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"Azzurri" in Grün: Neues Italien-Trikot sorgt für Kontroversen

"Azzurri" in Grün: Neues Italien-Trikot sorgt für Kontroversen
Von Le Buzz

09/10/2019 um 09:26Aktualisiert 09/10/2019 um 09:29

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Die italienische Fußball-Nationalmannschaft wird künftig in einem grünen Trikot des Sportartikelherstellers Puma auflaufen. Das Jersey wird erstmals am Samstag im EM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland getragen, teilte der italienische Verband FIGC am Dienstag mit. Die Farbe Grün soll auf die italienische Renaissance und das junge Alter der "Squadra" hinweisen.

Zwölf Spieler des aktuellen Kaders sind 25 Jahre alt oder jünger. Die Muster sollen zudem an die Architektur der Renaissance erinnern. Das Trikot sei weiter inspiriert vom "Maglia Verde", welches die Italiener beim 2:0-Sieg gegen Argentinien im Dezember 1954 trugen.

Das grüne Trikot löste in Italien Kontroversen aus. Nationaltrainer Roberto Mancini zeigte sich nicht begeistert. "Wahrscheinlich bin ich altmodisch, aber ich bevorzuge für unser Trikot die Farben blau oder weiß", kommentierte der Coach. Ähnlicher Ansicht ist der 1982er-Weltmeisterkapitän und Ex-Nationaltrainer Dino Zoff:

"Ich bin alt und kann mit dieser Neuerung nicht einverstanden sein. Seit jeher ist das Trikot unserer Nationalelf blau. Schließlich heißen wir die Azzurri."

Werbeexperten warnten, das neue Trikot sei auf dem grünen Spielfeld kaum sichtbar.

Trikotfarbe wird auch in der Politik diskutiert

Die neue Trikotfarbe ist in Italien sogar zum Politikum geworden. Die postfaschistische Partei "Brüder Italiens" (Fratelli d'Italia) beklagte im Namen des Marketings eine "Schändung" der Symbole italienischer Geschichte, zu denen auch das Trikot der italienischen Nationalelf gehöre. Linksparteien warnten, dass Grün die Farbe der rechtsradikalen Partei Lega um Ex-Innenminister Matteo Salvini sei.

Nationalstürmer Ciro Immobile äußerte dagegen die Hoffnung, dass die neue Farbe der italienischen Nationalelf Glück im Duell gegen Griechenland bringen werde. "Unsere Farbei ist blau, doch man kann immer etwas ändern", sagte der ehemalige Stürmer von Borussia Dortmund.

(SID)

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