Supercup: Borussia Dortmund verpasst Ausrufezeichen gegen den FC Bayern - BVB scheitert einmal mehr an sich selbst
Borussia Dortmund liefert dem FC Bayern München im Supercup (1:3) wie so häufig einen großen Kampf - für ein Ausrufezeichen reicht es jedoch abermals nicht. Statt den fulminaten 5:2-Auftaktsieg gegen Eintracht Frankfurt zu vergolden, macht sich nach der sechsten Pleite in Folge gegen den Rekordmeister ein Stückweit Ernüchterung breit. Dabei scheierterte der BVB einmal mehr an sich selbst.
Youssoufa Moukoko - Borussia Dortmund
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Erling Haaland trottete entnervt über den klitschnassen Rasen des Signal-Iduna-Parks.
Obwohl der norwegische Topstürmer gemeinsam mit Borussia Dortmund dem FC Bayern im Supercup wie so häufig in der jüngeren Vergangenheit einen harten Fight lieferte, stand am Ende des Tages bereits die sechste Pflichtspiel-Niederlage in Serie gegen den Rekordmeister.
"Wir sind enttäuscht", sagte ein sichtlich ernüchterter Marco Reus nach der 1:3-Niederlage bei "Sat.1" und führte aus: "Bayern hat eine Qualität, die du über 90 Minuten nicht verteidigen kannst. Trotzdem hatten wir nicht das Gefühl, dass wir keine Chancen hatten."
Nachsatz: "Wir haben das Spiel verloren und ich bin auch traurig, aber die Art und Weise wie wir gekämpft haben, geht für mich in Ordnung."
Statt in der noch jungen Saison ein dickes Ausrufezeichen zu setzen, mussten die Hausherren dem Gast aus München zum ersten Titel der Saison gratulieren, was sich die BVB-Stars ein Stückweit selbst zuzuschreiben hatten.
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Rose analysiert Supercup-Leistung: "Muss für uns die Benchmark sein"
Quelle: Perform
FC Bayern eiskalt
Speziell in der Offensive ließen Haaland und seine kongenialen Partner am Dienstagabend, anders als noch beim fulminanten Bundesliga-Auftakt am vergangenen Samstag an gleicher Ort und Stelle gegen Eintracht Frankfurt (5:2), die letzte Durchschlagskraft vermissen.
Ganz anders dagegen der FC Bayern, der in persona von Robert Lewandowski (41., 74.), der damit wettbewerbsübergreifend seinen 23. und 24. Treffer im 24. Spiel gegen seinen Ex-Klub erzielte, und Thomas Müller (49.) die individuellen Fehler der Hausherren - Felix Passlack und Manuel Akanji sind an dieser Stelle zu nennen - eiskalt bestraften.
Einzig Reus' Traumtor (64.) zum zwischenzeitlichen 1:2 ließ die BVB-Fans kurz von einer Aufholjagd träumen.
BVB-Coach Rose hadert mit Fehlern
"Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Wir hatten trotzdem gute Phasen, gerade wie wir nach dem 0:2 zurückgekommen sind. Dann hatten wir die Bayern gefühlt am Haken und haben das Dritte bekommen", konstatierte Rose und ergänzte: "Ich habe viele richtig gute Dinge gesehen und trotzdem haben wir einiges falsch gemacht, sodass wir das Spiel verloren haben. Daran müssen wir noch arbeiten."
Mit dem "Fingerzeig" an die Konkurrenz, den sich der neue Dortmunder Coach vom Supercup gegen den Rekordmeister erhofft hatte, wurde es somit nichts.
Stattdessen machte sich ein Stück weit Ernüchterung im Lager der Schwarz-Gelben breit. "Dass wir auf eine der momentan stärksten Mannschaften getroffen sind, ist klar. Dass wir Torschüsse gegen uns bekommen, war uns bewusst. Nichtsdestotrotz hätten wir uns gewünscht, dass wir gewonnen hätten", erklärte Reus gefrustet.
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Manuel Akanji, Mahmoud Dahoud und Giovanni Reyna (von links) - Borussia Dortmund
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BVB zurück auf dem Boden der Tatsachen
Dabei wurde dem Rose-Team im Vorfeld der Partie fast schon ein Stück weit die Favoritenrolle zugeschoben. Die Offensiv-Gala gegen Frankfurt veranlasste etliche Experten, eine Lobeshymne auf den BVB zu singen und ihn auf eine Stufe mit dem FC Bayern zu stellen - wenn nicht sogar höher.
Kapitän Reus musste nach dem 5:2-Sieg gegen die Eintracht am "Sky"-Mikrofon sogar erste Fragen nach der deutschen Meisterschaft abwiegeln - nach dem ersten Spieltag wohlgemerkt.
Der 32-Jährige äußerte sich jedoch gewohnt diplomatisch: "Für eine Kampfansage ist es viel zu früh. Ich habe schon oft gesagt, dass es nur über Bayern geht, wenn wir aber in der Saison stabil bleiben, ist da einiges drin."
Supercup: FC Bayern zu abgeklärt
Das traf zweifelsohne auch auf das Kräftemessen im Supercup zu. Letzten Endes entschieden einmal mehr Nuancen die Partie der beiden deutschen Vorzeigeklubs.
Es ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass das erfolgsverwöhnte Team von Trainer Julian Nagelsmann in den entscheidenden Momenten noch einen Tick reifer und abgeklärter ist als die jungen Wilden aus Dortmund.
"Wir wollen im Prestige-Duell immer Stärke demonstrieren. Das haben wir heute gemacht", gab Leon Goretzka zu Protokoll.
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Joshua Kimmich - FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
BVB-Keeper Kobel: "Wir sind auf einem geilen Weg"
Es bleibt für die Borussia somit letztlich die Erkenntnis, dass im ewig jungen Klassiker erneut mehr drin gewesen wäre.
"Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Von Anfang bis Ende haben wir geil gekämpft. Am Ende war Bayern ein bisschen kaltschnäuziger. Sie haben ein paar Situationen sehr gut ausgespielt. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Mit ein bisschen mehr Spielglück gewinnen wir dieses Spiel", zeigte sich BVB-Keeper Gregor Kobel durchaus zufrieden.
Obwohl es nichts mit dem ersten Titel der Saison wurde, kann der BVB dennoch viel Positives von der Vorstellung gegen die Bayern für die Bundesliga-Partie am kommenden Samstag gegen den SC Freiburg (15:30 Uhr im Liveticker) mitnehmen - oder wie es Kobel ausdrückte: "Wir sind auf einem geilen Weg und den müssen wir weitergehen."
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Nagelsmann lobt Abwehrduo Upamecano und Süle
Quelle: Perform
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