklubs bei PSG gab die Guardiola-Elf den gleichen Vorsprung aus der Hand, ließ hinten sogar doppelt so viele Gegentore zu.
Die Folge? Zum Abschluss der Ligaphase droht dem Champions-League-Sieger von 2023 ein sportlicher Totalschaden. Denn das besorgniserregende 2:4-Debakel könnte für City, das so gut wie aus dem Meisterschaftrsennen der Premier League ausgeschieden ist, als 25. der CL-Tabelle den vorzeitigen Knockout im Kampf um Europas Krone bedeuten.
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Ein Joker-Tor von Jack Grealish (M.) reichte Man City nicht.
Fotocredit: Getty Images
Man-City-Auftritt lässt Presse poltern
Ob "Ist dies das Ende eine Ära bei Man City?" oder "neuer Tiefpunkt der Horror-Saison": Die englische Presse zerriss die Paris-Performance der Skyblues in sämtliche Einzelteile.
Nach einer torlosen ersten Halbzeit, in der Guardiola nur mit vereinzelten Phasen zufrieden sein konnte, waren die Gäste dank der Tore des eingewechselten Jack Grealish (50.). und von Erling Haaland (53.) zwar ideal aus der Kabine gekommen. Anschließend jedoch enttäuschten die Engländer auf so gut wie allen Ebenen.
Keine sieben Minuten währte die Führung, Ousmane Dembele (56.) und Bradley Barcola (60.) glichen fast postwendend aus. Paris presste und drängte, legte durch Joao Neves (78.) und Gonaclo Ramos (90.+6) nach. Und City? Ließ die nötige Schlussoffensive vermissen - und musste die Franzosen in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen.
Selbst Champions-League-Playoffs in Gefahr
Einen Spieltag vor Ende der 36-köpfigen Gruppenphase, die mit dem neuen Modus der Königsklasse zu Saisonbeginn eingeführt wurde, rangiert das milliardenschwere Star-Ensemble aus Manchester mit nur acht Punkten auf Rang 25.
Selbst die Playoff-Qualifikation, die aufgrund der hohen Man-City-Ambitionen nicht einmal als "Minimalziel" bezeichnet werden darf, steht mächtig auf der Kippe. Der Rückstand auf Platz 24 beträgt vor dem Showdown mit dem FC Brügge am kommenden Mittwoch zwei Zähler.
Guardiola: "Gegen Brügge alles geben"
Der Frust nach der PSG-Pleite sitzt bei Manchester tief. "Wütend" zeigte sich Teammanager Guardiola allerdings nicht.
Paris sei "besser" gewesen, räumte der 54 Jahre alte Spanier bei TNT Sports ein und holte zu einer für ihn typischen Analyse aus: "Um zu spielen, muss man spielen. Das konnten wir nicht. Um das Ergebnis zu verteidigen, muss man den Ball halten. Das haben wir nicht geschafft."
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Guardiola gesteht: "Gegen die Großen tun wir uns schwer"
Quelle: Perform
Die Franzosen waren "schneller, schneller. Sie haben die Zweikämpfe mit dem Ball gewonnen", sagte Guardiola und zeigte sich als fairer Sportsmann: "Ich akzeptiere die Niederlage, weil die bessere Mannschaft gewonnen hat."
Gegen Brügge (11 Punkte/Platz 20) ist Manchester nun zum Siegen verdammt, sonst ist das Champions-League-Aus besiegelt. "Das kann passieren", so Guardiola: "Wir haben eine letzte Chance zu Hause gegen Brügge und werden dort alles geben. Wenn wir nicht gewinnen, haben wir es nicht verdient."
Ohne Marmoush beim Brügge-Showdown
Um gegen den belgischen Meister zu gewinnen, braucht es nicht nur Tore. Sondern auch die Fähigkeit, eine Führung über die Zeit zu bringen. Was gegen PSG misslang, war zuvor nämlich bereits bei Sporting Lissabon (1:4) und gegen Feyenoord Rotterdam (3:3) in die Hose gegangen.
Der für bis zu 80 Millionen Euro aus Frankfurt transferierte Omar Marmoush, den Man City eine Nacht nach dem bitteren Champions-League-Auftritt offiziell präsentierte, kann dabei aber nicht helfen. Denn der 25-Jährige dürfte erst nach Ende der Ligaphase für den Wettbewerb registriert werden.
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Marmoush über Transfer zu City: Premier League "war mein Traum"
Quelle: Perform
Richten müssen es nächste Woche also die altbewährten Kräfte, insbesondere auch Millionenmann Haaland. Zwar traf der Norweger in Paris bekanntlich zum 2:0 - doch fernab dessen wirkte er nicht wie ein Superstar, der mit seiner City-Verlängerung bis 2034 jüngst "einen der lukrativsten Verträge der Sportgeschichte" unterzeichnet hatte.
Gelingt es den Citizens, Brügge vor heimischer Kulisse zu schlagen, könnten Haaland und Co. mit Neuzugang Marmoush in der Königsklasse für Furore sorgen. Dass es so kommt, ist angesichts Manchesters bisheriger "Horror-Saison" aber alles andere als sicher.
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(mit SID)
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