Kurz nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Felix Brych im Berliner Olympiastadion kamen die BVB-Mitspieler auf den 35-Jährige zugerannt, nahmen ihn in den Arm und warfen ihn in die Luft. Die Emotionen waren Piszczek nach dem 4:1 (3:0) des BVB im Pokalfinale über RB Leipzig anzusehen. Die Tränen konnte der Pole nicht zurückhalten.
"Das waren pure Emotionen", sagte das Klub-Idol von Borussia Dortmund nach dem krönenden Abschluss einer langen Karriere: "Auch die früheren Titel waren toll, aber den Tag nehme ich mit für mein Leben."
Anschließend durfte der Rechtsverteidiger nach Kapitän Marco Reus als Zweiter den Pokal in den Berliner Nachthimmel heben. Dabei trug er das Trikot des langzeitverletzten Marcel Schmelzer – wie Piszczek selbst ein Dortmunder Urgestein.
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"Piszu ist mein Held, mein ganz persönlicher Held", lobte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke den ehemaligen polnischen Nationalspieler nach Spielende am "ARD"-Mikrofon. Doch nicht nur Watzke geriet angesprochen auf Piszczek ins Schwärmen.

Matthäus und Terzic loben Piszczek

"Stolzer sein als auf Piszu kann man nicht. Was er für diesen Verein geleistet hat, ist unglaublich. Die Tränen konnte ich nicht verstehen - ich dachte schon, er hat alles im Spiel rausgelassen, da war das schon eine Überraschung, dass da noch was da war", meinte Trainer Edin Terzic anerkennend.
Der 38-Jährige fügte an: "Ich spreche für alle Borussen, wenn ich sage, dass ich unheimlich stolz bin, so jemanden im Verein zu haben. Wie er vorweg gegangen ist, wie er die Jungs gespusht hat, ist unglaublich."
Auch "Sky"-Experte Lothar Matthäus freute sich für den Piszczek, der zwischenzeitlich seinen Stammplatz in der BVB-Elf verloren hatte: "Er war eigentlich gar nicht mehr gefragt und jetzt steht er hier – eine tolle Geschichte für einen tollen Sportsmann, der diesen Abschied richtig verdient hat."

Terzic singt Loblied auf Piszczek: "Komplett den Tank leer gemacht"

Piszczek zieht es zurück nach Polen

Piszczek kam 2010 von Hertha BSC nach Dortmund. Bei den Schwarz-Gelben entwickelte er sich sofort zum Stammspieler und wurde Publikumsliebling. In elf Jahren beim BVB kam Piszczek auf 381 Pflichtspieleinsätze (19 Tore, 64 Torvorlagen) und gewann neben den nun drei Pokalerfolgen auch zweimal die Deutsche Meisterschaft (2011, 2012) sowie dreimal den Supercup (2014, 2015, 2020).
Komplett beenden wird der 35-Jährige seine Karriere nach elf Jahren beim BVB aber wohl noch nicht. "Ihr wisst gar nicht, wie kaputt ich bin", sagte Piszczek gejüngst im Interview mit "bundesliga.com": "Ich werde nach Polen zurückkehren und - nur zum Spaß - für meinen alten Verein LKS Goczalkowice spielen. Mit Profifußball hat das nichts mehr zu tun - ich will mich dort nur fit halten und mit meinen Freunden zusammenspielen."
Bei dem Amateurklub war der BVB-Verteidiger in seiner Jugend aktiv, ehe er mit 16 Jahren zu Gwarek Zabrze wechselte.
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