Gespannt wurde das Duell der beiden Stürmerstars Romelu Lukaku und Zlatan Ibrahimovic im Derby della Madonina erwartet. Mit diesem Ausgang hatten die wenigsten gerechnet.

Ibrahimovic wie auch Lukaku zeichnet ihr Durchsetzungsvermögen auf dem Platz aus und so steckte auch keiner der beiden zurück, als es kurz vor der Halbzeit zu einem hitzigen Wortgefecht kam.

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Aufkommende Rassismus-Vorwürfe wies Ibrahimovic am Mittwoch zurück. "In Zlatans Welt gibt es keinen Platz für Rassismus. Wir sind alle gleich, wir sind alle Fußballer, einige besser als andere", kommentierte Ibrahimovic auf Twitter.

Der Auslöser: Nach einem geahndeten Foul beschwerte sich Lukaku weiterhin lautstark. Das brachte Ibrahimovic auf die Palme. "Geh und mach deinen Voodoo-Scheiß, du kleiner Esel!", rief Ibrahimovic seinem ehemaligen Teamkollegen aus gemeinsamen Zeiten bei Manchester United zu.

"Lass uns das in der Kabine klären. Lass uns reingehen, Schlampe, dann werden wir ja sehen", giftete Lukaku zurück und bezeichnetet Ibrahimovic noch als "Hurensohn" und beleidigte dessen Frau. Beide Sturmstars standen Stirn an Stirn aneinander.

Nur das Eingreifen der Mitspieler verhinderte ein Ausarten. So kamen beide Spieler mit einer gelben Karte davon. Es blieb aber nicht bei der einen Aktion.

Mitspieler halten Lukaku zurück

Auf dem Weg in die Kabine ging der Zwist weiter. Ibrahimovic soll Lukaku weiterhin provoziert haben. Wie der "Corriere dello Sport" schrieb, fingen seine Mitspieler den Belgier ab, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Beruhigt hatten sich die Gemüter wohl auch zur Pause nicht. In der 58. Minute beging Ibrahimovic ein hartes und unnötiges Foul im Mittelfeld und sah dafür die gelb-rote Karte. Daraufhin drehte Inter die Partie noch - zunächst durch einen Lukaku-Elfmeter (71.), dann durch den Last-Minute-Treffer von Christian Eriksen (90.+7).

"Das Spielfeld war wie ein Box-Ring: Das wilde Duell der Schwergewichte Ibra und Lukaku. Das San-Siro-Stadion wird zu einem Saloon, das Derby ist eine schwere Demütigung für den italienischen Fußball", kritisierte die Gazzetta dello Sport nach der Partie.

Ibrahimovic vs. Lukaku: Nicht der erste Streit

Der Konflikt zwischen Ibrahimovic und Lukaku hat inzwischen eine Historie. Beide spielten einst gemeinsam für Manchester United, gute Freunde wurden sie damals wohl nicht.

"Erwartet keine gute Technik von Lukaku. Seine größte Stärke ist pure Kraft", erklärte Ibrahimovic später in einem Interview mit der "Gazzetta dello Sport" und berichtete von einer kuriosen Wette: "Bei Manchester United habe ich ihm eine Wette vorgeschlagen: 'Jedes Mal, wenn du den Ball vernünftig annimmst, gebe ich dir 50 Pfund.'"

Als beide dann in Italien unter Vertrag standen, stichelte Ibrahimovic via Instagram nach dem Derbysieg im Oktober 2020 weiter. "Mailand hatte nie einen König, sie haben einen GOTT", schrieb der Schwede und bezog sich damit auf Lukakus Aussage aus dem Februar. Damals hatte der Belgier nach einem 4:2 im Derby della Madonnina auf Twitter ein Bild mit den Worten "Es ist ein neuer König in der Stadt" gepostet.

Und eine Fortsetzung folgt schon bald: Am 21. Februar treffen Lukaku und Ibrahimovic mit ihren Klubs in der Serie A wieder aufeinander.

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