Es sind beruhigende Bilder für Borussia Dortmund. Erling Haaland jongliert lachend den Ball, seine Haarpalme hüpft auf und ab, sein weißes Trainingsleibchen flattert im Wind. Das norwegische Torphänomen scheint fit fürs Finale gegen RB Leipzig zu sein - und er übt schon: Die geschwungene Silbertrophäe für den "Bundesliga-Spieler des Monats April" wiegt er sanft im Arm. Die Generalprobe für Donnerstagabend? Dann soll es im Konfettiregen der feuervergoldete DFB-Pokal werden.
"Das sah schon ordentlich aus", berichtete Edin Terzic vor dem Abschlusstraining am Mittwoch im Berliner Olympiastadion. "Wir werden schauen, ob es reicht." Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass es reichen wird.
Die Dortmunder glauben fest an den Einsatz ihres unverzichtbaren Torjägers, der am Dienstag erstmals wieder das Mannschaftstraining absolvierte. "Er ist selbst sehr zuversichtlich", sagte Sportdirektor Michael Zorc dem "SID": "Also sind wir es auch."
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Kurz vor dem Abflug nach Berlin am Mittwoch hatte sich der Stürmer selbst zu Wort gemeldet. "Jeder Fußballer träumt davon, Titel zu gewinnen - mir geht es genauso", sagte Haaland der "Bild"-Zeitung. Auch die Fans hätten es in "diesen schwierigen Zeiten" wirklich verdient, etwas zu feiern.
Dafür will er seinen Beitrag leisten. "Ob er spielt oder nicht, macht schon einen Unterschied", sagte der Leipziger Trainer Julian Nagelsmann voller Respekt. Beim 3:2 des BVB in der Liga hatte Haaland auf der Tribüne im schwarzen Kapuzenpulli wie wild mitgejubelt: "Do what you can't", stand darauf. Frei übersetzt: "Wachse über dich hinaus."

Bleibt Haaland beim BVB?

Kann jemand, der offen dermaßen für Schwarz-Gelb fiebert, wirklich den Verein verlassen? In den vergangenen Monaten hat sich ein kurioses Perpetuum mobile in Bewegung gesetzt: Da stellte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke klar, Haaland werde in Dortmund bleiben.
Kurz vor den wichtigen Spielen platzierte dessen Berater Mino Raiola dann stets ein Interview. Der Inhalt: Das mag der BVB so sehen - wir jedoch nicht. Woraufhin Watzke feststellte: Haaland bleibt. Und wieder Raiola kam. Wie beim endlosen Tanz der Paradiesvögel.
Relativ kurz vor dem Saisonende erscheint die Zukunft des europaweit begehrten Stürmerstars geregelt. "Die Entscheidung wird nicht ohne Borussia Dortmund getroffen. Egal, wo wir am Ende landen, Erling wird weiter bei uns spielen", sagte Zorc zuletzt und bezog sich damit auf den Kampf um die Champions League. Die Königsklasse, und zwar jedes Jahr, ist Haalands eindeutig formulierter Anspruch. "Ich möchte immer auf höchstem Niveau spielen. Besonders die Champions League ist wichtig für mich", sagte er.
Nun geht es aber darum, den "Pferdekuss" aus dem Ligaspiel in Wolfsburg (2:0) bestmöglich zu behandeln. Zwar geht es notfalls auch mal ohne Haaland, wie Trainer Edin Terzic bei seiner Rechnung betonte, dass der BVB "zuletzt acht Tore in zwei Spielen erzielt" habe. Man habe aber überhaupt "nichts dagegen, wenn er wieder auf der Anzeigetafel steht".
37 Tore in 38 Pflichtspielen sind eine sensationelle, fast Lewandowski-artige Quote (46 in 38 Spielen). Fehlt nur der Titel. Für die Siegerehrung hat Erling Haaland ja bereits geübt.
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(SID)

Finale mit Haaland? Terzic: "Sah schon ganz ordentlich aus"

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